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Grüne Stinkwanze

Grüne und braune Stinkwanzen: So vertreibst du sie aus dem Haus

Grüne Stinkwanzen siedeln im Herbst gerne in Wohnungen und Häuser um - und ändern ihre Farbe zu braun. Wie du sie bekämpfen kannst - sie fernhältst und loswirst - und, ob Stinkwanzen gefährlich sind, erfährst du hier. Im Video: Was gegen andere Ungeziefer hilft.
Grüne und braune Stinkwanzen: So vertreibst du sie aus dem Haus
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Stinkwanzen: Lebensweise und Vorkommen

  • Es gibt mehrere Wanzenarten, die ein übel riechendes Sekret absondern, wenn sie gestresst sind und sich bedroht fühlen: die Stinkwanzen. Einige sagen auch Stinkkäfer dazu. Für den üblen Geruch sorgt ein stinkendes Sekret, dessen Sekretion aus Drüsen am Hinterleib erfolgt.

  • Die Grüne Stinkwanze beziehungsweise Braune Stinkwanze (im Winter färbt sie sich braun) tritt hierzulande am häufigsten auf - und wird oft zur Plage. Die Art ist von Nordafrika über Europa bis nach Zentralasien verbreitet.

  • Die Grüne Stinkwanze (Palomena prasina), auch Gemeine Stinkwanze oder Gemeiner Grünling genannt, gehört zur Familie der Baumwanzen (Pentatomidae). Meistens ist die Grüne Stinkwanze gemeint, wenn hierzulande von Stinkwanzen die Rede ist. Die Marmorierte Baumwanze trifft man aber auch immer öfter in Deutschland. Sie stammt aus Ostasien und wird oft einfach asiatische Stinkwanze genannt.

  • In den warmen Monaten lebt die Grüne Stinkwanze in Wiesen und Waldrändern. Das Problem: Im Herbst zieht es die nun braungefärbten Tiere ins Warme und sie siedeln sich in der Wohnung an - und stinken. Ob Stinkwanzen gefährlich sind und wie du sie loswirst, erfährst du unten.

  • Gegen Juni legen die weiblichen Grünen Stinkwanzen bis zu 100 Eier an der Unterseite von Laub-Blättern ab. Daraus schlüpfen kleine Nymphen, die sich mehrmals häuten. Dabei werden sie immer größer und dem erwachsenen Tier ähnlicher. Bis sie zuletzt zum erwachsenen Tier mit 6 Beinen und Flügeln werden. Pro Jahr gibt es in der Regel eine Generation. Die Stinkwanzen haben eine Lebensdauer von rund 12 bis 14 Monaten.

  • Die Grüne Stinkwanze ernährt sich von verschiedenen Pflanzen. Besonders oft findet man sie auf Laub-Bäumen wie Linden, auf Streu-Obstwiesen, in Brombeer-Hecken, im Gebüsch oder auf Brennnesseln und Disteln. Die jungen Nymphen saugen an allen Teilen der Pflanzen. Die älteren und erwachsenen Stinkwanzen überwiegend an Samen und Früchten. Gut zu wissen: Durch den Wanzen-Speichel schmecken die Früchte danach nicht mehr so gut.

So erkennst du Stinkwanzen

Grüne Stinkwanze
Die Grüne Stinkwanze wird 12 bis 13,5 Millimeter lang. Ihr Körper ist breit-oval und...
Brauner Stinkwanze
Zum Winter hin verändert sich ihre temperaturgesteuerte Farbe zu rotbraun bis braun,...
Eier und Nymphen der Grünen Stinkwanze
Die Weibchen der Grünen Stinkwanzen legen ihre rund 100 Eier in Paketen von rund 30...
Grüne Stinkwanze
Brauner Stinkwanze
Eier und Nymphen der Grünen Stinkwanze

Wie gefährlich sind Stinkwanzen?

  • 💩

    Der Stinkwanzen-Geruch ist hartnäckig und bleibt für einige Zeit. In der Regel sondern die Tiere aber nur bei Gefahr das stinkendes Sekret ab.

  • 😉

    Die gute Nachricht: Stinkwanzen sind harmlos. Sie sind weder gefährlich oder giftig - noch übertragen sie Krankheiten.

  • 👍

    Auch stechen sie dich nicht mit ihrem Rüssel - wie einige andere Wanzenarten.

  • 🏠

    Überdies richten sie keine Schäden in deiner Wohnung an - außer dem Geruch.

Wie kommen Stinkwanzen in die Wohnung?

Wenn im Herbst die Temperaturen draußen sinken und es ungemütlich nass wird, zieht es die Grünen Stinkwanzen in die warme, trockene Wohnung.

Zunächst findet man sie meist auf hellen Hauswänden und Fensterrahmen. Vom Licht angezogen, krabbeln sie dann durch offene Fenster und Türen ins Haus. Die kleinen Tiere suchen auch in Rollladen-Kästen, Ritzen und Spalten Schutz - und gelangen darüber ins Gebäude.

Was lockt Stinkwanzen an?

  • 🧼

    Wenn sich Stinkwanzen in der Wohnung eingenistet haben, ist das kein Zeichen für fehlende Sauberkeit oder Hygiene.

  • 🏡

    Die Wanzen sind einfach auf der Suche nach einem warmen, trockenen Platz, wo sie Überwintern können.

  • 💡

    Von Licht, Wärme und hellen Farben angelockt, finden sie den Weg in die Wohnung.

Stinkwanzen im Haus bekämpfen: Diese Hausmittel helfen

1) Stinkwanzen nicht totschlagen, sondern behutsam entfernen

Schlägt man Stinkwanzen mit der Fliegen-Klatsche oder Hand kaputt oder tritt auf sie, bleibt ein intensiver Gestank übrig. Der Grund: Die Tiere sondern bei Gefahr ein stinkendes Sekret ab. Lass die Stinkwanzen deswegen besser auf ein Papier krabbeln, stülpe ein Glas darüber und bring sie ins Freie. Oder nutze einen Hand-Besen mit Schaufel. Achte darauf, die Tiere nicht mit der Hand zu berühren.

2) Stinkwanzen nicht mit dem Staubsauger einsaugen

Stinkwanzen solltest du besser nicht aufsaugen. Sonst stinkt danach der Staubsauger - und über die Abluft womöglich die ganze Wohnung. Entweder du lässt es bleiben, entsorgst den Staubsauger-Beutel sofort oder stülpst eine Socke über die Staubsauger-Rohr-Öffnung, sodass es die Wanze nach innen zieht und sie darin hängen bleibt.

3) Essig gegen Stinkwanzen

Grüne Stinkwanzen direkt bekämpfen, kannst du mit einer Lösung aus 240 Milliliter Wasser, 120 Milliliter Essig und 60 Milliliter Spülmittel. Gebe alles in eine Sprüh-Flasche und besprühe damit die Bereiche in der Wohnung, wo sich die Stinkwanzen häufig befinden.

Tipp: Mit Essig und Spülmittel kannst du auch eine Fruchtfliegenfalle selber machen.

4) Insekten-Sprays

Du kannst im Geschäft ein Insekten-Spray kaufen. Greife zu natürlichen Mitteln wie Neemöl, chemischen Insekten-Sprays können der Gesundheit schaden. Mit Insekten- & Mücken-Sprays kannst du dich auch vor anderen Insekten, wie beispielsweise der Kriebelmücke, schützen.

Was kann man gegen Stinkwanzen tun?

1) Mach das Licht beim Lüften aus

Besonders Licht und Wärme zieht die Stinkwanzen im Herbst an. Deshalb lüfte nicht am Abend bei eingeschaltetem Licht.

2) Essig auf die Fensterrahmen

Eine andere Möglichkeit Stinkwanzen fernzuhalten, ist es eine Essig-Lösung auf die Fensterrahmen zu sprühen. Das mögen Stinkwanzen gar nicht. Mische dazu 240 Milliliter Wasser mit 120 Millilitern Essig und 60 Millilitern Spülmittel und gebe die Lösung in eine Sprüh-Flasche. Übrigens auch den Geruch von Gewürznelken, Ammoniak und Wacholder mögen Stinkwanzen nicht.

3) Fliegengitter gegen Stinkwanzen

Wenn du Fliegengitter anbringst, haben es die Wanzen schwer, ins Haus zu gelangen.

4) Fassade abdichten

Stinkwanzen gelangen über Ritzen, Rollladen-Kästen und Hohlräume im Gemäuer ins Haus. Deswegen dichte solch Stellen mit Dichtungsmasse ab.

Stinkwanzen im Garten bekämpfen: Wasser und natürliche Feinde

  • 🌻

    Nicht nur in der Wohnung, auch im Garten kann es zur Stinkwanzen-Plage kommen. Die Tiere ernähren sich von Pflanzensaft, Früchten und Samen. Doch du kannst deine Pflanzen schützen, denn es gibt ein paar Mittel, mit denen du im Garten Stinkwanzen bekämpfen kannst:

  • 🔎

    Suche deine Pflanzen im Frühling und Sommer regelmäßig auf Stinkwanzen ab. Entdeckst du welche, entferne sie behutsam und setzte sie weit weg aus. So verhinderst du, dass die Wanzen weitere Pflanzen befallen und ihre Eier in deinem Garten ablegen - und Hunderte neue Tiere daraus schlüpfen.

  • 🏺

    Neemöl, ein pflanzliches Insekten-Schutzmittel, hilft auch gegen Stinkwanzen. Wenn du die Pflanzen damit einsprühst, hören die Wanzen auf, sie anzusaugen. Überdies hemmt das Mittel die Entwicklung der Nymphen.

  • 🚿

    Du kannst Stinkwanzen fernhalten, indem du deine Pflanzen viel gießt. Die Tiere mögen keine feuchten Böden - und siedeln sich dort gar nicht erst an. Hinweis: Nicht alle Pflanzenarten vertragen es, wenn sie reichlich gegossen werden.

  • 🐸

    Eine ganz natürliche Art Stinkwanzen zu bekämpfen, ist es Fressfeinde im Garten anzusiedeln: Frösche und Kröten. Ein Grund mehr für einen schönen Teich.

Plattwanzen: So gefährlich sind Bettwanzen

Bettwanze (Cimex lectularius)


Die Bettwanze (Cimex lectularius) wird oft auch Hauswanze genannt. Sie gehört zur Familie der Plattwanzen (Cimicidae). Die Tiere werden bis zu 3,8 und 5,5 Millimeter lang. Ihr Körper ist braun gefärbt und sehr flach - beim Blutsaugen schwillt er an.
© picture alliance_dpa_Harvard University

  • Bettwanzen waren in Deutschland bereits ausgerottet. Jetzt kommen sie aber immer häufiger vor. Der Grund: Tourist:innen schleppen sie aus anderen Ländern ein - insbesondere aus Asien und Osteuropa.
  • Bettwanzen sind eine der wenigen parasitär lebender Wanzenarten. Sie befallen Säugetiere - auch Menschen - und saugen ihr Blut.
  • Am Tag verstecken sich die flachen Bettwanzen in Matratzen, Bettritzen, unter Tapeten oder hinter Bilderrahmen. Nachts suchen sie Wirte, stechen ihren Rüsseln in ihre Haut und saugen mehrere Minuten Blut. Danach bekommt man etwa eine Woche juckende Quaddeln.

Was hilft gegen Bettwanzen?

Was hilft gegen Bettwanzen?

Wir zeigen dir im Clip, woher Bettwanzen kommen und was du gegen sie tun kannst.

Wanzen: Baumwanzen, Blattwanzen, Gartenwanzen und Co.

  • 🐞

    Wanzen sind Insekten und gehören zur Ordnung der Schnabelkerfen (Hemiptera). Sie leben in Wiesen, Wäldern oder Gebäuden. Rund 40.000 Wanzenarten existieren weltweit. In Deutschland leben rund 1.000 davon - darunter Baumwanzen, Blattwanzen, Gartenwanzen, Randwanzen und Feuerwanzen.

  • 📍

    Wanzen besitzen keine Beiß- oder Kauwerkzeuge. Zum Fressen nutzen sie das Rostrum. Das ist ein mehrteiliger Rüssel, denn sie ausgefahren, wenn sie ihn brauchen.

  • 🥣

    Es gibt Vegetarier, Gemischtkostler, Aasfresser und Räuber unter den Wanzen. Allen gemeinsam: Sie können nur Flüssiges zu sich nehmen. Deshalb injizieren sie mit dem Rostrum zuerst eine Verdauungs-Flüssigkeit in ihre Nahrung, dass diese breiartig macht. Dann können sie den Brei mit ihrem Rostrum einsaugen.

Andere Wanzenarten in Deutschland

Feuerwanzen
Die Gemeine Feuerwanze aus der Familie der Feuerwanzen sieht man hierzulande häufig....
marmorierte Baumwanze
Die marmorierte Baumwanze ist ein Import aus Asien - viele nennen sie auch einfach...
Graue Gartenwanze
Die graue Feldwanze, auch Graue Gartenwanze genannt, gehört zur Familie der...
Lederwanze
Die Lederwanze wird den sogenannten Randwanzen zugeordnet. Den Namen verdankt sie...
Rotbeinige Baumwanze
Die Rotbeinige Baumwanze ist eine der größten mitteleuropäischen Wanzenarten. Ihr...
Bunte Blattwanze
Die grünrot gefärbte Bunte Blattwanze ist hierzulande weit verbreitet. Sie stammt...
Streifenwanze
Die Streifenwanze ist wohl am einfachsten zu erkennen. Die rot-schwarzen Streifen...
Braune Randwanze
Die Braune Randwanze oder Haselrandwanze stammt aus der Familie der Randwanzen. Bis...
Grüne Reiswanze
Seit rund 10 Jahren findet man in Deutschland auch die Grüne Reiswanze aus der...
Feuerwanzen
marmorierte Baumwanze
Graue Gartenwanze
Lederwanze
Rotbeinige Baumwanze
Bunte Blattwanze
Streifenwanze
Braune Randwanze
Grüne Reiswanze

So wirst du Silberfische los

So wirst du Silberfische los

Wie du Silberfische bekämpfen kannst, erfährst du im Clip. Wir haben auch Tipps für dich, wie du Hauswinkelspinnen loswirst.

Hattest du schon mal Stinkwanzen in der Wohnung?

FAQ: Häufige Fragen zu Stinkwanzen

  • ⁉️

    Wie riechen Stinkwanzen?

    Der Stinkwanzen-Geruch ist sehr penetrant und hartnäckig. Er verfliegt nicht nach einigen Minuten, sondern bleibt über längere Zeit bestehen. Die Stinkwanzen sondert das übel riechende Sekret aus  Drüsen am Hinterleib ab, wenn sie gestresst sind und sich bedroht fühlen. Also etwa, wenn du sie mit der Fliegen-Klatsche schlägst.

  • ⁉️

    Ist das Sekret von Stinkwanzen giftig?

    Das stinkende Sekret der Stinkwanzen ist nicht giftig oder gesundheitsschädlich. Generell sind Stinkwanzen harmlos und nicht gefährlich.

  • ⁉️

    Warum gibt es dieses Jahr so viele Stinkwanzen?

    Wenn es in einem Jahr besonders viele Stinkwanzen gibt, war der Sommer zuvor warm und trocken. Dadurch konnten sich die Wanzen stark vermehren.

  • ⁉️

    Warum gibt es plötzlich so viele Stinkwanzen?

    Meist hat das damit zu tun, dass es draußen kälter wird. Die Stinkwanzen verlassen die Wiesen und Wälder und machen sich auf die Suche nach einer Überwinterungsstätte. Besonders wohl fühlen sie sich in warmen Wohnungen. Daher triffst du sie dann dort vermehrt an.

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Veröffentlicht: 18.08.2021 / Autor: Bianca Leppert