Themenseiten-Hintergrund

Death Cleaning: Wie der Tod zum Aufräumen motivieren soll

Ordnung schaffen, damit die Hinterbliebenen nicht mehr so viel Arbeit haben. Klingt gruselig, ist aber ein effektiver Minimalismus-Trend aus Schweden. Wir erklären, wie es funktioniert.

Death Cleaning ist ein neuer Minimalismus-Trend aus Schweden.

Das Wichtigste zum Thema Death Cleaning

  • Der Minimalismus-Trend stammt aus Schweden. Er heißt im Original "Döstädning", was übersetzt ein zusammengesetzter Begriff aus Sterben und Sauberkeit ist.

  • Die Idee dahinter: So auszumisten, dass die Hinterbliebenen keine große Mühe damit hätten, alles zu entsorgen, falls man stirbt. Laut Statistischem Bundesamt besitzt jeder Deutsche rund 10.000 Dinge!

  • Die Vorstellung vom Tod soll dabei nicht traurig machen, es geht nur um die Theorie. Das eigentliche Ziel: Sich leichter fühlen und nur noch Sachen zu besitzen, die man liebt - ähnlich der Methode von Marie Kondo.

  • Als Begründerin von Death Cleaning wird oft die Schwedin Margareta Magnusson genannt. Sie schrieb das erste Buch zum Thema ("Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen"). Nach eigenen Angaben ist sie zwischen 80 und 100 Jahre alt und zog in ihrem Leben 17 Mal um.

So funktioniert Death Cleaning

  • 😊

    Macht dieser Gegenstand dich glücklich? Dann kannst du ihn behalten. Wenn nicht, entsorge ihn. Und frage dich: Wer kümmert sich darum, wenn du mal nicht mehr bist?

  • 🎁

    Du kannst Dinge, die du nicht mehr brauchst, auch verschenken. Aber nur, wenn jemand wirklich etwas damit anfangen kann.

  • 💌

    Persönliche Erinnerungen wie Fotos, Briefe etc. kommen in eine Kiste.

  • 🛁

    Belohne dich immer, wenn du etwas entrümpelt hast. Aber nicht mit neuem Konsum, sondern zum Beispiel mit einem Entspannungsbad oder einer Tasse Kaffee.

Margareta Magnusson über Death Cleaning

Wie du von Death Cleaning profitierst

  • Weniger Krimskrams bedeutet auch weniger Putzaufwand.

  • Bei einem Umzug musst du nicht mehr so viel hin und her schleppen.

  • Du hast einen besseren Überblick über die Sachen, die du besitzt und so auch mehr Bewusstsein dafür, was du wirklich kaufen musst.

Mit 100 Dingen leben: Macht Minimalismus wirklich glücklicher?

Mit 100 Dingen leben: Macht Minimalismus wirklich glücklicher?

Mit 100 Dingen leben: Macht Minimalismus wirklich glücklicher?

Minimalismus ist ein riesiger Trends. Doch wie schwer ist es, auf fast alles zu verzichten und nur mit 50 Gegenständen zu leben? "Galileo" hat mit einem Paar den Test gemacht.

Welche Minimalismus-Trends gibt es noch?

👔 KonMari-Methode

Inzwischen hat die Minimalismus-Idee der Japanerin Marie Kondo weltweite Berühmtheit erlangt. Das Konzept basiert auf einem ähnlichen Prinzip wie Death Cleaning. Nur, wenn ein Gegenstand glücklich macht und Freude bereitet, darf er bleiben. Wenn nicht, wird er aussortiert.

🍎 Clean Eating

Ein Trend aus dem Bereich Food. Beim Clean Eating wird nur gegessen, was selbst und frisch zubereitet wurde. Fertiggerichte, Fastfood etc. sind tabu. Dazu ist der Zuckerkonsum extrem eingeschränkt. Auf dem Speiseplan steht viel frisches Obst und Gemüse.

🗑 Zero Waste

Möglichst wenig Müll produzieren - das ist das Prinzip hinter dem Zero-Waste-Trend. Besonders Plastik ist tabu. Wer nach der Zero Waste Philosophie lebt, kauft zum Beispiel in Supermärkten ein, die unverpackte Lebensmittel anbieten.

🛍 Konsumverzicht

Ein Jahr lang keine Klamotten kaufen. Auch das ist ein Minimalismus-Trend, den schon einige ausprobiert haben. Dadurch spart man nicht nur Geld, sondern man lernt auch mehr zu schätzen, was schon alles im Kleiderschrank hängt.

Veröffentlicht: 24.06.2020 / Autor: Bianca Leppert