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Bußgeldkatalog

Verschärfter Bußgeldkatalog: Höhere Strafen fürs Rasen und Falschparken

Zu schnell gefahren, falsch geparkt, geblitzt? Das führt bald zu höheren Strafen, denn der Bundestag verschärft den Bußgeldkatalog. Auch für Raser:innen wird es teuer. Die neuen Regelungen auf einen Blick. Im Clip: So verhälst du dich bei einer Verkehrskontrolle.
Verschärfter Bußgeldkatalog: Höhere Strafen fürs Rasen und Falschparken
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Das Wichtigste zum Thema Neuer Bußgeldkatalog 2021

  • Nach langem Streit zwischen Bund und Ländern stimmte der Bundestag diesen Freitag (8. Oktober 2021) einem neuen Bußgeldkatalog zu.

  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) muss jetzt noch unterschreiben. Die neuen Regeln sollen dann noch diesen Herbst in Kraft treten.

  • Ganz schön teuer: Tempo-Verstöße kosten dann teilweise doppelt so viel Bußgeld, Fahren auf dem Radweg wird sogar viermal so teuer!

  • Das Ziel: Die Verkehrssicherheit für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen erhöhen.

  • Bei den neuen Regelungen handelt es sich um eine Erhöhung der Bußgelder. Fahrverbote oder Punkte in Flensburg sind davon nicht betroffen.

Bußgeldkatalog 2021: die wichtigsten Änderungen

  • 🚓

    Fahrzeug abstellen im allgemeinen Halte- oder Parkverbot: 55 Euro statt wie bisher 15 Euro Strafe.

  • 👮‍♀️

    Tempo-Überschreitungen verdoppeln sich teilsweise nahezu: 16 bis 20 km/h innerorts zu schnell kosten bald 70 statt 35 Euro, bei 26 bis 30 km/h außerorts zu schnell werden 150 statt 80 Euro fällig, bei 41 bis 50 km/h außerorts zu viel 320 statt 160 Euro.

  • Unberechtigtes Parken auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz: 55 statt wie bisher 35 Euro. Wer seinen Wagen unberechtigterweise auf einem Parkplatz für E-Autos oder Carsharing-Fahrzeuge abstellt, zahlt ebenfalls 55 Euro.

  • 🔊

    Unnötiger Lärm, vermeidbare Abgas-Belästigung oder unnützes Hin- und Herfahren: 100 statt wie bisher 20 Euro.

  • 🚲

    Mit dem Fahrzeug unberechtigt auf Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen fahren oder halten: 100 Euro statt wie bisher 25 Euro Strafe.

  • 🚒

    Zuparken einer amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrt: 100 statt 35 Euro. Wird dadurch ein Rettungsfahrzeug behindert: ebenfalls 100 statt 65 Euro.

  • 🚚

    LKWs müssen jetzt beim Rechtsabbiegen innerorts mit Schritt-Geschwindigkeit fahren. Bei Verstößen werden 70 Euro Bußgeld fällig.

  • 🚑

    Verkehrsteilnehmer:innen, die die Rettungsgasse widerrechtlich befahren, müssen mit einem Bußgeld von 240 bis 320 Euro rechnen. Zuvor begann die Strafe bei 200 Euro. Hierfür gibt es übrigens auch 2 Punkte in Flensburg und 1 Monat Fahrverbot.

  • 📋

    Hier geht's zu den weiteren Verordnungen.

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FAQ zum Bußgeldkatalog 2021

  • ⁉️

    Ist der neue Bußgeldkatalog schon gültig?

    Nein, er wurde erst am 8. Oktober durch den Bundestag beschlossen, und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) muss noch unterschreiben. Die neuen Regeln sollen noch diesen Herbst in Kraft treten.

  • ⁉️

    Warum gibt es einen neuen Bußgeldkatalog?

    Durch die neuen Regelungen sollen Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und auch andere Verkehrsteilnehmer:innen besser geschützt werden.

  • ⁉️

    Bußgelder - ignorieren oder zahlen?

    Wenn du zu schnell gefahren bist oder falsch geparkt hast, bekommst du einen Bußgeld-Bescheid. Es handelt sich hier um eine Ordungswidrigkeit. Auf unserer Seite erfährst du, wann du Strafzettel ignorieren kannst - und wann du zahlen solltest.

Veröffentlicht: 08.10.2021 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau