LEGO feiert mit seinen neuen Figuren die Frauen der NASA
via Flickr/Maia Weinstock/CC BY-NC-ND 2.0

LEGO feiert mit seinen neuen Figuren die Frauen der NASA

vor 9 Monaten

Die nächste Reihe LEGO-Figuren wird nicht nur Kinder-, sondern auch die Herzen aller Weltraumfans höher schlagen lassen. Zwar gibt es schon einige Bausätze im NASA-Style, das kommende stellt aber zum ersten Mal die Frauen in den Mittelpunkt.

Denn die sind nicht nur bei der NASA, sondern generell im All noch ziemlich selten. Die erste Frau war die Russin Walentina Wladimirowna Tereschkowa, die 1963 die Erde in einer Kapsel umkreiste. Insgesamt gab es schon fast 900 Besucher im All, aber nur jeder zehnte war weiblich.

Diesen wenigen, mutigen Frauen widmet LEGO nun den neuen Bausatz, der Ende 2017 oder Anfang 2018 ausgeliefert werden soll. Insgesamt wird es fünf Figuren von weiblichen NASA-Wissenschaftlerinnen geben.

Vergangenes Jahr konnten Vorschläge für neue Figuren eingereicht werden und diese Idee wird nun umgesetzt. Sie kam von Maia Weinstock, Redakteurin der MIT News.

Das sind die fünf Frauen, mit denen Kinder und LEGO-Fans jeden Alters bald spielen können: Softwareentwicklerin Magaret Hamilton, Mathematikerin Katherine Johnson, Astronomin Nancy Roman und die beiden Astronautinnen Sally Ride und Mae Jemison.

In der Forschung hatten es Frauen in der Vergangenheit nicht leicht. In den USA waren 2011 nur 24 Prozent aller Berufe in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) von Frauen besetzt. Oft arbeiteten sie eher im Hintergrund – auch bei der NASA. Genau davon handelt aktuell der Film Hidden Figures, der die Geschichte von drei afroamerikanischen Mathematikerinnen (darunter Katherine Johnson) erzählt, die maßgeblich am Mercury– und Apollo-Programm der NASA beteiligt waren.

Zwar gibt es schon Prototypen, die finalen Figuren werden aber derzeit noch mit der NASA abgestimmt.

Und während die NASA schon ihre Heldinnen als LEGO-Figuren feiern kann, haben wir es in Deutschland noch nicht einmal geschafft, eine Deutsche ins All zu schicken (im Vergleich: es waren elf Männer). Das soll sich ändern. Denn eine private Initiative aus Bremen will bis 2020 eine Frau zur ISS entsenden. Jetzt stehen die sechs Finalistinnen fest. Das Problem: Das Projekt kostet viel Geld, das unter anderem über Crowdfunding gesammelt werden soll.

In den folgenden Monaten treten diese sechs Frauen zwischen 30 und 40 Jahren in weiteren Tests gegeneinander an, bis nur noch zwei übrig sind. Beide werden ausgebildet, aber nur eine darf dann wirklich starten. Einmal im All, wird sie an verschiedenen, wissenschaftlichen Untersuchungen teilnehmen. Denn es soll herausgefunden werden, wie sich der Weltraumaufenthalt auf den weiblichen Körper auswirkt. Die Ergebnisse sollen zukünftigen Mars-Missionen zu Gute kommen.

Insgesamt soll der Trip ins All über 30 Millionen Euro kosten. Teile davon werden über Crowdfunding gesammelt – hier kannst du spenden.

Erst vergangene Woche brachte uns aber eine ganz andere Meldung der NASA aus dem Häuschen: Die US-Raumfahrtbehörde hat sieben erdähnliche Planeten entdeckt. Was das für uns bedeutet und ob wir bald umziehen werden, erfährst du hier:

Facebook WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen: