Diese uralte und gruselige Maske wurde gerade in Südamerika gefunden
Antiquity Publications Ltd, 2017

Diese uralte und gruselige Maske wurde gerade in Südamerika gefunden

vor 6 Monaten

Nach schweren Regengüssen werden manchmal eigenartige Dinge an die Erdoberfläche getragen. Manchmal auch 3.000 Jahre alte Masken in Südamerika, die unser bisheriges Verständnis von solcher „Technologie“ auf den Kopf stellen.

Die Maske guckte 2005 einfach so aus der Erde. Das war in der Nähe des Dörfchens La Quebrada im Norden Argentiniens. Lange Zeit wurde sie untersucht. Jetzt haben Anthropologen der Universidad de Buenos Aires ihre Ergebnisse in einer Studie veröffentlicht.

Maske

3.000 Jahre alte Maske aus Kupfer
Links die Vorder-, rechts die Rückseite
© Antiquity Publications Ltd, 2017

Die Maske aus Kupfer ist rechteckig, 18 Zentimeter hoch und 15 Zentimeter breit. Und sie ist menschenähnlich. Mit Löchern für Mund, Augen, Nase. Wozu wurde sie genutzt?

Neben ihr wurden Knochenüberreste von mindestens 14 Menschen gefunden – darunter Männer, Frauen und Kinder. Einige der Knochen hatten grüne Flecken, die typischerweise vom Kupfer kommen (genauer gesagt vom Kupferkarbonat). Daraus besteht die Maske. Wer also hat sie getragen?

Die Forscher gehen davon aus, dass sie Teil eines Beerdigungsrituals gewesen sein muss. Eventuell, um Vorfahren zu repräsentieren. In den Anden waren die Vorfahren sehr wichtig und heilig. Es war üblich, dass man die Knochen der Verstorbenen mit sich nahm, wenn man von Dorf zu Dorf zog. Es könnte sein, dass den Überresten die Maske „angezogen“ wurde. Aber das ist noch nicht bestätigt.

Fest steht, dass die Maske das älteste, in Form gebrachte Kupfer-Objekt ist, das jemals in den Anden gefunden wurde. Die Forscher fanden außerdem heraus, dass sich das in der Maske befundene Erz aus einer Region stammte, die etwa 70 Kilometer vom Fundort entfernt liegt. Sie ist also auch gereist.

Wofür sie genau eingesetzt wurde, bleibt also zumindest momentan noch ein Geheimnis.

In Mexiko werden die Toten sogar mit einem eigenen Straßenfest geehrt – auch dort werden ganz bestimmte Masken getragen. Wir waren bei der Parade der Toten dabei:

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