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Trans* Personen in Deutschland: Infos und Beratungsstellen

Trans* ist ein Überbegriff für Personen, die sich nicht oder nur teilweise mit ihrem  bei der Geburt eingetragenen Geschlecht identifizieren. Auf dieser Seite findest du Begriffs-Erklärungen sowie einen Überblick über Beratungsstellen. Im Clip: Wir haben einer trans* Frau 10 Fragen gestellt.
Trans* Personen in Deutschland: Infos und Beratungsstellen
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Das Wichtigste zum Thema trans*

  • Der Überbegriff trans* bezeichnet verschiedene Menschen, deren Geschlechts-Identität nicht mit dem bei der Geburt eingetragenen Geschlecht übereinstimmt.

  • Das Wort "trans" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "jenseits/darüber hinaus".

  • Transgeschlechtliche Menschen sind beispielsweise trans* Männer (Männer, deren Personenstands-Eintrag bei der Geburt weiblich war) oder trans* Frauen (Frauen, deren Geschlechts-Eintrag bei der Geburt männlich war). Auch Menschen, die sich geschlechtlich nicht verorten (lassen) möchten, zählen dazu. Das Sternchen in der Bezeichnung soll Raum für verschiedene Identitäten lassen.

  • Trans* Personen können sich an diverse Beratungsstellen wenden, darunter auch an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Weitere Beratungsstellen findest du weiter unten.

Mein Kind ist trans*: Unterstützung und Hilfe

Mein Kind ist trans*: Unterstützung und Hilfe

Wenn sich das Kind als trans* outet, ist das nicht nur für die trans* Person selbst eine Herausforderung. Auch die Eltern erleben eine komplett neue Situation und sind oft überfordert.

Was ist was - Begriffe erklärt:

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    Als trans*, transgeschlechtlich, transgender oder transident werden Menschen bezeichnet, die sich nicht mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren.

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    Als trans* Mann wird ein Mann bezeichnet, dessen Geschlechts-Identität männlich ist, der bei der Geburt aber einen weiblichen Geschlechts-Eintrag erhalten hat.

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    Als trans* Frau wird eine Frau bezeichnet, deren Geschlechts-Identität weiblich ist, die bei der Geburt aber einen männlichen Geschlechts-Eintrag erhalten hat.

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    Nicht-binär/non-binary sind Menschen, die eine strikte Zuordnung zu männlich oder weiblich für sich ablehnen.

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    Der Begriff transsexuell stammt aus der Medizin und beschreibt dort häufig ein Krankheitsbild ("Störung der Geschlechts-Identität", mittlerweile aus dem ICD gestrichen). Der Begriff wird immer wieder als veraltet und pathologisierend kritisiert, da er fälschlicherweise nahelege, bei Transgeschlechtlichkeit würde es sich um eine Erkrankung handeln. Es gibt aber auch Menschen, die dieses negative Begriffs-Verständnis nicht teilen und den Begriff transsexuell für sich bevorzugen.

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    Als cis werden Menschen bezeichnet, die sich mit dem bei der Geburt eingetragenem Geschlecht identifizieren. Er ist der wertungsfreie Gegenbegriff zu trans* und stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "diesseitig".

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    Inter* ist ein Sammelbegriff, der aus der Community gewachsen ist. Er bezeichnet die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und Körper.

Die erste Transgender-Schule der Welt

Die erste Transgender-Schule der Welt

In Chiles Hauptstadt Santiago de Chile gibt es die erste Transgender-Schule der Welt. 53 Transgender-Kinder bekommen dort Unterricht. Was auf dem Lehrplan steht und wie sich die Schultage gestalten, hat sich "Galileo" vor Ort angeschaut.

Die Amaranta Schule: Hier spielt das Geschlecht keine Rolle

Benannt nach der mexianischen Transgender Politikerin Amaranta Gómez Regalado, wurde die erste Transgender-Schule der Welt 2018 in Chile gegründet.

Das Ziel der Schule ist es, Lernen ohne Stigma zu ermöglichen. Die Kinder sollen das Gefühl haben, willkommen zu sein und sich ohne Angst entfalten zu können. Respekt, Fürsorge und Akzeptanz stehen dabei im Mittelpunkt.

Gegründet wurde diese besondere Einrichtung von Rektorin Evelyn Silva, unter anderem für ihre Tochter Selena. Sie ist trans* und wurde in ihrer alten Schule oft gemobbt. Für Evelyn sehr schwer mit anzusehen. Sie wollte etwas tun und fasste den Entschluss einen Ort schaffen, an dem sich ihre Tochter und auch andere Kinder wohl und geborgen fühlen könnten.

Das ist ihr auch gelungen, nur die Finanzierung gestaltet sich weiterhin schwierig: Die Gründung der Amaranta Schule wurde durch einen Bildungs-Fond bezahlt. Außerdem hält sich die Schule mit Spenden und der freiwilligen Mitarbeit der Lehrer:innen über Wasser. Das soll sich in Zukunft ändern: Evelyn möchte, dass die Schule staatlich anerkannt wird, damit sie vom Staat finanziert werden kann. Damit könnte der Schulbesuch gratis bleiben. Bis dahin möchte die Rektorin von ihren Schülern 7,40 US-Dollar pro Monat verlangen.

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Wie wird man eigentlich Drag-Queen? Und wieviel Geld kann man damit machen? Wir haben Pasta Parisa aus München 10 Fragen gestellt.

Veröffentlicht: 15.07.2022 / Autor: Daphne Strain