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Spinnennetz mit Spinne

Haarige Frage: Warum bleiben Spinnen nicht in ihrem Netz kleben?

Die Beute bleibt im Netz kleben, die Spinne selbst nicht. Wieso? Das erfährst du hier. Außerdem verraten wir dir, warum Spinnenseide ein wahrer Wunderfaden ist - und was es mit dem "Web Shooter" von Spider-Man auf sich hat.
Haarige Frage: Warum bleiben Spinnen nicht in ihrem Netz kleben?
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Warum Spinnen in ihrem Netz nicht kleben bleiben

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    Spinnen bauen Netze, um Beute zu fangen. Die Fäden bestehen aus Spinnenseide, die die Krabbler über ihre Spinnwarzen am Hinterleib ausscheiden. Die von außen nach innen verlaufenden Quer-Fäden werden mit "Leim-Tröpfchen" versehen, so dass Insekten daran hängenbleiben.

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    Die Speichen- und Rahmen-Fäden dagegen, die das Gerüst des Netzes bilden, sind nicht klebrig. Auf ihnen kann sich die Spinne selbst gefahrlos fortbewegen. Manche der größten Spinnenarten kommen sogar ganz ohne Netze aus.

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    Falls die "Hausherrin" mal eine klebrige Stelle berührt, ist sie gleich zweifach gewappnet: Die Härchen an ihren Füßen (Setae genannt) minimieren den Kontakt mit dem Untergrund. Zudem sind sie mit einer öligen Substanz beschichtet, an der der Klebstoff abperlt.

Spinnenseide: Der "Wunderfaden" hat viel Potential

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    Dünner als ein Haar, aber extrem stark: Spinnenseide (bezogen auf ihr Gewicht) ist viermal so belastbar wie Stahl. Und man kann sie auf die dreifache Länge dehnen, ohne dass sie zerreißt.

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    Die Medizin setzt auf das "Bio-Material der Zukunft". Es soll beispielsweise dazu dienen, Blutungen zu stillen oder geschädigte Nerven zu reparieren. Schon in der Antike wurde Spinnenseide zur Behandlung von Wunden genutzt.

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    Die Medizinische Hochschule Hannover betreibt ein Spider Silk Laboratory. Dort "melken" die Forschenden ihre Radnetz-Spinnen regelmäßig und erhalten so im Schnitt rund 200 Meter Faden pro Vorgang.

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    Interessant ist Spinnenseide auch für die Technik. Künftig könnte sie bei der Herstellung von federleichten Flugzeug-Komponenten oder intelligenten Textilien verwendet werden.

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    In Polynesien setzen Fischer die heimischen Spinnen in Bambus-Rahmen und lassen sie bis zu sechs Quadratmeter große Netze weben. Daraus entstehen dann Kescher für den Fischfang.

Spinnenseide: So wird das stärkste Material der Welt hergestellt

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Es klingt wie aus dem Superhelden-Klassiker Spiderman: Ziegen wurde ein Spinnen-Gen eingesetzt. Die Folge: Aus der Ziegenmilch kann ein Wissenschaftler jetzt eines der stärksten Materialien der Welt herstellen. Doch kann das wirklich sein?

Spider-Man: Das Geheimnis seiner Seide

Seinen "Web Shooter" trägt Spider-Man am Handgelenk: Mit dem Gadget erzeugt der Comic- und Filmheld weiße Fäden, an denen er durch die Häuser-Schluchten von New York schwingt. Und nicht nur das, bei Bedarf kann er auch Netze herausschießen, um Gegner darin einzuspinnen.

Doch wie kann es sein, dass Spider-Mans Seide derart elastisch und reißfest zugleich ist? Mit dieser Frage haben sich Forschende vom Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle beschäftigt.

Die Erkenntnis: Die erstaunlichen Eigenschaften von Spinnenfäden lassen sich noch weiter verbessern, wenn ihnen Metalle wie Zink, Titan oder Aluminium in geringsten Mengen beigefügt werden. Ein so behandelter Faden kann dreimal mehr Gewicht tragen. Und er kann zehnmal mehr Energie auffangen, bevor er reißt.

So funktioniert der "Web Shooter" von Spider-Man

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Veröffentlicht: 15.11.2022 / Autorin: Heike Predikant