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Dating im Tierreich

Anknabbern, abtanzen, Häusle bauen: So verrückt flirten Tiere

Eigentlich geht´s nur ums eine: Sex! Doch bis sich Tiere fortpflanzen, legen sich die Männchen für ihre Zukünftige ganz schön ins Zeug.
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Das Wichtigste zum Thema Partnerwahl im Tierreich

  • Farben, Tänze, Düfte, Geschenke oder Kämpfe mit den Nebenbuhlern: Männchen versuchen mit aufwendigem Balzverhalten Weibchen zu überzeugen.

  • Weibchen setzen auf Qualität und wählen "den Besten" aus, die meisten Männchen verhalten sich polygam, paaren sich also mit mehreren Weibchen.

  • Das Ziel jeder Paarung? Möglichst viele Nachkommen mit bestmöglicher Erbinformation zu zeugen beziehungsweise zu gebären.

Statt Tinder: So machen Tier-Männchen auf sich aufmerksam

Dieser Vogel stiehlt für seine Liebste

Der Seidenlaubenvogel baut ein Nest und schmückt den Vorplatz ausschließlich mit blauem Diebesgut wie Papierschnipsel, Kronkorken und Zahnbürsten.

Zu viele Verehrer? So findet Frau Frosch den Richtigen

So paart sich der Laubfrosch. Cocktailparty-Effekt


Noise Cancelling im Tierreich? Was bei Kopfhörern funktioniert hilft auch Frau Laubfrosch.
© Getty Images

Wenn der amerikanische Laubfrosch quakt, quaken auch andere Arten um die Wette. Das Resultat: ein lautstarkes Durcheinander.

Um die richtigen Paarungsrufe zu erkennen, filtert das Weibchen den Lärm mit seiner Lunge:  "Dieser Mechanismus funktioniert ähnlich wie die aktive Geräuschunterdrückung bei Kopfhörern", erklärt Biologe Mark Bee in einer Studie.

Bei uns Menschen nennt man das übrigens "Cocktail-Party-Effekt": Trotz Lärm, zum Beispiel auf einer Party oder einem Konzert,  können wir unserem Gesprächspartner folgen.

Enthaltsam, treu oder homosexuell: So funktionieren Beziehungen im Tierreich

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    Die Blaumeise zieht zwar mit einem festen Partner ihre Jungen auf, geht aber heimlich fremd.

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    Bis zu 50 Jahre bleiben Albatrosse zusammen und gehören somit zu den treuesten Tieren.

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    Eine Beziehung gibt´s bei Gottesanbeterinnen nicht: Sie verspeisen die Männchen nach dem Liebesakt. Übrigens gilt das auch für einige Spinnen-Arten.

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    Die mikroskopisch kleinen Rädertierchen brauchen keinen Partner. Sie pflanzen sich meist mittels Parthenogenese fort, das bedeutet, die Eizelle kann sich unbefruchtet entwickeln.

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    Bonobo-Weibchen haben auch gleichgeschlechtlichen Sex, der sich positiv auf das Sozialleben der Gruppe auswirkt.

"Wie die Karnickel" - Stimmt die Redewendung?

Wie die Karnickel- warum sagt man das?


"Wie die Karnickel"! Was ist dran an der Redewendung?
© Getty Images

"Die vermehren sich wie die Karnickel" bedeutet umgangssprachlich permanent Sex und viel Nachwuchs. Doch ist das bei Hasen tatsächlich so? Ja!

Das liegt nicht nur an einer hohen Sex-Frequenz, sondern auch an biologischen Besonderheiten. 

Denn ein Weibchen bekommt nicht nur 1-Mal im Jahr Junge, sondern hat bis zu 7 Würfe (Kaninchen),  pro Wurf werden 5 bis 10 Baby-Häschen geboren.

Die fruchtbaren Tage sind nicht wie bei den meisten Säugetiere zeitlich stark begrenzt, sondern es wechseln sich 2 unfruchtbare mit bis zu 10 fruchtbaren Tagen ab.

Zudem haben die Weibchen einen sogenannten "Uterus Duplex", 2 Gebärmütter mit je 1 Muttermund. Das heißt: Schon kurz vor der Geburt eines Wurfs, kann Frau Hase wieder schwanger werden.

Veröffentlicht: 13.06.2021 / Autor: Anna Kaltenhauser