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Schnabeltier

Schnabeltiere: Steckbrief und Besonderheiten der eierlegenden Säugetiere

Schnabeltiere leben seit zig Millionen Jahren in Australien und Tasmanien. Du erkennst die niedlichen eierlegenden Säugetiere an ihrem Biber-Schwanz und Enten-Schnabel. Aber wusstest du, dass sie giftig sind? Mehr spannende Fakten zu den mysteriösen Tieren findest du hier. Im Video: Darum ist Australien das giftigste Land der Welt.
Schnabeltiere: Steckbrief und Besonderheiten der eierlegenden Säugetiere
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Schnabeltier: Steckbrief zum eierlegenden Säugetier

  • Verbreitung: Schnabeltiere gibt es im Osten Australiens und in Tasmanien. Lange wurden sie wegen ihres dichten Felles gejagt. Heute ist die Zerstörung ihres Lebensraums ein großes Problem. Nur noch 50.000 Tiere gibt es laut Weltnaturschutzunion (IUCN).

  • Lebensraum: Schnabeltiere verbringen die meiste Zeit in Bächen, Flüssen und Seen. Ansonsten ziehen sie sich in ihren Erdbau direkt am Ufer zurück.

  • Größe, Gewicht und Alter: Die eierlegenden Säugetiere können bis zu 55 Zentimeter (mit Schwanz) lang, 2,4 Kilogramm schwer und 15 bis 20 Jahre alt werden.

  • Nahrung: Schnabeltiere sind Fleischfresser. Sie lieben Krabben, Schnecken, Krebse, kleine Fische, Würmer und Insektenlarven.

  • Feinde: Schnabeltiere stehen auf dem Speiseplan von Greifvögeln, Waranen, Pythons, Dorschen, Krokodilen und Füchsen.

  • Nachtaktive Einzelgänger: Nur in der Nacht und Dämmerung sind die mysteriösen Tiere unterwegs - und das immer allein. Lediglich zur Paarung kommen sie sich näher.

Schnabeltiere: Merkmale und Besonderheiten

  • Schnabeltiere, auch Platypus genannt, erinnern etwas an einen Biber mit Enten-Schnabel. Ihre Besonderheit: Es sind eierlegende Säugetiere. Die Kleinen schlüpfen also aus Eiern und trinken dann Muttermilch
  • Sie besitzen Paddelfüße mit Krallen, die an die eines Bären erinnern.
  • Die Ausscheidungs- und Geschlechtsorgane münden bei Schnabeltieren in eine Öffnung: die "Kloake". Sie gehören daher zu den Kloakentieren, von denen es 5 Arten gibt: 4 Ameisenigel-Arten und das Schnabeltier. 
  • Es gilt auch als rezentes Brückentier zwischen Kriechtieren und Säugern.
  • Beim Schnabeltier werden Reptilien-Merkmale wie die Kloake oder die Tatsache, dass sie wechselwarm sind und Eier legen, mit Säugetier-Merkmalen wie Milchdrüsen und Haarkleid vereint.
  • Es wird immer skurriler: Ihrem Erbgut zur Folge sind Schnabeltiere sowohl Säugetiere als auch Reptil und Vogel.
  • Die mysteriösen Tierchen sahen schon vor 100.000 Jahren genauso aus. Daher bezeichnet man Schnabeltiere auch als "lebendes Fossil". 
  • Schnabeltiere gab es schon zu Zeiten der Dinosaurier vor rund 165 Millionen Jahren.

Fortpflanzung von Schnabeltieren: Schnabeltier-Babys schlüpfen aus Eiern

  • 👶

    Normalerweise gebären Säugetiere ihre Jungen lebendig, anders beim Schnabeltier.

  • 🥚

    Die Weibchen legen 2 bis 3 weiche, weiße Eier, die sie 10 Tage lang bebrüten.

  • 🙈

    Die 2,5 Zentimeter großen Babys schlüpfen nackt und blind.

  • 🍼

    Die Kleinen lecken dann die nahrhafte Muttermilch vom Bauch der Mutter ab. Hier befinden sich viele winzige Milchdrüsen. Zitzen gibt es keine.

Schnabeltier-Junge

Schnabeltier-Junge sind beim Schlüpfen nur so groß wie der kleine Finger. Diese beiden hier sind schon gut gewachsen.

Warum haben Schnabeltier-Männchen einen giftigen Stachel?

  • 🚨

    Männliche Schnabeltiere besitzen einen 15 Millimeter langen Giftsporn an den Hinterbeinen.

  • 💜

    Das Gift wird allerdings nur während der Paarungszeit produziert. Den Sporn nutzen die Männchen vermutlich beim Kampf um Weibchen.

  • 😳

    Das Gift ist für Menschen nicht tödlich, verursacht aber extreme Schmerzen, die Monate andauern können und selbst mit starken Schmerzmitteln kaum zu mildern sind.

  • 🐕

    Hunde sollen durch das Gift schon gestorben sein.

Schnabeltier mit Giftstachel

So sieht der Giftsporn am Hinterbein eines Schnabeltier-Männchens aus.

Auch die Schwarze Witwe lebt in Australien

🕷 Ein Biss der schwarzen Witwe soll einen Menschen töten. Aber stimmt das und ist dieses Tier auch wirklich die giftigste Spinne der Welt? Wir zeigen es dir. 

Beutefang mit geschlossenen Augen

Unter Wasser schließen Schnabeltiere Augen und Ohren. Ihre Beute - egal ob sie schwimmt, sich im Schlamm versteckt oder unter Steinen - spüren sie mithilfe ihres Schnabels auf.

Wie eine Antenne nimmt der über Rezeptoren elektrische Signale anderer Tiere wahr. Sie entstehen, wenn die Beute-Tiere ihre Muskeln anspannen.

Zudem sitzen auf dem Schnabel etliche Tastkörperchen, die Wellen-Bewegungen im Wasser aufspüren.

Ihre Beute packen sie in die Backen-Taschen. Erst nach dem Auftauchen geht es dann ans Fressen.

Schnabeltiere haben keine Zähne. Sie zermahlen die Nahrung mithilfe von Horn-Platten.

Schnabeltier beim Beutefang


Würmer gehören zur Leibspeise der Schnabeltiere.
© Getty Images

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Schnabeltierbau
Schnabeltier
Schnabeltier-Flossen
Schnabeltier

Schnabeltiere leuchten grün-blau

  • Unter ultraviolettem Licht erstrahlt das Fell der Schnabeltiere in Blau oder Grün. Es fluoresziert.

  • Und so funktioniert das: Trifft kurzwelliges, energiereiches Licht auf bestimmte Zellen der Tiere, werden diese angeregt und geben Energie in Form von Licht ab.

  • 💡

    Biofluoreszenz kommt bei verschiedenen Tieren vor - etwa bei Quallen, Fischen, Korallen, Amphibien oder Reptilien. Säugetiere fluoreszieren selten. Bekannt ist dies sonst nur bei Gleithörnchen und Opossums.

  • 🐙

    Einmal im Jahr strahlt es im Meer vor Japans Westküste. Der Grund: blau leuchtende Tintenfische. Wir erklären dir, wie und warum die Tiere das machen.

Ebenfalls ein Australier: Patrick, der Riesenwombat

Ebenfalls ein Australier: Patrick, der Riesenwombat

Patrick ist der wohl bekannteste Wombat Australiens. Das Beuteltier überragt seine Artgenossen um gut 20 Zentimeter und zählt zudem zu den ältesten Wombats.

Die häufigsten Fragen zum Schnabeltier klären wir hier

  • ⁉️

    Wo leben Schnabeltiere?

    Schnabeltiere leben im Osten Australiens und in Tasmanien. Dort verbringen sie die meiste Zeit in Bächen, Flüssen und Seen. Ansonsten ziehen sie sich in ihren Erdbau direkt am Ufer zurück.

  • ⁉️

    Wieso ist das Schnabeltier ein Säugetier?

    Schnabeltiere sind eierlegende Säugetiere, da ihre Babys aus Eiern schlüpfen und dann Muttermilch trinken.

  • ⁉️

    Wie pflanzen sich Schnabeltiere fort?

    Die Weibchen legen 2 bis 3 weiche, weiße Eier, die sie 10 Tage lang bebrüten. Wenn ihre 2,5 Zentimeter großen Babys schlüpfen, sind sie nackt und blind. Am Bauch der Mutter befinden sich viele winzige Milchdrüsen, aus der die Kleinen die nahrhafte Muttermilch trinken.

  • ⁉️

    Sind Schnabeltiere giftig?

    Männliche Schnabeltiere besitzen einen 15 Millimeter langen Giftsporn an ihren Hinterbeinen. Das Gift ist für Menschen allerdings nicht tödlich. Dennoch verursacht es extreme Schmerzen, die Monate andauern können - und Hunde sollen durch das Gift schon gestorben sein.

Veröffentlicht: 03.10.2021 / Autor: Larissa Melville