Eine Frau verlor 25 Liter Blut – doch ihre Ärzte konnten sie trotzdem retten
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Eine Frau verlor 25 Liter Blut – doch ihre Ärzte konnten sie trotzdem retten

vor 3 Monaten

Als eine Frau während eines Kaiserschnitts unvorhersehbare Blutungen hatte, retteten ihre Ärzte in einer neunstündigen Operation durch mehrere Bluttransfusionen ihr Leben. Insgesamt verlor sie 25 Liter Blut, das sofort wieder ersetzt wurde. Ein Mensch hat normalerweise nur rund fünf bis sechs Liter Blut im Körper.

Die 38-jährige Sakina Jamshid Magiri hatte Glück im Unglück. Für die Geburt ihres neunten Kindes hatten die Ärzte einen Kaiserschnitt angesetzt. Doch als sie schon mit offenem Unterleib auf dem OP-Tisch im Latifa Krankenhaus in Dubai lag, kam es zu Komplikationen: Die Ärzte entdeckten, dass ihre Plazenta unnatürlich mit der Gebärmutter und sogar der Blase verwachsen war. Solche Verformungen nennt man in der Fachsprache Placenta accreta.

Man kann sie während der Schwangerschaft nicht feststellen. Die Chirurgen wussten also nichts von den Verwachsungen, bevor sie Sakina Jamshid Magiri aufschnitten. Dann blutete es plötzlich in Strömen aus ihrem Bauch. Die Plazenta ist nämlich mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden. Wenn sich die wuchernde Plazenta von anderem Gewebe löst, kommt es dort zu schwer kontrollierbaren Blutungen.

Um Sakina sofort Bluttransfusionen zu geben, umgingen die Ärzte die normalen Formalien und ließen massig Blutbeutel in den OP-Saal bringen. Doch trotz Bluttransfusion stand es schlecht um sie. „Für einen Moment sah es so aus als würden wir sie verlieren, weil ihr Blutdruck gefährlich niedrig war. Aber wir gaben nicht auf.“, erinnert sich der Arzt Amal Al Qedrah. Es kamen sogar Kollegen aus zwei anderen Krankenhäuser zur Hilfe. Neun Stunden lang versuchten sie, den Blutverlust mit Transfusionen auszugleichen und gleichzeitig die Plazenta von der Blase zu trennen. Dabei verlor Sakina insgesamt 25 Liter Blut, die sofort ersetzt werden mussten. Das ist ungefähr das Fünffache davon, wie viel Blut man normalerweise im Körper hat.

Zumindest das Baby überstand das Ganze ohne Schaden. Und auch Sakina hatte Glück: Zwar musste ihre Gebärmutter entfernt werden und auch ihr Blase trug Verletzungen davon, die Blutung konnte aber gestillt werden. Sie überlebte. Und darüber ist sie überglücklich. „Ich bin den Ärzten sehr dankbar, dass sie die große Leistung vollbrachten, mein Leben und das meiner Tochter Fatima zu retten. Ich fühle mich schon besser und kann gehen und mein Baby halten. Bald werde ich heimgehen können. Ich danke ihnen für dieses Geschenk an meine Tochter und mich“, erklärte sie im Krankenhaus.

Es ist immer wieder überraschend, wie weit die heutige Medizin schon fortgeschritten ist. Wusstest du beispielsweise schon, dass es Forschern gelungen ist, eine Kreuzung aus Menschen und Schweinen zu erschaffen? Wir erklären dir, wie das möglich ist:

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