Der Hyperloop wurde zum weltweit ersten Mal unter Realbedingungen getestet
via Facebook/Mark Ovenden

Der Hyperloop wurde zum weltweit ersten Mal unter Realbedingungen getestet

vor 5 Monaten

Das Transportunternehmen Hyperloop One hat den weltweit ersten Test des kompletten Hyperloop-Systems unter Realbedingungen durchgeführt – und zwar erfolgreich. Das ist ein weiterer Meilenstein hin zum nachhaltigen und schnellen Transport der Zukunft.

Update vom 13. Juli 2017

Gestern war es soweit: Hyperloop One gab mit einem Monat Verzögerung bekannt, dass der erste vollständige Testlauf der Transporttechnologie geglückt sei. Er fand schon im Mai auf der Teststrecke DevLoop in der Wüste Nevadas statt und dauerte 5,3 Sekunden. Die Technologie wurde dort schon zuvor getestet. Allerdings gab es noch nie einen so umfassenden Test des Hyperloop-Systems, der in Originalgröße und im Vakuum-Tunnel stattfand. So sah das Ganze aus:

Für alle, die sich für den genauen Ablauf und die emotionale Reaktion der Mitarbeiter interessieren, veröffentlichte Hyperloop One ein besonders ausführliches Video. Hier könnt ihr hautnah dabei sein:

Das Testgerät erreichte auf den Magnetschienen eine Geschwindigkeit von etwa 110 Kilometern pro Stunde. Das ist zwar noch weit weg von den geplanten 1.220 Stundenkilometern, aber dennoch ein großer Erfolg. Mit diesem Testlauf schließt das Unternehmen nämlich die erste Phase ihres Testprogramms ab. In der nächsten soll der Hyperloop es auf 400 Kilometer pro Stunde bringen – und das noch dieses Jahr.

Nicht nur an der Geschwindigkeit muss noch gefeilt werden: Der Testschlitten beförderte noch nicht die endgültige Transportkapsel. Aber er bewies, dass die eingesetzte Technologie auf jeden Fall funktioniert.

Übrigens gab das Unternehmen vor wenigen Tagen geplante Routen bekannt, darunter auch eine fast 2.000 Kilometer lange Strecke in Deutschland. Wir freuen uns schon auf die nächsten guten Nachrichten und darauf, dass es hoffentlich bald soweit ist:

Original vom 13. März 2017: Das sind die ersten Bilder des Hyperloops in der Wüste Nevadas

Schon seit einigen Jahren kommen wir der Traumvorstellung vom Transport mit unfassbaren Geschwindigkeiten näher. Noch in diesem Jahr wird es so weit sein, dass wir beim Test der weltweit ersten Hyperloop-Strecke mit 1.220 Stundenkilometern zusehen können.

Aber der Reihe nach: Ein Hyperloop ist ein Hochgeschwindigkeitstransportsystem, das durch Solarenergie betrieben wird und kleine Kapseln in einer schmalen Röhre auf den Weg schickt. Damit sollen Geschwindigkeiten von bis zu 1.220 Stundenkilometern erreicht werden. Eine unfassbar schnelle Möglichkeit, Personen und Güter von einem Ort zum anderen zu befördern.

Bisher gibt es so ein System noch nicht, aber Unternehmen, die sich daran probieren. Vor allem, seit Elon Musk 2012 seine Vision eines Hyperloops vorgestellt hat. Eines der Unternehmen ist Hyperloop One, das gerade dabei ist, eine Teststrecke in der Wüste von Nevada zu bauen.

Bereits vergangenes Jahr gab es einen ersten öffentlichen Test des Motors, jetzt wird tatsächlich die Röhre gebaut. Auf 500 Metern steht sie bereits, bis Ende 2017 sollen es drei Kilometer werden. Und nun hat das Unternehmen erste Bilder von der über eine Million Kilogramm schweren Anlage, die DevLoop heißt, veröffentlicht. Noch dieses Jahr sollen die Testläufe starten, auch, wenn erstmal keine Personen befördert werden. Zu gefährlich wäre das.

Musks Plan war es ursprünglich, verkehrsreiche Städte wie Los Angeles und San Francisco miteinander zu verbinden. Das wird wohl erstmal nicht passieren. Stattdessen ist der Plan von Hyperloop One, die Transitbahn in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu bauen. Sie soll Dubai und Abu Dhabi miteinander verbinden. Bisher braucht man für die 159 Kilometer lange Strecke etwa zwei Stunden mit dem Auto. Mit Hyperloop wären es nur noch zwölf Minuten. Eine irre Vorstellung.

So könnte dann irgendwann mal die ganze Welt aussehen, wenn es überall Hyperloop-Verbindungen gäbe:

Theoretisch könnte die Strecke in den VAE 2020 fertig sein. Zunächst braucht es aber erfolgreiche Tests, die beweisen, dass solche Geschwindigkeiten zu erreichen sind – und natürlich die Sicherheit der Passagiere gewährleistet werden kann.

Ein weiteres Problem: Das Projekt muss sich irgendwie refinanzieren. Die Umsetzung soll 4,8 Milliarden US-Dollar kosten, also 30 Millionen US-Dollar pro Kilometer. Aber zunächst warten wir die Testläufe ab. Wir sind gespannt.

Elon Musk beschäftigt sich mittlerweile mit Tunneln, die er durch LA bohren will. Auf die Frage, ob er Tunnel und Hyperloop kombinieren will, hat er auch schon eine Antwort parat:

Momentan hat Elon Musk aber auch noch ein ganz anderes Ziel: zum Mond. Wie er das anstellen will, erklären wir dir hier:

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