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Healthy Heidelbeere: Super-Frucht gegen Freie Radikale

Sind Heidelbeeren das Gleiche wie Blaubeeren? Was macht sie so gesund? Und was haben Indianer damit zu tun? Wir stellen dir das blaue Superfood vor und verraten fruchtige Sommer-Rezepte direkt aus Balkonien.
Teaserbild: Healthy Heidelbeere: Super-Frucht gegen Freie Radikale

Das sind die Superkräfte der Heidelbeere

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    Diese Beere verdient den Titel "Superfood". Sie ist nicht nur ein Vitamin-Booster, sondern auch die Königin der Antioxidantien. Keine Beere jagt und fängt so viele Radikale wie sie - und schützt somit deine Zellen.

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    Schon die Indianer liebten die blauen Beeren. Dank der fünfzackigen Form ihrer Blüten gaben sie ihr den Namen "Sternbeere" und verehrten sie als Geschenk des großen Geistes. In der Natur-Medizin der Indianer waren die Beeren ein natürliches Mittel gegen Husten.

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    Local Hero: Ursprünglich stammt die Heidelbeere aus Amerika. Mittlerweile wird sie aber auch in Deutschland angebaut. Die meisten Felder sind in der Lüneburger Heide. Passend: Der Name der Frucht heißt so viel wie "Beere von der Heide".

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    Geerntet wird im Sommer - das macht sie zum frischen Vitamin-Snack an heißen Tagen. Die Beere hat kurze Transportwege - und ist somit eine klimafreundliche Alternative zu exotischen Beeren wie Goji und Co., die einen langen Weg in unsere Supermarkt-Regale haben.

Heidelbeere oder Blaubeere - kennst du den Unterschied?

Gibt's da überhaupt einen? Ja - Heidelbeere und Blaubeere sind nah verwandt, aber streng genommen nicht das Gleiche. Im Supermarkt finden wir meistens Kultur-Heidelbeeren. Sie sind etwas größer als die Blaubeere und haben weißes Fruchtfleisch. Bei Blaubeeren ist es violett.

Spätestens beim Blick in den Spiegel merkst du den Unterschied: Die Blaubeere macht die Zunge blau, die Heidelbeere nicht.

Frisch vom Balkon - so erntest du deine eigenen Heidelbeeren

Heidelbeeren auf dem Balkon

 

Eigene Heidelbeeren anzubauen ist gar nicht so schwer, denn sie gedeihen auch im Topf. So geht's:

  • Pflanze die Beeren-Sträucher zwischen Herbst und Frühling ein. Am "balkontauglichsten" sind kleine Sorten wie "Emil" oder "Putte" - sie werden nur 80 cm groß.
  • Im Frühjahr tragen sie weiße Blüten, im Sommer blaue Beeren.
  • Süße Beere, saurer Boden: Heidelbeeren mögen's sauer. Kaufe deshalb Erde mit einem PH-Wert um 5 oder füge zur Säuerung Rindenmulch hinzu.
  • Die macht sich ganz schön breit: Die Wurzeln der Heidelbeere wachsen nicht besonders tief, dafür aber umso mehr in die Breite. Nimm deshalb einen breiten Topf mit etwa 50 Liter Fassungsvermögen.
  • Heidelbeeren stehen am liebsten an einem sonnigen und windgeschützten Plätzchen.
  • Eine Heidelbeere kommt selten allein: Verstreue etwas Mykozzhiza-Pilz-Konzentrat um das Pflänzchen - denn mit diesem Pilz an ihrer Seite gedeiht die Heidelbeere besonders gut.

Ice, Ice Baby - so machst du cremig-leichtes Heidelbeer-Eis

Eis aus Heidelbeeren, Kokosmilch und Honig


Schnell, fruchtig, vegan - und du brauchst nicht mal eine Eismaschine.
© Getty Images

 

Rezept für 2 Personen

Du brauchst

  • 200 g gefrorene Heidelbeeren (Tipp: als Alternative zu Tiefkühl-Heidelbeeren kannst du frische Früchte frosten)
  • 2 EL Kokosmilch
  • 1 EL Honig

So geht's

Lass die Heidelbeeren in einer Schüssel antauen und gib die Kokosmilch und den Honig dazu. Verrühre es zu einer cremigen Masse - fertig.

Erfrischender Heidelbeer-Minz-Eistee

Eistee aus Heidelbeeren und Minze


Ganz schön heiß hier? Dieser Eistee sorgt für Abkühlung.
© Getty Images

 

Du brauchst

  • 1 l Wasser
  • 3 Beutel Jasmintee
  • 250 g Heidelbeeren
  • 3 Zweige Minze
  • 1 TL Honig
  • Eiswürfel

So geht's

Jasmintee mit dem Wasser aufbrühen und abkühlen lassen. Teebeutel rausnehmen, die Heidelbeeren mit der Minze, Honig und Eiswürfeln hinzufügen und gut verrühren - voilà.

Tipp: Statt Minze kannst du auch Rosmarin verwenden.

Veröffentlicht: 28.05.2020 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau