Frau pflanzt Balkon an

Kokos-Erde: Bei dieser Pop-up-Version blühen Pflanzen-Fans auf

Zeit für ein grünes Balkonien. Neben dem Pflanz-Spaß heißt das aber auch: schwere Erde schleppen. Pop-up-Erde ist hier eine leichte und schnelle Alternative. Aber was kann die Erde - und für welche Pflanzen ist sie geeignet?
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Pop-up-Erde - was ist das?

Pop-up-Erde ist handlich und leicht, denn sie besteht aus gepresster Kokosnuss-Faser. Der Trick: Begießt du sie mit Wasser, quillt sie auf - und ihr Volumen wächst um ein Vielfaches. Kleine Päckchen gibt es schon ab 3 Euro. Der niedrige Preis, ihr praktisches Format und das leichte Handling macht sie besonders beliebt bei urbanen Gärtner:innen.

👍Weiterer Plus-Punkt: Die Erde kann viel Wasser speichern und trocknet nicht so leicht aus.

👎Minus-Punkt: Die Pop-up-Erde enthält weniger Nährstoffe als herkömmliche Erde. Du kannst sie aber mit natürlichem Dünger oder normaler Pflanzen-Erde anreichern.

Blumenkästen auf Balkon


Pop-up-Erde ist eine praktischer Helferin für Urban Gardener.
© Getty Images

Torffreie Erde - was bedeutet das?

Pop-up-Erde ist torffrei. Torf macht die Erde sauer. Manche Pflanzen mögen das besonders gern - zum Beispiel Rhododendren, Schneeball, Hortensien, Tomate, Gurke, Rote Beete, Möhren, Zwiebeln oder Spinat.

Gute Alternativen für Torf sind etwa:

  • Rindenhumus
  • Holzfasern
  • Lava-Granulat

Warum ist torffreie Erde besser für die Umwelt?

Moor in Deutschland


Moor-Landschaften wie diese werden in Europa immer seltener.
© Getty Images

Torf entsteht in natürlichen Mooren. Es ist ein beliebtes Mittel, um die Erde für bestimmte Pflanzen anzusäuern. Das Problem: Damit es unsere Säure-liebenden Zimmer- und Gartenpflanzen besser haben, verlieren Tiere und Pflanzen in der Natur ihren Lebensraum. Für den Torf-Abbau werden nämlich ganze Moore trockengelegt - und die darin lebenden Amphibien, Vögel und Libellen getötet oder vertrieben.

Das zweite Problem: Moore sind große Kohlenstoff-Speicher. Bei ihrer Trockenlegung wird also viel CO2 freigesetzt. Laut NABU sind bereits 60 Prozent der Moore in Europa zerstört - und eine 1 Meter hohe Torf-Schicht braucht rund 1.000 Jahre zur Entstehung.

Für diese Pflanzen eignet sich Pop-up-Erde besonders gut

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    Der Liebling aller Urban Gardener: Kräuter. Für ihr meist dünnes und oberflächliches Wurzelgeflecht ist die Pop-up-Erde perfekt. Es gibt sogar Produkte, die extra für Kräuter angereichert sind.

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    Salatköpfe zum Selberziehen gedeihen ebenfalls gut in der Pop-up-Erde.

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    Orchideen freuen sich über das wasserspeichernde Kokos-Geflecht.

  • 🌱

    Die Erde eignet sich auch gut zur Wurzel- und Sprossbildung junger Pflanzen. Sie ist also eine gute erste Station, bevor die kleinen Pflänzchen in einen größeren Topf umziehen.

  • 🌼

    Einige (Wild-)Blumen sprießen auch gut in der Pop-up-Erde - es gibt spezielle Produkte für Blumen.

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    Je nachdem, welche Ansprüche deine Pflanze hat, kannst du die Pop-up-Erde auch mit normaler Erde mischen oder mit Dünger anreichern.

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Veröffentlicht: 24.03.2021 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau