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Hund und Katze

Können Hunde und Katzen Farben sehen?

Sind Hunde wirklich farbenblind? Und was sieht deine Katze, wenn sie dich anschaut? Wie unsere liebsten Vierbeiner ihre Umwelt wahrnehmen, erfährst du hier.
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Katzenaugen und Hundeaugen: Die wichtigsten Fakten

  • Im Gegensatz zu Hunden haben Katzenaugen schlitzförmige Pupillen. Sie können sich auf bis zu 90 Prozent der Augenfläche ausdehnen und ermöglichen es den Tieren, auch bei Nacht Licht aufzunehmen und sehr gut zu sehen.

  • Außerdem besitzen sie sogenannte multifokale Linsen, also ringförmig angeordnete Zonen mit jeweils unterschiedlichen Brechungseigenschaften. Das Licht kann so optimal gebündelt und auf die Netzhaut gelenkt werden. Es entsteht ein sehr scharfes Bild.

  • Im Vergleich zum menschlichen Auge sind Hunde- und Katzenaugen deutlich lichtempfindlicher. Das liegt mitunter am Tapetum lucidum, einem Teil der Netzhaut, der das einfallende Licht reflektiert und das Sehvermögen der Vierbeiner im Dunkeln vervielfacht.

Hunde und Katzen sind farbenblind: Stimmt das?

Zur Frage, ob Hunde und Katzen Farben sehen können oder sich doch nur mit schwarz und weiß begnügen müssen, existieren unzählige Gerüchte. Fakt ist, weder Hunde noch Katzen sind farbenblind.

Wie wir Menschen verfügen auch unsere Haustiere über Zapfen auf der Netzhaut, die für das Farbensehen verantwortlich sind - allerdings mit Einschränkungen. Während das menschliche Auge 3 Zapfentypen besitzt, müssen Hunde und Katzen mit nur 2 verschiedenen Zapfen auskommen. Entsprechend können sie ihre Umgebung nur in Blau- und Gelb-Schattierungen wahrnehmen. Rot- und Grün-Töne erkennen die Tiere hingegen nicht.

Katzen haben eine besonders hohe Anzahl von lichtempfindlichen Stäbchen auf ihrer Netzhaut. So können sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sehen.


Katzen haben eine besonders hohe Anzahl von lichtempfindlichen Stäbchen auf ihrer Netzhaut. So können sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sehen.
© picture alliance/dpa

Für die Vierbeiner ist das aber kein Problem: Vor allem Katzen werden hauptsächlich bei Dämmerung aktiv, also genau dann, wenn das Farbensehen ohnehin überflüssig ist. Beim Beutefang orientieren sie sich dann eher an der Helligkeit der Objekte.

Zudem sind unsere Fellfreunde eher kurzsichtig: Alles, was mehr als 6 Meter entfernt ist, erscheint ihnen verschwommen. Schnelle Bewegungen eines potenziellen Beutetiers hingegen können sie auf Distanzen von bis zu rund 800 Metern ausmachen.

Das tierische Gesichtsfeld ist im Vergleich zu unserem (180 Grad) extrem breit: Katzen können bis zu 220 Grad auf einmal überblicken, bei Hunden sind es bis zu 240 Grad.

Wie wirken Farben auf Hunde?

Die Farbtherapie kommt beim Menschen schon seit Jahrzehnten zum Einsatz. Aber auch auf Vierbeiner haben bestimmte Farben gewisse (Verhaltens-)Effekte. Oranges Licht hat zum Beispiel eine beruhigende Wirkung auf aufgedrehte Hunde und kann Blockaden lösen.

Hellblau dagegen ist besonders wirksam bei ängstlichen Hunden, da die Farbe die Abenteuerlust in den Vierbeinern weckt und sie dazu ermutigt, etwas Neues auszuprobieren.

Können Hunde und Katzen fernsehen?

  • 📺

    Studien belegen, dass Hunde und Katzen die Fähigkeit zum Fernsehen haben. Ob sie Serien-Fans sind, ist jedoch nicht überliefert.

  • 📢

    Hunde können Bilder auf dem TV-Screen erkennen, reagieren aber nur auf bestimmte Reize. Etwa dann, wenn andere Tiere auftauchen oder Geräusche wie Bellen oder das Quietschen von Spielzeug zu hören sind.

  • 🐕

    Generell ist Fernsehen wenig real für die Tiere. Interessant wird es für sie erst, wenn Bilder aus ihrer Perspektive - beispielsweise ihre Artgenossen - auf dem Bildschirm erscheinen.

  • 😴

    Katzen und Hunde sehen schneller als wir Menschen. Ein Fernsehbild ist für sie meist zu langsam. Um Bewegungen als kontinuierlich wahrzunehmen, benötigen die Tiere eine höhere Bildrate: eine Frequenz von 50 Hertz (50 Bilder pro Sekunde) sind hier Minimum.

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Kann sich eine Katze im Spiegel sehen?

Was Katzen im Spiegel wahrnehmen können, ist bis dato unklar und kann nicht pauschal beantwortet werden. Wer seine Samtpfote schon mal vor dem Spiegel beobachtet hat, wird bemerkt haben, dass sie in den meisten Fällen verunsichert oder überhaupt nicht reagiert.

Wissenschaftler:innen vermuten, dass die Katze durchaus etwas erkennen kann, es für sie jedoch uninteressant ist. Ein verlässlicher Gehör-, Tast- und Geruchssinn ist für sie weitaus wichtiger, um sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden.

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Veröffentlicht: 01.04.2021 / Autor: Heike Predikant