Superschwarzer Fisch Idiacanthus

Superschwarze Fische: Die Tarn-Künstler der Tiefsee

Das lässt Schwarzseher jubeln: Immer wieder stoßen Forschende in lichtloser Tiefe auf superschwarze Fische. Was es mit den "finsteren Gestalten" auf sich hat - und was Fische farblich sonst noch so anstellen. Im Clip: Das steckt hinter dem schwärzesten Schwarz der Welt.
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Das Wichtigste zum Thema Superschwarze Fische

  • Ein unbemanntes Tauchfahrzeug brachte im Golf von Mexiko 39 ungewöhnliche Fische aus bis zu 1,6 Kilometern Tiefe an die Oberfläche. Charakteristisches Merkmal der Wirbeltiere: ultraschwarze Haut.

  • Das Geheimnis ihrer Färbung liegt in ihren Melanosomen: Analysen ergaben, dass die Pigment-Körnchen in der obersten Hautschicht den Körper der Fische lückenlos umschließen.

  • Laut der Forschenden von der Duke University (North Carolina) reflektieren 16 der insgesamt 18 entdeckten Arten weniger als 0,5 Prozent des Lichts. Den Rekord hält ein Anglerfisch (Oneirodes) - mit 0,05 Prozent.

  • Damit sind die Tiere deutlich dunkler als schwarze Alltagsobjekte wie Tinte oder Kohle. Das schwärzeste Schwarz der Welt wird aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen hergestellt und nennt sich "Vantablack" (Vertically Aligned Nano Tube Array). Mehr dazu erfährst du im Clip oben.

  • In der stockfinsteren Tiefsee bringt das Superschwarz Vorteile bei der Tarnung: Die Fische sind für ihre Fressfeinde nahezu unsichtbar - umgekehrt können sie als Räuber unbemerkt auf Beute lauern.

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Wie die (Ver)färbung bei Fischen entsteht

  • Der jeweilige Farbstoff in den Pigmentzellen der Haut bestimmt die Färbung des Fisches. Melanine erzeugen eine dunkle bis schwarze Tönung.

  • Werden Guanin-Kristalle eingelagert, ist das Flossentier silbrig-weiß. Scholle, Heilbutt oder Pangasius zählen daher zu den Weißfischen.

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    Über die Nahrung gelangen pflanzliche Carotinoide in den Körper der Tiere, wo sie umgewandelt und gespeichert werden. So erhalten Lachse oder Goldfische ihre typische Farbe.

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    Blau oder grün erscheinen Fische aufgrund eines physikalischen Effekts. Schillernde Töne entstehen durch die Lichtbrechung an den Schuppen. Hübsches Beispiel: der Blaue Kongosalmler.

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    Fische können durch neurohormonelle Prozesse ihre Körperfarbe ändern. Das tun sie beispielsweise, um sich zu tarnen oder Paarungsbereitschaft zu signalisieren.

Dein Goldfisch hat sich verfärbt? Dann ist er womöglich gestresst

Aquarien-Bewohner sind sehr sensibel. Wenn ihre Umgebung nicht optimal auf sie abgestimmt ist, wird ihr Wohlbefinden beeinträchtigt.

In dem Fall kommt es vor, dass sich Goldfische, Guppys & Co. anders verhalten als sonst, sich hektisch, aggressiv oder ängstlich zeigen. Zudem können Verfärbungen oder Hautveränderungen auftreten.

Die Ursache: Stress. Und der ist oft durch eine nicht-artgerechte Haltung bedingt. Falsche Fütterung, eine ungünstige Beleuchtung, zu warmes, zu kaltes oder verschmutztes Wasser tun den Tieren nicht gut. Auf Mitbewohner, die nicht zu ihnen passen, reagieren sie ebenfalls "allergisch".

Wenn du das in deinem Aquarium beobachtest, solltest du dir Rat von tiermedizinischem Fachpersonal einholen und Abhilfe schaffen. Denn dauerhafte Belastung kann das Immunsystem der Fische schwächen und sie anfällig für Krankheiten machen.

Goldfische


Unter optimalen Bedingungen können Aquarium-Goldfische bis zu 40 Jahre alt werden. Bemerkst du Veränderungen an ihnen wie Blässe, Hautwucherungen oder Appetitlosigkeit, solltest du deine Tierärztin oder deinen Tierarzt kontaktieren.
© Getty Images

Erkennst du die tierischen Tarnungskünstler?

Veröffentlicht: 08.05.2021 / Autor: Heike Predikant