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150 Euro und mehr: So einfach sparst du Geld in der Küche

Du willst in deiner Küche Strom sparen? Das klappt schon mit ein paar kleinen Anpassungen. Wir haben uns Tipps von Energie-Effizienz-Expert:innen geholt und zeigen dir wie's geht.
150 Euro und mehr: So einfach sparst du Geld in der Küche
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Das Wichtigste zum Thema Sparen in der Küche

  • Aufgrund der hohen Inflation und den damit verbundenen hohen Lebenshaltungskosten müssen nicht mehr nur Menschen mit geringem Einkommen sparen. Auch Familien aus der Mittelschicht müssen im Alltag zunehmend auf ihr Geld achten.

  • Um das zu schaffen, ist es wichtig, sich einen Überblick über die eigenen Ausgaben zu verschaffen und bewusster zu konsumieren.

  • Aber auch kleine Veränderungen im Alltag können auf lange Sicht einen erheblichen Unterschied machen. Wir verraten dir, wie du in der Küche Gas und Strom sparen kannst - und somit weniger zahlen musst.

So sparst du Energie mit deinem Kühlschrank

Kühlschrank-Temperatur

Die optimale Temperatur deines Kühlschranks beträgt sieben Grad Celsius. Das Gefrierfach sollte auf minus 18 Grad Celsius eingestellt werden. Ist dein Kühlschrank höher eingestellt und du drehst ihn nur um zwei Grad runter, kannst du so bei einem Zwei-Personen-Haushalt circa 34 Euro pro Jahr sparen. Übrigens: Hat dein Kühlschrank nur einen Dreh-Regler, entspricht die Stufe 2 oder 3 in der Regel den Temperaturen fünf bis sieben Grad. Je höher die Stufe, desto kälter der Innenraum.

Stell zudem keine noch heißen oder warmen Lebensmittel in den Kühlschrank. Der Grund: Dein Gerät muss viel Energie aufwenden, um die Temperatur zu halten. Willst du allerdings etwas auftauen, dann mach das gerne im Kühlschrank. Damit unterstützt du das Gerät beim Kühlen.

Öffne nicht sinnlos die Kühlschranktür! Jedes Mal, wenn du die Tür des Kühlschranks öffnest, wird die Luft darin schnell warm. Das Gerät benötigt dadurch mehr Energie, um wieder die gewünschte Temperatur zu erreichen und es entsteht Eis an den Kühlschrankwänden.

Richtiges Einräumen

Damit deine Lebensmittel so lange wie möglich halten, solltest du die unterschiedlichen Temperatur-Zonen des Kühlschranks richtig nutzen. Im oberen Bereich der Kühlschranktür gehören Saucen, im unteren Bereich Getränke. Auf der mittleren und oberen Glasplatte kannst du Eier, Marmeladen, Brotaufstriche und Lebensmittel vom Vortag, die du in kurzer Zeit konsumierst, lagern. Informiere dich zudem, welche Lebensmittel überhaupt in den Kühlschrank müssen und welche nicht.

Standort

Kühlgeräte solltest du nicht direkt neben Heizkörpern oder dem Herd stellen. Direkte Sonnen-Einstrahlung solltest du auch vermeiden. Sinkt die Raum-Temperatur um einen Grad Celsius, kannst du mit dem richtigen Standort jährlich etwa 30 Prozent an Energie einsparen.

Regelmäßig Abtauen

Ganz wichtig: Du solltest dein Gefrierfach oder Gefrierschrank regelmäßig abtauen. Der Grund: Vereiste Wände verbrauchen etwa doppelt so viel Energie.

Auszeit

Bist du längere Zeit nicht zu Hause, räume den Kühlschrank leer und schalte ihn komplett aus.

Energiesparen beim Kochen

🍳 Koche mit Deckel! Das spart etwa dreimal so viel Energie wie ohne Deckel.

🥄 Hochwertige Töpfe und Pfannen können dir dabei helfen, die Wärme der Herdplatte komplett auszuschöpfen. Sie speichern die Wärme besser und länger.

🍲 Auch ein guter Tipp: Der Durchmesser des Kochgeschirrs sollte etwas größer sein als die Größe der Herdplatte. Das erspart bei regelmäßigem Kochen circa 20 Euro pro Jahr.

💧 Bereitest du Reis oder Nudeln zu, kannst du das Wasser im Wasserkocher vorkochen, anstatt kaltes Wasser in einem Topf zu erhitzen. Mit einem Induktions-Herd ist es sogar noch günstiger als mit einem Wasserkocher.

🥘 Kochst du dir Abendessen, kannst du gleichzeitig das Mittagessen für den nächsten Tag vorbereiten. Besonders gut geeignet sind One-Pot-Gerichte. Hier benutzt du nur einen Topf sowie eine Herdplatte und sparst somit viel Strom.

👩‍🍳 Nutze die Restwärme: Schalte den Herd kurz vor Koch-Ende aus. Die noch bestehende Hitze brät, gart oder kocht die Speise zu Ende.

⚡ Herd oder Mikrowelle? Willst du nur kleine Portionen erwärmen, spart die Mikrowelle gegenüber dem Elektro-Herd deutlich mehr Energie. Ein Induktions-Herd hingegen ist ebenfalls sehr sparsam.

Wasserkocher: Kaltes oder warmes Wasser auffüllen?

Soll eigentlich warmes oder kaltes Wasser in den Wasserkocher? Während Warmwasser aus der Leitung bereits beim Transport durch die Rohre Temperatur verlieren kann, erhitzen moderne Wasserkocher die gewünschte Menge gezielt und unmittelbar vor Ort. Darum ist es besser, kaltes Wasser in das Küchengerät zu füllen. Beachte dabei nur die gewünschte Menge an Wasser in den Wasserkocher zu geben, um zusätzlichen Energieverbrauch zu vermeiden.

Hast du Zuhause eine eigene Solarthermie-Anlage, steht dir eventuell bereits vorgewärmtes Brauchwasser zur Verfügung. Ist das der Fall, ist es energiesparender, dieses Warmwasser zu benutzen, anstatt mit zusätzlichen Aufwand Warmwasser aus der Leitung zu zapfen.

Wasserkocher


Hast du dich auch schon mal gefragt, ob es besser ist, warmes oder kaltes Wasser in den Wasserkocher zu füllen?
© Imago Images / Addictive Stock / xLosxMuertosxCrewx

So sparst du Energie mit deinem Backofen

  • 🔥

    Ganz wichtig: Das Vorheizen deines Backofens ist nicht immer nötig. Außerdem kannst du den Ofen bereits ein paar Minuten vorher ausschalten. So benutzt du die Restwärme und sparst Energie.

  • Backe zudem am besten mit Umluft! Das ist nämlich sparsamer als Ober- und Unterhitze.

  • 🍟

    Du willst nicht immer den Ofen anwerfen? Eine Heißluft-Fritteuse ist eine günstigere Alternative für einen Ein- oder Zwei-Personen-Haushalt.

Damit sparst du mit deiner Spülmaschine

  • 🧼

    Verglichen mit dem Abspülen per Hand spart ein Geschirrspüler mit hoher Energiespar-Klasse circa Dreiviertel an Wasserkosten. Wichtig: Das dreckige Geschirr brauchst du im Normalfall nicht vorher abspülen, da die Geräte auch starke Verschmutzungen entfernen.

  • 🚿

    Schalte die Spülmaschine erst an, wenn sie voll beladen ist. Nur so schöpfst du das Meiste aus dem Energie-Verbrauch.

Und so sparst du noch mehr Energie und Strom in der Küche

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Veröffentlicht: 13.11.2022 / Autorin: Bernadette Halsch