Das Rätselraten um das mysteriöse Tunguska-Ereignis geht weiter
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Das Rätselraten um das mysteriöse Tunguska-Ereignis geht weiter

vor 6 Tagen

Ab Montag, 04. Dezember gibt es eine neue Galileo-Rubrik: Galileo What The Fakt. Dort nehmen wir krasse WTF-Momente und erklären euch die Fakten dahinter. Immer 20 Uhr geht’s auf ProSieben los und den ganzen Tag gibt’s spannende Fakten und skurrile Geschichten auf unserer Facebook-Seite.strong>

Das sogenannte Tunguska-Ereignis trug sich am 30. Juni 1908 zu. Damals erschütterten heftige Explosionen in der Nähe des Flusses Steinige Tunguska in Sibirien die Erde – und bis heute weiß niemand genau, was damals passierte. Dieses Ereignis ist eines der größten ungeklärten Rätsel des 20. Jahrhunderts.

Die wahrscheinlichste Theorie: Die gigantische Explosion, die auf einem Gebiet von über 2.000 Quadratkilometern rund 60 Millionen Bäume umgeknickt hatte, wurde von einem Meteor verursacht.

Laut einer italienischen Forschergruppe unter Leitung des Meeresgeologen Luca Gasperini könnte damals ein Meteor nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre explodiert sein und eine riesige Druckwelle erzeugt haben, während ein Bruchstück auf der Erde aufschlug und einen Krater hinterließ. Die Forscher gehen davon aus, dass sich dieser Krater mit Regenwasser füllte und zum Tscheko-See wurde, der circa acht Kilometer nördlich des Epizentrums zu finden ist. Aber eine neue Analyse russischer Geologen scheint diese Theorie nun zu entkräften.

Waldschäden durch das Tunguska-Ereignis (Foto aus dem Jahr 1927)

Tunguska-Ereignis
Waldschäden durch das Tunguska-Ereignis (Foto aus dem Jahr 1927)
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Wie die Siberian Times berichtet, haben die Geologen von der Russian Academy of Sciences den Tscheko-See untersucht und geochemische und biochemische Analysen durchgeführt. Das Ergebnis: Das Alter der Proben wurde auf 280 Jahre geschätzt. Mit anderen Worten: Der See wäre demnach älter als das Tunguska-Ereignis. Die Theorie der italienischen Forscher zur Entstehung des Tscheko-Sees scheint also nicht zu stimmen.

Und das führt zu weiteren Fragen: Was geschah wirklich am 30. Juni 1908? Und wie ist der Tscheko-See nun entstanden?

Es ist auch ziemlich ungewöhnlich, dass es sich hier um die größte Explosion handelt, die jemals dokumentiert wurde (sie entsprach ungefähr der Wucht von 185 Hiroshima-Bomben) und trotzdem gab es anscheinend keine Todesopfer. Dieser Umstand führte zu anderen Theorien: Von Vulkanausbrüchen, über Eiskometen, bis hin zu Schwarzen Löchern und Aliens ist alles dabei. Nur leider keine unwiderlegbare Erklärung für das, was vor 109 Jahren wirklich für die mysteriöse Tunguska-Explosion verantwortlich war.

Übrigens taucht das Tunguska-Ereignis immer wieder in verschiedenen Medien auf. Beispielsweise in der TV-Serie „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“, im Fantasyroman „Die Insel der besonderen Kinder“ oder im Videospiel „Geheimakte Tunguska“.

Um diese Jahreszeit kann es in Deutschland oft richtig kalt werden. Doch das ist nichts im Vergleich zu den Temperaturen in Sibirien: Hier müssen die Menschen täglich darum kämpfen, sich warmzuhalten. Wir haben eine tapfere Familie getroffen.

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