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Hochwasser Rheinland-Pfalz

Hochwasser-Katastrophe: Wie du jetzt spenden kannst

Während in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen nach den katastrophalen Überschwemmungen vielerorts die Aufräumarbeiten laufen, verursachten starke Regenfälle in Teilen Bayerns, Sachsens und Österreichs weitere Überschwemmungen. Was sind die Ursachen für das Hochwasser? Wer bezahlt die Schäden? Können wir solches Extrem-Wetter künftig vermeiden? Im Clip: das größte Sturmflutwehr der Welt.
Hochwasser-Katastrophe: Wie du jetzt spenden kannst
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Jede Hilfe zählt: So kannst du helfen

Das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen "Aktion Deutschland Hilft" und SAT.1 sammeln am Samstag, 24. Juli 2021 um 20:15 Uhr mit der Gala "Deutschland hilft. Die SAT.1-Spendengala" Spenden für die Opfer der Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Du willst schon jetzt für die Flut-Opfer spenden? Hier hast du die Möglichkeit. "Aktion Deutschland Hilft" ist mit seinen Hilfsorganisationen (insbesondere den Johannitern, den Maltesern und dem ASB) unmittelbar vor Ort, um den betroffenen Menschen zu helfen.

"Aktion Deutschland Hilft" ist mit seinen Hilfsorganisationen (insbesondere den Johannitern, den Maltesern und dem ASB) unmittelbar vor Ort, um den betroffenen Menschen zu helfen.

Welche Spenden sind sinnvoll?

Es ist die schwerste Hochwasser-Katastrophe in Deutschland seit Jahrzehnten. Die Hilfbereitschaft der Bevölkerung ist riesengroß! Neben vielen freiwilligen Helfer:innen erreichten vor allem Sachspenden die Regionen: Möbel, Kleider, Lebensmittel. Diese sind zweifellos gut gemeint, bedeuten aber aufgrund der begrenzten Kapazitäten auch eine logistische Herausforderung.

Mit Geldspenden kannst du mehr bewirken, denn: Viele Flutopfer müssen handwerkliche Fachkräfte beschäftigen, um ihre Häuser wieder bewohnbar zu machen. Trinkwasser-Leitungen sind defekt, so müssen ganze Regionen mit Frischwasser oder auch Strom versorgt werden. Hierbei kannst du mit deiner Geldspende zielgerichtet helfen.

Das Wichtigste zum Thema Hochwasser

  • Jedes Jahr kosten gewaltige Überschwemmungen Tausenden Menschen weltweit das Leben und verursachen milliardenschwere Sachschäden.

  • Grundsätzlich gehören Hochwasser zum natürlichen Wasserkreislauf. Deshalb sind sie nicht für alle Zukunft zu verhindern.

  • Eingriffe der Menschen steigern aber die Gefahr von Hochwassern. Sie greifen in den Wasserkreislauf ein, zum Beispiel durch künstliche Kanäle und dichtbesiedelte Wohnräume in Gewässernähe.

Wie kommt es zu Hochwasser?

Vereinfacht gesagt entsteht Hochwasser, wenn es zu viel Zufluss und zu wenig Abfluss von Wasser gibt. Ursachen dafür sind vor allem Stark- und Dauerregen sowie auch übermäßige Schneeschmelze, deren Wassermengen die örtlichen Bäche und Flüsse überfordern.

An zerstörerischen Hochwassern, die etwa ganze Wohnsiedlungen unbewohnbar machen, tragen wir Menschen tatsächlich selbst eine Mitschuld.

Da wir zunehmend in Gewässernahe leben und etwa durch Asphalt und Beton mehr und mehr landschaftliche Flächen "versiegeln", kann Regenwasser nicht mehr ausreichend im Boden versickern.

Regnet es sehr viel oder lange, fließt das Wasser stattdessen über Straßen oder die Kanalisation auf schnellerem Wege in die örtlichen - teils künstlich umgebauten - Gewässer. Diese können die geballten Wassermassen innerhalb kurzer Zeit nicht halten. Die Folge: Das Wasser staut sich und tritt über die Ufer.

Ein weiterer Faktor für heftige Hochwasser: der Klimawandel. Fachleute gehen davon aus, dass durch ihn Wetterextreme wie Starkregen in der Zukunft noch häufiger auftreten werden.

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Viele schlimme Folgen durch Hochwasser - aber auch positive

  • Generell sind Hochwasser natürliche Ereignisse. Je nach Region, Gesellschaft und Infrastruktur unterscheiden sich die Art und Häufigkeit von Überschwemmungen und auch die Auswirkungen.

  • Die Tier- und Pflanzenwelt profitiert zum Teil sogar von Hochwassern. Durch Dünge- und Bewässerungs-Effekte existieren und entstehen mancherorts Lebensräume, die den Wechsel von Überflutung und Austrocknung brauchen.

  • Gleichzeitig sind Überschwemmungen insbesondere für Kleintiere wie Biber auch eine Gefahr. Viele, vor allem Jungtiere, können sich nicht rechtzeitig vor den Fluten retten.

  • Menschen sind besonders in dichtbesiedelten Wohngegenden in Gewässernähe bedroht. In die Häuser dort drücken bei Hochwasser sowohl das Grundwasser als auch die Wassermengen, die sich über den "versiegelten Oberflächen" stauen.

  • Dadurch richten Hochwasser nicht zuletzt auch enorme finanzielle Schäden an. Die Aufräumarbeiten von überschwemmten Wohnhäusern, Firmengebäuden, Straßen, Ernten oder touristischen Regionen dauern meist wochenlang - manchmal bleibt nur der Abriss.

  • Durch Hungerkrisen, Trinkwassermangel oder Seuchengefahr infolge von verunreinigtem Wasser können Hochwasser außerdem zur Lebensgefahr werden.

Wo Landunter zum Lebensalltag gehört: Halligen

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Die kleinen Nordseeinseln Halligen sind es gewohnt, mit Überschwemmungen klarzukommen. Die Bewohner:innen haben ihre Tricks für den Alltag.

Wer zahlt für Hochwasser-Schäden?

Fließen die gewaltigen Wassermassen endlich ab, warten auf Betroffene immense Aufräumarbeiten. Beschädigte Autos, Häuser und Straßen müssen frei- und weggeräumt werden. Aber wer kommt für die finanziellen Schäden auf?

Dafür gibt es verschiedene Versicherungen, die sich die Risiken aufteilen. Eine allgemeingültige "Unwetter-Versicherung" gibt es hingegen nicht. Meist unterstützt auch die Politik schwer betroffene Regionen mit Hilfszahlungen.

  • Für Schäden am Haus kommt die Wohngebäude-Versicherung auf.
  • Für beschädigte Möbel oder technische Geräte ist die Hausrat-Versicherung zuständig.
  • Verletzen sich Menschen, etwa durch umherfliegende Gartenmöbel, ist die private Haftpflicht-Versicherung der Ansprechpartner.
  • Verursacht ins Gebäude eindringendes Wasser Schäden, braucht es zusätzlich eine Elementarschaden-Versicherung.
  • Bei Schäden an Fahrzeugen greift die Teil- oder Vollkaskoversicherung.

Wichtig im Notfall: den Schaden genau dokumentieren und der Versicherung melden, um das weitere Vorgehen abzusprechen.

Vorteile und Risiken von Staudämmen

Vorteile und Risiken von Staudämmen

Staudämme dienen als Wasserspeicher, schützen vor Hochwasser und liefern Ökostrom. Der größte dieser Beton-Riesen produziert so viel Energie wie 15 Atomkraftwerke!

Welche Schritte sind für die Zukunft geplant?

  • 🚧

    Häufig sind mit Maßnahmen gegen Hochwasser vor allem technische Vorrichtungen wie Staudämme gemeint. In der italienischen Lagunenstadt Venedig etwa soll "MoSE" Menschen und Gebäude schützen. In den Niederlanden probieren sie es mit schwimmenden Häusern.

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    Langfristig hilft jedoch vor allem ein effizienter Wasserrückhalt - also eine hohe Wasser-Abflussgeschwindigkeit, die einen niedrigen Wasserstand ermöglicht.

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    Dazu wichtig sind unter anderem möglichst viele "entsiegelte" Oberflächen und Stauraum-Kanäle in der Kanalisation. Außerdem sollten in Überschwemmungsgebieten keine (weiteren) Häuser gebaut werden. Dafür setzt sich unter anderem der Worldwide Fund for Nature (WWF) ein.

  • 🤝

    Daten, Erfahrungen, Ausrüstung: Hochwasserschutz sollte grundsätzlich überregional organisiert sein. Die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) etwa hat dazu Handlungsempfehlungen gesammelt.

  • 🙂

    Insgesamt spielen für einen effektiven Hochwasserschutz also nicht nur technische Fragen eine Rolle. Beachtet werden müssen auch gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Auswirkungen. Die Umsiedlung einer bevölkerungsreichen Wohngegend etwa ist kein Wunsch-Szenario.

Sind schwimmende Häuser eine Lösung?

Sind schwimmende Häuser eine Lösung?

In den Niederlanden sind Hochwasser und Überschwemmungen ein gängiges Problem. Diese geniale Idee könnte etwas verändern: eine Stadt mit schwimmenden Häusern!

Veröffentlicht: 20.07.2021 / Autor: Alexander Duebbert