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Autofahrer

Das ändert sich für Autofahrer:innen im Jahr 2022

Sprit-Preise, Führerschein, Verbandskasten und mehr: 2022 ändert sich für die Autofahrer:innen in Deutschland einiges. Wir fassen für dich zusammen, was du jetzt wissen musst.
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Das Wichtigste zum Thema Autofahren in 2022

  • Für Autofahrer:innen ändert sich im Jahr 2022 einiges. Die meisten Änderungen wurden schon lange vor der neuen Ampel-Koalition beschlossen. Diese ist nämlich erst seit Dezember 2021 im Amt.

  • Für ein paar Änderungen müssen Autofahrer:innen nun Geld in die Hand nehmen - es gibt aber auch finanzielle Förderungen und Schutzmaßnahmen.

  • Was sich alles 2022 für Autofahrer:innen in Deutschland ändert, fassen wir zusammen.

Autofahrer:innen müssen 2022 mehr für Diesel und Benzin zahlen

Auto wird an Tankstelle betankt


Schon wieder teurer? 2022 steigt der CO2-Preis und damit auch die Sprit-Preise für Diesel und Benzin.
© picture alliance / Goldmann | Goldmann

Ab dem 1. Januar 2022 steigt die CO2-Steuer, auch CO2-Preis genannt. Bisher lag dieser bei 25 Euro pro Tonne CO2, nun steigt er auf 30 Euro. Und damit erhöhen sich auch die Liter-Preise für Diesel und Benzin. Im Schnitt werden beide um rund 9 Cent teurer. Wie viel du 2022 aber tatsächlich an der Tankstelle zahlen musst, hängt zusätzlich von der generellen Ölpreis-Entwicklung ab.

Führerschein austauschen: 2022 läuft Frist ab

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    Alle Führerscheine, die vor dem 19.01.2013 ausgestellt wurden, müssen in den nächsten Jahren etappenweise ausgetauscht werden. Der Grund: Alle Führerscheine sollen ein einheitliches Muster bekommen und gegen Fälschung sicher sein.

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    Frist 19.01.2022: Bis zu diesem Datum müssen alle Personen ihren Führerschein umtauschen, die zwischen 1953 und 1959 geboren sind und noch einen grauen oder rosa-farbigen Papier-Führerschein besitzen.

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    Wer die Frist nicht einhält, muss mit einem Bußgeld von 10 Euro rechnen.

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    Die Ausstellung des neuen Führerscheins kostet 25 Euro. Danach ist der neue Ausweis 15 Jahre lang gültig.

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    Alle Fristen für den Führerschein-Austausch kannst du beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr nachschauen.

Verbandskasten mit Mundschutz

2022 sollen sich auch die Verbandskästen im Auto ändern. Die Neuerung: Es müssen bald zwei Mund-Nasen-Bedeckungen im Verbandskasten zu finden sein. So will es eine Änderung der Straßenverkehrsordnung. Auch die DIN-Norm für Verbandskästen soll dementsprechend angepasst werden. Wann genau die Änderung in Kraft tritt, steht allerdings noch nicht fest. Demnach ist es auch noch nicht klar, wie hoch das Bußgeld ausfällt. Bisher kosten fehlende Gegenstände im Verbandskasten 5 Euro Strafe.

TÜV: Ein Blick hinter die Kulissen

TÜV: Ein Blick hinter die Kulissen

Was hat ein Auto und ein Toast gemeinsam? Für beides ist der TÜV verantwortlich! Galileo nimmt dich mit hinter die Kulissen eines der größten Prüfunternehmen der Welt.

TÜV-Plakette läuft aus: Wann du zur Hauptuntersuchung musst

Auto TÜV Plakette


Autos müssen regelmäßig zur Hauptuntersuchung (HU) - in der Regel führt diese der TÜV durch. Ist die HU bestanden, bekommt das Auto eine farbige Plakette.
© AdobeStock

Hat dein Auto derzeit eine gelbe HU-Plakette auf dem Kennzeichen? Dann wird es für dich teuer. Die gelben Plaketten laufen nämlich 2021 aus. Damit hast du die Frist der Hauptuntersuchung verpasst. Wie teuer es wird, hängt davon ab, wie lange du die Frist überschreitest. Das Minimum liegt bei 15 Euro Bußgeld, das Maximum bei 60 Euro plus Punkt in Flensburg. Zudem wird die Hauptuntersuchung danach teurer. Ist deine Plakette rot? Dann läuft sie 2022 ab. Kümmere dich also rechtzeitig um einen Termin.

Wann läuft die HU-Plakette ab?

Kennst du die Jahres-Farben der Plaketten nicht, dann schaue einfach in die Mitte des Stickers. Dort steht das Jahr, in dem die Hauptuntersuchung fällig wird. Den genauen Monat erkennst du daran, wie die Plakette gedreht ist. Der Monat, in dem die Frist abläuft, steht immer oben auf 12 Uhr.

Änderung beim Autokauf: Gute Nachrichten für Käufer:innen

Wer sich 2022 einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, wird sich freuen. Denn: Ab 1. Januar verlängert sich die Beweislastumkehr von 6 auf 12 Monate. Heißt konkret: Hast du einen Wagen gekauft und stellst innerhalb von 12 Monaten Mängel fest, ist davon auszugehen, dass diese bereits vor dem Verkauf vorhanden waren. Die Händlerin oder der Händler muss beweisen, dass dem nicht so ist. Sind die 12 Monate verstrichen, liegt die Beweislast dann bei dir.

Neue Assistenzsysteme werden 2022 Pflicht

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    Neue Automodelle, die 2022 zugelassen werden, müssen, sobald sie das Werk verlassen, mit bestimmten Assistenzsystemen ausgestattet sein. Das soll für mehr Sicherheit sorgen.

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    Zu den Systemen zählen der intelligente Geschwindigkeitsassistent ISA, Rückfahr-, Spurhalte- und Notbrems-Assistenten sowie ein Müdigkeitswarner und eine Black Box.

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    Ab 2024 gilt die Regelung nicht nur für alle neuen PKW-Typen, sondern für alle Neuwagen.

Was wäre, wenn wir alle nur noch E-Auto fahren würden?

Was wäre, wenn wir alle nur noch E-Auto fahren würden?

Autofahren ist schlecht für die Umwelt. Aber was wäre eigentlich, wenn alle plötzlich nur noch Elektroautos fahren würden. Diese radikale Verkehrswende hätte für uns ungeahnte Konsequenzen.

Hybrid-Autos bekommen schärfere Förderkriterien

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    Ab 2022 werden Plug-In-Hybride unter noch strengeren Auflagen staatlich bezuschusst.

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    Die Förderung von 6.750 Euro erhältst du beim Kauf nur noch, wenn der Hybrid eine elektrische Mindestreichweite von 60 Kilometern hat. Bisher waren es nur 40 Kilometer. Alternativ darf der Hybrid maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.

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    Die Mindestreichweite soll 2023 voraussichtlich auf 80 Kilometer angehoben werden.

E-Auto: Ab 2022 Geld mit eingespartem CO2 verdienen

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    Besitzer:innen von Elektroautos können ab 2022 CO2-Zertifikate verkaufen und somit bis zu 350 Euro im Jahr verdienen.

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    Wer mit dem E-Auto fährt, spart Emissionen ein. Dafür bekommt man als Besitzer:in pauschal eine sogenannte Treibhausgas-Minderungsquote (THG-Quote). Genau diese lässt sich dann verkaufen. Aber an wen?

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    Mineralölkonzerne, die ihre CO2-Grenzwerte überschreiten, müssen in der Regel Strafe zahlen. Das können sie aber umgehen, indem sie die THG-Quoten von Dritten kaufen.

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    Privatbesitzer:innen verkaufen ihre Emissionsrechte natürlich nicht direkt an die großen Konzerne. Dafür gibt es Vermittlungsplattformen wie Carbonify, Emobia, Maingau Energie, Smartificate oder The Mobility House. Sie verkaufen die Quoten mehrerer Privatleute gebündelt an die Konzerne weiter.

Veröffentlicht: 30.12.2021 / Autorin: Amelie Geibel