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Kluge Kraken: Was die tierischen Tarnkünstler alles können

Problemlöser, vielseitige Liebhaber, Tarnungskünstler: Du wirst staunen, wozu Kraken in der Lage sind. Außerdem stellen wir dir die berühmtesten Weichtiere der Welt vor, darunter auch einen gewieften Ausbrecher.
Kluge Kraken: Was die tierischen Tarnkünstler alles können12

Das Wichtigste zum Thema Kraken

  • Kraken gehören zur Gruppe der Achtarmigen Tintenfische. Sie besiedeln weltweit alle Meeresgewässer und tummeln sich bevorzugt in Bodennähe.

  • Die Arme werden zur Fortbewegung genutzt. Zudem dienen die mit Saugnäpfen besetzten Tentakel als Greif- und Tast-Organe, die auch bei der Jagd nach Beute zum Einsatz kommen.

  • Auf dem Speiseplan stehen Fische, Krebse, Schnecken, Muscheln. Zu den Fressfeinden der Spezies zählen Robben und Raubfische.

  • Je nach Art variiert die Größe zwischen wenigen Zentimetern und mehreren Metern. Der Pazifische Riesenkrake erreicht eine Tentakel-Spannweite von bis zu 9 Metern und bringt bis zu 270 Kilo auf die Waage.

  • Die Octopoda gelten als die intelligentesten Weichtiere - dank ihres leistungsstarken Gehirns. Hinzu kommt eine große Lernfähigkeit, die sich auch in wissenschaftlichen Versuchen zeigt.

Kluge Kraken: Was die Tiere alles draufhaben

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    Orientierung: Wenn Kraken auf Beutefang gehen, suchen sie ihre Umgebung weitläufig ab. Sind sie satt gefressen, kehren sie auf direktem Weg in ihre Höhle zurück. Beim nächsten Mal meiden sie "abgegraste" Gebiete - erinnern sich also offenbar daran, wo sie zuletzt gejagt haben.

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    Verteidigung: Bei Gefahr pressen Kraken ruckartig einen Wasserstrahl aus ihrem Hautmantel und schießen mit angelegten Armen davon. Artgenossen, die einen Tintensack besitzen, vernebeln Feinden mit einer Farbwolke die Sicht, um sich in Sicherheit zu bringen.

  • Problemlösung: Vor den Bermuda-Inseln wurde ein Krake beobachtet, der seine Höhle verließ, um Steine zu sammeln. Das Tier legte die Kiesel vor dem Unterschlupf ab und zwängte sich anschließend durch den nun wesentlich kleineren, aber deutlich besser geschützten Eingang in seine Behausung.

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    Tarnung: Kraken können an ihrem Körper farbige Punkte oder Balken erscheinen lassen - aufgrund von pigment-tragenden Zellen (Chromatophoren). Auch die Oberfläche ihrer Haut lässt sich binnen Sekunden verändern, je nach Umgebung wirkt sie dann körnig wie Kies oder gezackt wie eine Koralle.

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    Persönlichkeit: Setzt man Kraken identischen Reizen aus, berührt sie mit einer Bürste oder bietet ihnen Futter an, reagieren die Tiere unterschiedlich: einige schüchtern oder forsch, andere lethargisch oder agil.

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Das Kraken-Kamasutra

Mehr als ein Paarungs-Trieb: Das Sexualverhalten der Kraken ist vielfältig und eigenwillig. Manche liegen sich beim Akt in den Armen, manche lieben sich Maul an Maul, als würden sie sich küssen. Andere führen Balztänze auf: Dann umkreisen Weibchen und Männchen einander, winken mit den Tentakeln und lassen Farbwellen über ihre Körper laufen.

Auch die Dauer des Liebesspiels ist unterschiedlich. Einige Arten bevorzugen eine schnelle Nummer. Bei anderen Tintenfisch-Paaren können 3 Stunden vergehen, bis es zur Befruchtung kommt. Dafür nutzen die Männchen ihren dritten linken Arm. Der sogenannte Hectocotylus wird in die Mantelhöhle des Weibchens eingeführt und überträgt eine Kapsel, die mit Spermien gefüllt ist und explosionsartig aufplatzt.

Bei aller Liebe jedoch gibt es kein Happy End: Kraken können sich nur 1-mal im Leben vermehren. Einen Monat nach der Kopulation schlüpfen die Jungen und die Eltern sterben nur wenig später, da sie während der Bebrütung der Eier üblicherweise nicht fressen.

Kraken-Paarung


Anziehend: Neben Signalfarben nutzen Kraken zur Verführung auch Pheromone, chemische Lockstoffe.
© Getty Images

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Veröffentlicht: 17.01.2021 / Autor: Heike Predikant