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Hurrikan Ida

Hurrikans: Das musst du über die Mega-Stürme wissen

Die Tropenstürme treffen regelmäßig auf Nord- und Mittelamerika. Derzeit sorgt Hurrikan Ida für Chaos. Aber auch vor Europa wüteten die Wirbelstürme schon. Eine Ausnahme - oder bald die Regel? Im Clip: So entstehen Hurrikans.
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Das Wichtigste zum Thema Hurrikans

  • Hurrikan Ida fegt derzeit über den US-Bundesstaat Louisiana hinweg. 1 Million Menschen - darunter die Bevölkerung von ganz New Orleans - sind ohne Strom. Häuser sind zerstört, Straßen überschwemmt. 2005 tobte Hurrikan Katrina in der Region - bis heute eine der verheerendsten Natur-Katastrophen in den USA.

  • Hurrikans sind tropische Wirbelstürme. Sie entstehen über warmen Ozeanen bei einer Wassertemperatur von über 26,5 Grad und ziehen ihre Energie aus feucht-warmer Luft. Taifun, Zyklon und Willy Willy fallen in die gleiche Kategorie, heißen je nach Region nur anders.

  • Im Atlantik bilden sich von Juni bis Ende November vermehrt tropische Wirbelstürme. Gefahr besteht dann vor allem an den Küsten Nord- und Mittelamerikas. Beachte das bei deiner Urlaubsplanung!

  • 21 Namen in alphabetischer Reihenfolge legt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) im vorab fest. Weiblich benannte Stürme sind tödlicher als männliche. US-Forscher:innen vermuten, dass Menschen sie eher unterschätzen.

  • Hurrikans werden nicht häufiger, aber heftiger - sagen Expert:innen. Bereits jetzt kommt es um das Auge des Sturms herum zu Geschwindigkeiten zwischen 118 km/h und 300 km/h.

Mitten im Wirbelsturm: Würdest du dich hier hin trauen?

Mitten im Wirbelsturm: Würdest du dich hier hin trauen?

Sturmjäger Marco Kaschuba fährt mit seiner Kamera dahin, von wo andere flüchten: mitten in einen Hurrikan.

Wie gefährlich sind Hurrikans vor Europa für uns? Interview mit Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst

  • Rekord-Sturm Pablo entstand 2019 nur 700 km entfernt von der portugiesischen Küste. Nie zuvor bildete sich ein Hurrikan so nah an Europa. Wie kam es dazu?

  • 💬

    Hurrikans bilden sich normalerweise über warmen Ozeanen mit Wassertemperaturen über 25 Grad. Der Atlantik war im Entstehungsgebiet zwar kühler, Pablo zog seine Energie wahrscheinlich eher aus günstigen Strömungsverhältnissen in der Höhe.

  • Können uns solche Wirbelstürme auch in Deutschland gefährlich werden?

  • 💬

    Nein, wir kriegen davon nichts ab. Die Windgeschwindigkeiten von 130 km/h um das Auge des Hurrikans hielten nur kurzzeitig an. Pablo war bald nur noch ein normales Tief ohne tropische Eigenschaften. Nördlich von Spanien und Portugal ist es in Europa sehr unwahrscheinlich, dass ein Hurrikan auf Land trifft. Die Wassertemperaturen sind zu niedrig. Der Sturm schwächt sich dann auf seinem Weg ab.

  • Es gibt immer mehr Rekord-Hurrikans. Hat das was mit dem Klimawandel zu tun?

  • 💬

    Durch den Klimawandel erwärmen sich auch die Ozeane. Warmes Wasser führt Hurrikans Energie zu und kann dazu führen, dass die Stürme stärker werden und sich näher an Europas Küsten verlagern können.

Mutig oder verrückt? Pilotinnen und Piloten der US Air Force fliegen ins Auge des Sturms

US Air Force Piloten
Die "Hurrikan-Jäger" der US Air Force fliegen in Wirbelstürme, um Wetterdaten für...
Flugzeug C-130J Super Hercules
Das Flugzeug, das für die gefährliche Mission eingesetzt wird: C-130J Super Hercules.
Auge des Hurrikans aus dem Flugzeug
So sieht das Auge eines Hurrikans aus dem Cockpit aus.
Zentrum eines Hurrikans
Im Auge des Sturms ist es windstill. Hier scheint die Sonne ins Zentrum.
Fallsonde misst Wetterdaten im Hurrikan
Der Spezialist bereitet den Einsatz einer Fallsonde vor. Diese wird in den Hurrikan...
Radar liefert Hurrikan-Daten
Das Doppler-Radar an Board liefert Daten für die Hurrikan-Vorhersage.
US Air Force Piloten
Flugzeug C-130J Super Hercules
Auge des Hurrikans aus dem Flugzeug
Zentrum eines Hurrikans
Fallsonde misst Wetterdaten im Hurrikan
Radar liefert Hurrikan-Daten

Hurrikans "rasen" auf Küsten zu - stimmt das?

Da bist du sogar mit dem Fahrrad schneller! Die Wirbelstürme bewegen sich nur mit 15 bis 30 km/h fort. Gefährliche Entwicklung: Meteorolog:innen beobachten, dass Hurrikans langsamer voranziehen und manchmal sogar verharren. Dadurch fällt örtlich mehr Regen und es drohen stärkere Überschwemmungen.

So sehen Hurrikans aus dem Weltall aus.


So sehen Hurrikans aus dem Weltall aus.

Veröffentlicht: 30.08.2021 / Autor: Alena Brandt