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Tschernobyl Reaktor 4 nach der Explosion 1986

Tschernobyl: Chronologie der größten Reaktor-Katastrophe aller Zeiten

1986 passierte im Atomkraftwerk in Tschernobyl der Super-GAU: Eine radioaktive Wolke zog bis nach Deutschland. Die Menschen erfuhren erst Tage später von der Gefahr. Warum? Unser Zeitstrahl zeigt die Chronik der Katastrophe.
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    Am 26. April 1986 um 1.23 Uhr explodiert im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl der Reaktor-Block 4.

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    Der größte anzunehmende Unfall (GAU) passiert: Radioaktives Material dringt in die Atmosphäre und verteilt sich mit Nuklearwolken über Europa.

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    Langes Schweigen nach dem Unfall! Die Verantwortlichen informieren und evakuieren die Menschen erst nach über 36 Stunden.

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    Offiziell gab es nur 37 Todesopfer. Ein Bericht der Altner-Combecher-Stiftung für Ökologie und Frieden geht von etwa 60.000 direkten und indirekten Opfern aus. Schätzungen aus Russland liegen sogar bei 1 Million.

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    35 Jahre nach dem Super-GAU sind die Folgen der radioaktiven Verseuchung noch messbar - auch in Deutschland. Gebietsweise findet sich radioaktives Cäsium in Pflanzen, Böden und Tieren.

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Tschernobyl - Die wahren Helden der Katastrophe

Tschernobyl - Die wahren Helden der Katastrophe

Im 2. Teil der Galileo-Tschernobyl-Doku schildern die Überlebenden, die echten Menschen hinter den Figuren der Serie "Chernobyl", ihre Erlebnisse und verraten, unter welchen Folgen sie heute noch leiden.

28. April 1986: Erste Nachrichten gehen um die Welt

Erst 2 Tage nach dem Unglück melden Medien eine Havarie im Kernkraftwerk. Von Gefahren für die Gesundheit ist noch nicht die Rede. Die Ursachen und der Zeitpunkt der Kernkraft-Katastrophe sind noch unklar, berichtet die Tagesschau am 28. April 1986.

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Die Tschernobyl-Katastrophe und ihre Folgen

Die Tschernobyl-Katastrophe und ihre Folgen

Am 26. April 1986 explodierte im Atomkraftwerk Tschernobyl der Reaktor-Block 4. Radioaktive Teilchen wurden tausende Meter hoch in die Atmosphäre geschleudert. Luftströme tragen gesundheitsgefährdende Stoffe über ganz Europa. Was waren die Folgen?

Wo liegt Tschernobyl eigentlich genau?

Lage Tschernobyl
Die Lage des Kernkraftwerks Tschernobyl und die Entfernung zu Deutschland.
Sperrzone Tschernobyl
Seit 1986 gibt es eine Sperrzone um das Kernkraftwerk.
Lage Tschernobyl
Sperrzone Tschernobyl

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Ein Jahr im Zeichen der Katastrophe

1986 stand ganz im Zeichen der atomaren Katastrophe. Jedes Jahr veröffentlicht die Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. das "Wort des Jahres". Eine Jury wählt dabei Wörter, die das Jahr gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich geprägt haben. Entscheidend für die Wahl ist die Popularität des Wortes. Hier sind die Top 3 von 1986:

1. Tschernobyl

So lautet der Name des Kernkraftwerks. Es ist nach der 18 Kilometer entfernten Stadt Tschernobyl benannt. Die angrenzende Stadt (4 Kilometer) an das AKW heißt Pripjat. Sie wurde 1970 gegründet, die Arbeiter mit ihren Familien lebten dort. Vor dem GAU hatte Pripjat etwa 50.000 Einwohner:innen. Danach wurde die Stadt zur verlassenen Atomruine. 

2. Havarie

Bedeutet: durch einen Unfall entstandener Schaden. Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS nutzte diesen Begriff, als sie erstmals den Reaktor-Unfall meldete.

3. Super-GAU

Heißt, dass eine Katastrophe im Kernkraftwerk außer Kontrolle geraten ist. Der Begriff ist umgangssprachlich. Seit 1990 gibt es eine Skala für die Bewertung von Atom-Unfällen.

Tschernobyl - Die Wolke über Deutschland

Tschernobyl - Die Wolke über Deutschland

26. April 1986: Als es zur Explosion im Kernkraftwerk Tschernobyl kommt, haben die BRD und DDR völlig unterschiedliche Strategien, mit der Krise umzugehen und die Bevölkerung zu informieren. Mithilfe von Zeitzeugen aus Politik und Forschung, hochwertigen Reenactments und Originalaufnahmen schildert Galileo die Auswirkungen, Gefahren und Langzeitfolgen für die Bürger beider Staaten. Und sie stellt die Frage: Was, wenn es heute zu einer nuklearen Katastrophe käme?

Veröffentlicht: 12.04.2021 / Autor: Alena Brandt