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Eigene GIFs für Instagram, WhatsApp und Co. erstellen: So geht's

Sie sind beliebt, vielfältig und werden auf Social-Media-Plattformen millionenfach verwendet: animierte GIFs. Wir zeigen dir, wie du deine eigenen GIFs erstellst - und wie sie auf Instagram, WhatsApp und Co. landen.
Teaserbild: Eigene GIFs für Instagram, WhatsApp und Co. erstellen: So geht's

1. GIFs filmen

Deine GIFs brauchen einen transparenten Hintergrund - keinen weißen oder farbigen. Am besten nimmst du deine Sequenzen also vor einem Green-Screen auf, der gleichmäßig beleuchtet wird, sodass es keine Farb-Unterschiede gibt.

Wer den nicht zu Hause hat, kann entweder selbst einen aus Pappe oder einem Leintuch basteln oder auch einen gleichmäßig schwarzen Hintergrund wählen.

Am besten stellst du deine Kamera hochkant auf ein Stativ. Sollte das nicht möglich sein, kannst du auch dein Handy nehmen. Das solltest du aber so ruhig wie möglich halten.

2. Das Video in ein GIF verwandeln

Hier gibt es 2 Varianten. Zuerst die einfachere, für die du kein Schnittprogramm brauchst.

Video online verwandeln

Be dieser Variante brauchst du keine Software, sondern nur eine Internet-Verbindung.

  1. Öffne deinen Browser und gehe zu ezgif.com.
  2. Klicke auf "Video to GIF".


    Auf ezgif.com kannst du online dein Video in ein GIF umwandeln.
    © Screenshot: ezgif.com

  3. Wähle deine Video-Datei aus und lade sie hoch.
  4. Gehe unter "Convert to GIF" auf "Effects". Scrolle etwas nach unten und klicke bei "Replace color with transparency" auf die Farbe, die dein Hintergrund im Video hat.
  5. Klicke auf "Apply selected" und schon wird dein Video zu einem GIF umgewandelt. Tippe auf "Save", um dein GIF herunterzuladen.

Die professionelle Variante:

  1. Lade das gedrehte Video in ein Schnittprogramm. Wir haben Adobe Premiere Pro verwendet. Es geht aber mit allen gängigen Schnittprogrammen.
  2. Clip dir die richtige Stelle heraus und ziehe diese in deine Timeline.


    So ziehst du deinen Clip in deine Timeline.
    © Screenshot: Adobe Premiere Pro

  3. Suche nach dem Effekt "Ultra Key" im Effekt Panel. Dieser müsste eigentlich zu sehen sein. Falls nicht, musst du ihn aktivieren. Gehe oben auf "Fenster" und mach einen Haken bei "Effekte".

    Jetzt brauchst du den Effekt "Ultra Key".


    Jetzt brauchst du den Effekt "Ultra Key".
    © Screenshot: Adobe Premiere Pro

  4. Den Effekt ziehst du dann per Drag & Drop einfach auf deinen Clip in der Timeline.
  5. Dann gehst du in deine "Effekt-Einstellungen" und nimmst das Pipetten-Tool, das unter dem Effekt "Ultra Key" zu sehen ist. Damit wählst du den grünen Hintergrund in deinem Video aus.

    Mit der Pipette wählst du den Hintergrund in deinem Video aus.


    Mit der Pipette wählst du den Hintergrund in deinem Video aus.
    © Screenshot Adobe Premiere Pro

  6. Der Hintergrund müsste jetzt so gut wie weg sein. Wenn nicht, probiere verschiedene Einstellungen unter "Maskengenerierung" aus. Das geht übrigens nicht nur mit grün. Es ist aber die beste Farbe dafür.
  7. Wenn der Hintergrund entfernt ist, exportiere den Clip mit den folgenden Einstellungen:

    Mit diesen Einstellungen exportierst du den Clip.


    Mit diesen Einstellungen exportierst du den Clip.
    © Screenshot: Adobe Premiere Pro

  8. Lade den fertigen Clip in Photoshop. Gehe dann auf "Datei" > "Exportieren" > "Für Web speichern".

    Für Web speichern.


    Von Photoshop aus speicherst du den Clip für Web.
    © Screenshot: Adobe Premiere Pro

  9. Stelle dort folgende Einstellungen ein. Wichtig ist, dass du unten bei Prozent die Größe des Bildes verringerst. Dann laden deine GIFs in Instagram und Co. schneller.

    Dann GIF lädt viel schneller, wenn es kleiner ist.


    Das GIF lädt viel schneller, wenn es kleiner ist.
    © Adobe Premiere Pro

  10. Exportiere das GIF und lade es hoch!

3. Brand Account bei GIPHY anlegen

GIFs sind überall in den modernen Kommunikations-Medien vertreten. Instagram, WhatsApp, Facebook, Twitter und Co. beziehen die GIF-Sticker von der Plattform GIPHY. Wenn du deine eigenen GIFs dort finden möchtest, brauchst du einen sogenannten "Brand Account" bei GIPHY.

In 4 Schritten zum Brand Account

  1. Beantrage den Account direkt über GIPHY.
  2. Lade 5 bereits erstellte GIFs von dir hoch und füge passende Hashtags hinzu, unter denen du die GIFs später finden möchtest.

    Um einen Brand Account bei GIPHY zu erstellen, brauchst du 5 eigene GIFs.


    Um einen Brand Account bei GIPHY zu erstellen, brauchst du 5 eigene GIFs.

  3. Fülle alle Felder aus. Die Verifizierung sollte problemlos klappen, wenn du ein eigenes Unternehmen oder einen Blog hast. Achte darauf, dass dein Benutzername dem Namen des Unternehmens oder des Blogs entspricht. Die Email-Adresse muss eine Firmen-Domain beinhalten. Solltest du das nicht haben, könnte es helfen, vorab GIFs an ein paar Freunde zu schicken, die darauf klicken.
  4. Abwarten. Du bekommst eine E-Mail von GIPHY, sobald dein Brand Account verifiziert ist. Das kann bis zu 2 Wochen dauern, aber auch schon innerhalb einer Stunde geschehen. Ab dem Zeitpunkt der Freischaltung sind deine hochgeladenen GIFs auch auf Instagram und Co. zu finden.

Tipps & Tricks für deine eigenen GIFs

  • #️⃣

    Die richtigen Hashtags setzen: Für große Reichweite solltest du Hashtags nutzen, die von den Nutzern oft gesucht werden, wie zum Beispiel: "lol" oder "happy". Da ist aber die Konkurrenz entsprechend stark. Es hilft, genau zu überlegen, in welchen Situationen dein GIF passen könnte. Keine Sorge: Du kannst die Hashtags bei GIPHY jederzeit ändern oder erweitern.

  • 🤏

    Passe den Bildausschnitt an: GIFs, die zu viel Leerraum haben, erscheinen in der Nutzung sehr klein.

  • Verwende nur voll ausgefüllte Pixel - oder lass Pixel frei: Ist die Farbe beispielsweise auf 80 Prozent Transparenz gestellt, lehnt GIPHY die GIFs ab.

  • 🖐

    Weniger ist mehr: GIPHY selbst empfiehlt eher wenige Animations-Schritte (Frames) zu wählen. 5 Frames etwa reichen für die meisten Animationen schon aus.

3 Facts über GIFs

  • 🤓

    "GIF" ist die Abkürzung für Graphics Interchange Format. Es verknüpft mehrere Einzelbilder zu einem animierten Bild. Alternativ oder ergänzend werden kurze Video-Sequenzen genutzt.

  • 🤓

    Im Vergleich zu anderen Online-Videos haben GIFs eine niedrigere Auflösung und eine geringere Bildrate. Der Vorteil: Ihre Dateigröße ist vergleichsweise klein, und sie können schnell und einfach geteilt werden.

  • 🤓

    GIFs sind beliebt: Die Datenbank GIPHY zum Beispiel verzeichnet nach eigenen Angaben mehr als 500 Millionen aktive Nutzer täglich.

Mach mit beim Videospiele-GIF-Quiz

Veröffentlicht: 08.01.2021 / Autor: Viviane Osswald