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Starlink: Elon Musks Internet per Satellit gibt's bald weltweit

Dank Satelliten soll es überall Highspeed-Internet geben, selbst am Südpol. Das größte Netz plant Elon Musk mit seinem Projekt "Starlink". Das gibt's schon in Deutschland und soll bald weltweit verfügbar sein. Im Clip: Spannende Geheimnisse zwischen Daten, Bytes und Bits.
Starlink: Elon Musks Internet per Satellit gibt's bald weltweit
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Das Wichtigste zum Thema Internet-Satelliten

  • Satelliten funken Internet zukünftig an alle Punkte auf der Erdoberfläche. Das bedeutet, dass auch Menschen in weit abseits gelegenen Orten Highspeed-Internet bekommen, selbst am Nord- und Südpol.

  • Um den ganzen Erdball abzudecken, braucht es riesige Satelliten-Schwärme. Sie fliegen wie Perlen-Schnüre aufgereiht hintereinander von Pol zu Pol um die Erde.

  • Das größte Netz baut Elon Musk. Für sein galaktisches Projekt hat er bereits 1.700 Satelliten ins All geschickt - geplant sind 12.000 Satelliten. Und: Schon jetzt hat er Genehmigungen für mehr als 30.000 weitere Satelliten beantragt.

  • Seit Ende Oktober 2020 bietet das Netz im Norden der USA Internet an, seit dem Frühjahr 2021 ist auch Deutschland an der Reihe: Die Bundesnetzagentur hat der Starlink Germany GmbH im Dezember 2020 Frequenzen für Erdfunkstellen und für ein Satelliten-Funknetz zugeteilt.

  • Aktuell nutzen 69.000 Kundinnen und Kunden eine Beta-Version des satellitenbasierten Internets. Noch im Sommer 2021 soll Starlink den Großteil der Erde mit Highspeed-Internet versorgen können. Bis zum Jahresende ist eine Kundschaft von einer halben Million Menschen geplant.

  • Brauchen wir das? Schwer zu sagen. Fachleute gehen davon aus, dass sich allein das mobile Datenvolumen in den kommenden 2 Jahren fast verdoppeln wird. Interessierte dürfte es also geben.

Spinnennetz im All

Die Internetsatelliten-Konstellation von Konstellation

Um jeden Ort auf der Erdoberfläche zu erreichen, bilden die Internet-Satelliten ein erdumspannendes Netz im Weltraum.

Das Besser-als-gar-kein-Internet

Obwohl noch nicht alle geplanten Satelliten im All sind, bezeichnete Elon Musk die Test-Phase für seinen Internet-Dienst als "Better Than Nothing Beta"-Service - also ein "Besser-als-gar-nichts-Beta-Dienst".

Die 1.700 bisher gestarteten Satelliten bieten den bisherigen Kundinnen und Kunden mit einer Download-Geschwindigkeit von rund 100 Megabit pro Sekunde und einem Upload-Speed von 20 Megabit pro Sekunde ein aussichtsreiches Netz. Bei einer Latenz von 20 bis 30 Millisekunden kann es sogar mit Glasfaser- oder 5G-Verbindungen mithalten.

Bei jedem Start transportiert das Unternehmen mit seinen Raketen gleich 60 Satelliten auf einmal in den Orbit. SpaceX plant daher, in einigen Monaten - wenn Musk noch mehr seiner Satelliten in den Orbit geschossen hat - in den Gigabit-Bereich zu kommen. Ende 2021 soll der Dienst Schritt für Schritt global verfügbar sein.

Langfristig soll das Satelliten-Internet das bisherige Netz nicht ersetzen, sondern ergänzen. Elon Musk scheint mit Starlink offen für Kooperationen.

So funktioniert die Datenübertragung durchs All

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    Das Smartphone allein reicht nicht aus, um das Signal aus dem All zu empfangen. Dazu braucht es einen etwa Pizza-Schachtel großen Terminal mit Antenne.

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    Für die erforderliche Hardware verlangt Musks Unternehmen einmalig rund 499 Euro. Für die Nutzung des Dienstes werden monatlich 99 Euro berechnet.

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    Der Terminal verständigt sich per Funk mit den Satelliten im All. Diese kommunizieren untereinander per Laser. Dadurch ist die Datenübertragung besonders schnell.

Unboxing Starlink Beta

Was in der Beta-Version von Starlink auf einen zukommt, zeigt Twitter-Nutzerin und Elon Musk-Fan Viv. Sie hatte bereits die Chance, das Satelliten-Internet auszuprobieren. Im Video packt sie das Starlink-Paket aus - darin enthalten: das Terminal, ein Stativ für die Montage der Satelliten-Schüssel sowie ein WLAN-Router. Damit stehe die Verbindung zu 90 Prozent, berichtet Viv.

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Die Visionen von Elon Musk

Die Visionen von Elon Musk

Der Chef von Tesla und SpaceX, Elon Musk, ist bekannt dafür, Dinge zu schnell anzugehen und übers Ziel hinauszuschießen. Wir erklären, welche Visionen er für unsere Zukunft hat.

Internet-Satelliten: Das können sie und diese bekannten Unternehmen mischen mit

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    Weil die Satelliten untereinander per Laser vernetzt sind und das Internet-Signal weitergeben, können sie es sogar mit Highspeed-Glasfaser-Leitungen aufnehmen, hat ein Wissenschaftler errechnet.

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    Um die gesamte Erdoberfläche abzudecken, müssen zahlreiche "Perlenketten" um den Erdball kreisen. Da sie alle über die Pole fliegen, laufen sie Gefahr sich in die Quere zu kommen, daher fliegen sie in mehreren Ebenen übereinander.

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    Neben OneWeb und Starlink habe noch eine Reihe weiterer Firmen Internet-Satelliten-Netze angekündigt. Darunter Samsung mit 3.000 und Amazon mit 4.600 Satelliten.

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    So riesige Konstellationen sind nur aufgrund einer Revolution im Satellitenbau möglich. Früher bauten Ingenieure busgroße Kommunikationssatelliten in jahrelanger Handarbeit. OneWeb dagegen fertigt seine nur 150 Kilogramm schweren Satelliten quasi am Fließband an einem Tag. Sie kosten nur eine Millionen Euro pro Stück - statt Hunderte Millionen.

Der Zug der Satelliten

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Achtung Weltraumschrott

  • Derzeit gibt es etwa 2.000 Satelliten im All. Wenn alle geplanten Netze fertig sind, könnte es schon bald deutlich mehr als 10.000 sein.

  • Expert:innen befürchten, dass ein Teil der Satelliten ausfallen und auf lange Zeit unkontrolliert durch den Orbit eiern könnte. Dann würden sie das Leben von Astronaut:innen in Raumschiffen und der ISS gefährden.

  • Elon Musk versichert, dass sich die meisten Satelliten von ganz allein entsorgen, falls ihr Antrieb den Geist aufgibt. Sie flögen so niedrig, dass sie innerhalb von 5 Jahren in die Atmosphäre eintauchen. Sie würden sogar extra so konstruiert, dass sie dabei restlos verglühen.

  • Der Raum-Verkehr nimmt zu: Die Europäische Raumfahrtagentur ESA musste 2019 bereits einen ihrer Satelliten umlenken, weil eine Kollision mit "Starlink 44" drohte. SpaceX hatte auf die Emails der ESA nicht reagiert.

OneWeb-Satellit

Die Internet-Satelliten von OneWeb (hier im Bild) und SpaceX verfügen über einen Antrieb. Damit korrigieren sie ihren Antrieb und am Ende der Betriebsdauer steuert er den Satelliten in die Atmosphäre, um ihn dort verglühen zu lassen.

Astronomie schlägt ebenfalls Alarm

Die Satelliten würden die Aufnahmen der Astronomie ruinieren, wenn sie durch den Beobachtungsbereich ihrer Teleskopen fliegen.

Der Hintergrund: Astronomische Aufnahmen brauchen in der Regel lange Belichtungszeiten. Wenn Satelliten durch das Beobachtungsfeld von Teleskopen fliegen, erscheinen die Reflexionen daher als helles Band auf dem Bild.

Mittlerweile arbeitet SpaceX eigenen Angaben zufolge daran, die Satelliten so zu bauen, dass sie die Sonne möglichst wenig reflektieren.

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Veröffentlicht: 02.07.2021 / Autor: Peter Schneider