Studie zeigt, dass Frauen ihr Gehirn mehr nutzen als Männer
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Studie zeigt, dass Frauen ihr Gehirn mehr nutzen als Männer

vor 3 Monaten

Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß, was wir Frauen schon immer wussten: Wir nutzen unser Gehirn nicht nur öfter als Männer, sondern auch in mehr Bereichen. Das fand jetzt eine Studie heraus.

Ihr könntet jetzt sagen: „Ach, das haben die doch bestimmt an nur ganz wenigen Personen getestet“, aber dem ist nicht so. Im Gegenteil: Für die Studie wurden die Gehirne von 46.034 Menschen gescannt. Aber – ja, jetzt kommt ein „Aber“ – nur wenige Hundert von ihnen sind relevant für die Studienergebnisse. Das erklären wir weiter unten.

Eigentlich ging es darum, herauszufinden, wie unterschiedlich männliche und weibliche Gehirne funktionieren. Ergebnis: Gesunde Frauen zeigen mehr Aktivität in viel mehr Bereichen des Gehirns als Männer. Aber keine Sorge: Bei gesunden Männern stellte sich heraus, dass zumindest in bestimmten Gehirnbereichen eine erhöhte Aktivität gemessen werden konnte.

Gehirn

Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Frauen haben einen erhöhten Blutstrom in den rötlichen Gebieten, Männer in den blau eingefärbten.
© Journal of Alzheimer's Disease

Durchgeführt wurde die Studie von einem Team aus Psychiatern, um zukünftig besser auf Alzheimer-Patienten eingehen zu können. Weiß man, ob und wie unterschiedlich die Gehirne von Männern und Frauen funktionieren, kann man besser auf sie eingehen. Für die Scans haben die Forscher die Methode SPECT (Single-Photon-Emissions-Computertomographie) genutzt. Mit ihr können die Blutströme im Gehirn gemessen werden. Daraus kann man ableiten, welche Teile besonders gefordert oder genutzt werden.

Aber welche Bereiche genau werden von Frauen häufiger genutzt? Zum einen der Präfrontale Cortex, der verantwortlich für Impulskontrolle und emotionale Bewertungen ist. Zum anderen das limbische System, das für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich ist. Das könnte dafür verantwortlich sein, dass Frauen generell empathischer, intuitiver sind und sich selbst besser unter Kontrolle haben. Bei den Männern sind das visuelle und das Koordinationszentrum im Gehirn aktiver.

Aber Achtung: Auch wenn die Studie erstmal toll klingt. Die große Mehrheit der Scans wurden an Menschen durchgeführt, die an einer psychischen Erkrankung leiden (Hirntraumata, bipolare Störungen, Gefühlsschwankungen, Schizophrenie oder ADHS). Ergo: Nur wenige Hundert waren komplett gesund. Deswegen kann man die Ergebnisse nicht auf den Durchschnittsmenschen beziehen, weil nicht repräsentativ.

Die Forscher aber hoffen, mit ihren Ergebnissen herauszufinden, warum weibliche und männliche Patienten unterschiedlich anfällig für bestimmte psychische Erkrankungen sind. Und zumindest dafür haben sie ihre Ergebnisse. Denn laut denen seien Frauen anfälliger für Alzheimer, Depressionen, Angst- und Essstörungen. Männer dagegen für ADHS.

Und wenn das Gehirn jetzt nicht so rund läuft? Dafür gibt es Tabletten – ganz legal – die deine Gehirnleistung steigern sollen. Wie soll das gehen? Und ist das ungefährlich? Unser mutiger Reporter Martin Dunkelmann hat die „Nootropics“ im Selbsttest ausprobiert:

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