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Chang’e-5 ist gelandet! China holt sich ein Stück vom Mond

Das nächste Meisterstück der Chinesen ist geglückt. Die Mond-Landefähre Chang'e-5 hat Proben eingesammelt. Eine Rückkehrkapsel hat sie zur Erde gebracht. Nun warten Wissenschaftler darauf, sie auszuwerten.
Die Rückkehrkapsel der Chang'e 5-Raumsonde mit Proben vom Mond ist  in der Steppe der Inneren Mongolei gelandet.

Das Wichtigste zum Thema Chang’e-5

  • Auftrag ausgeführt: Die Sonde hat 1731 g Mondgestein zur Erde gebracht - der bisher größte Erfolg er chinesischen Raumfahrt.

  • Zuvor hatte die chinesische Landefähre Chang’e-5 hat erfolgreich auf dem Mond aufgesetzt. Dort sammelte der unbemannte Roboter Bodenproben gesammelt.

  • Meisterleistung in Etappen: Nach der Probennahme war die Sonde wieder gestartet. In der Mondumlaufbahn übergab sie die Proben an ein Raumschiff, das den Staub zur Erde brachte. In einer feuerfesten Rückkehrkapsel trat die wertvolle Fracht in die Atmosphäre ein und landete in Nordchina.

  • Das vulkanische Gestein soll das jüngste Material sein, das jemals vom Mond gewonnen wurde – 1 Milliarde Jahre jünger als alle anderen bisher gesammelten Proben.

  • Es ist der erste Versuch, Mondmaterial zur Erde zu transportieren, seit die sowjetische Landesonde Luna 24 im Jahr 1976 das vorerst letzte Mal Mondgestein mitbrachte.

Der Moment, auf den China gewartet hat

Der große Moment: Chinesische Wissenschaftler ziehen den Probenbehälter aus der Rückkehrkapsel von Chang'e 5

Chinas Raumfahrt will hoch hinaus

  • ⛱️🌴

    China startet seine Mondmissionen von der weit im Süden gelegenen Insel Hainan. Raketen bekommen dort noch den Schwung der Erdumdrehung mit auf den Weg, das spart Treibstoff. Viele Chinesen kennen das warme Hainan als Urlaubsinsel.

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    Die Sonde "parkt" im Ozean der Stürme, so heißt das Landegebiet ("Oceanus Procellarum"). In der Nähe liegt des Vulkangebirge Mons Rümker, das nach dem deutschen Astronom Carl Rümker benannt ist.

  • 🌑

    Der bislang spektakulärste Mond-Coup gelang den Chinesen 2019, als die Vorgänger-Sonde Chang’e-4 auf der erdabgewandten Seite des Monds landete. Das gilt als anspruchsvoll, weil die Bodenstation dann keinen direkten Funkkontakt zur Landesonde hat.

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    Der Plan: In den 2030er Jahren sollen auch Taikonauten zum Mond fliegen (der chinesische Begriff für Astronaut). Fernziel ist eine Forschungsstation am Mond-Südpol.

Die "Mondgöttin" ist gelandet

Chang'e-5 nach dem Aufsetzen auf den Bildschirmen des Kontrollzentrums. Chang'e ist das chinesische Wort für "Mondgöttin".

Das Lande-Manöver in Detail

Facts für Raumfahrt-Hardcore-Fans

  • Das über 8 Tonnen schwere Raumfahrzeug besteht aus 4 Teilen: Eine Landefähre, eine Rakete für die Rückkehr in die Mondumlaufbahn, ein Orbiter, an den die Proben für die Reise zurück zur Erde übergeben werden, und eine Kapsel, mit der die Proben auf der Erde landen.

  • Chang’e-5 ist am 23. November mit einer Schwerlast-Rakete LangerMarsch-5 gestartet. Die Sonde brauchte 112 Stunden, um zum Mond zu gelangen. Dort schwenkte sie in eine Umlaufbahn ein, bevor sie zur Oberfläche abstieg.

  • Lange Vorbereitung: 2004 war offizieller Beginn des Mondprogramms, die erste Mondmission startete 2007. Seither sind 7 Missionen zum Mond geflogen, alle waren erfolgreich.

Die Landung im chinesischen TV

Die Chinesen sind sehr stolz auf ihre Raumfahrt-Missionen zum Mond. Viele filmten die Landung vom Fernseher ab und stellten sie ins Internet.

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Veröffentlicht: 04.12.2020 / Autor: Peter Schneider