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Frau hat Erkältung und Schnupfen

Nase voll? Das passiert, wenn dich eine Erkältung plagt

Husten, Rotz und Schleim. Dein Körper arbeitet auf Hochtouren, um eine Erkältung schnell wieder los zu werden. Was deine Nase dazu beiträgt und hilfreiche Tipps gegen Erkältungen, erfährst du hier. Im Clip: Warum immer nur ein Nasenloch verstopft ist.
Nase voll? Das passiert, wenn dich eine Erkältung plagt
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Das Wichtigste zum Thema Erkältungen

  • Deine Nase läuft, du niest, du hustet? Prima! Denn das sind Abwehr-Reaktionen deines Körpers, der unerwünschte Bakterien los wird.

  • Im Schnitt bist du pro Jahr zwei- bis viermal erkältet, Kinder sogar bis zu achtmal.

  • Vitamine aus frischem Obst und Gemüse sowie Bewegung im Freien helfen dir, damit du keine Erkältung bekommst.

Eine Schniefnase kommt selten allein: Erkältungs-Fakten im Überblick

Erkältungs-Fakten im Check
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Hochziehen oder laufen lassen? So wirst du schneller gesund

  • 🤧

    Papiertaschentücher nur einmal verwenden.

  • 🤒

    Bei leichtem Fieber helfen zwei bis drei Tage im Bett. Spaziergänge im Freien stärken dein Immunsystem. Sport? Auf keinen Fall.

  • 🤝

    Lass es raus. Nies in die Armbeuge, aber unterdrück es nicht, sonst nisten sich die Bakterien ein. Vermeide es, Hände zu schütteln und wasch sie häufig.

  • Wärme fördert die Durchblutung der Nasenschleimhäute sowie des ganzen Körpers. Daher lautet dein Dresscode: Schal, Wollsocken und dicker Pulli.

  • Lüfte dein Krankenzimmer. Geheizte Raumluft trocknet mit der Zeit aus und mit ihr die Schleimhäute. Um die feucht zu halten, helfen Dampf-Inhalationen.

  • 🍋

    Vitamin C, Zink und Selen braucht dein Körper. Das Vitamin ist in Citrusfrüchten vorhanden, Zink ist Milchprodukten oder Rindfleisch, Selen steckt in Fisch, Fleisch und Nüssen.

  • 👃

    Vorsicht: Nasensprays lassen zwar die Schleimhäute abschwellen , aber machen auch abhängig. Verwende sie daher nur im Notfall und maximal eine Woche.

Von Halsschmerzen bis Husten: So verläuft eine Erkältung

Typischer Verlauf einer Erkältungskrankheit inkl. Inkubationszeit

Hausmittel im Test: Die besten Tipps gegen eine Erkältung

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Und? Wie läuft's? Ein Interview mit einer Nase

  • Galileo: Was ist dein Job?

  • 👃

    Durch mich bekommst du Luft. Aber ich hab noch coolere Aufgaben. Ich filtere deine Atemluft und sorge auch dafür, dass du überhaupt etwas riechen kannst.

  • Galileo: Wie filterst du die Luft?

  • 👃

    Meine Nasenschleimhaut erwärmt, befeuchtet und reinigt die Luft, die du einatmest. Schmutz und Mikroben halte ich dir mit Flimmerzellen und feinen Härchen vom Leib. Den ausgefilterten Dreck verpacke ich in Schleim und lasse ihn abtransportieren. Na ja, eigentlich schluckst du ihn einfach runter. Das merkst du aber die meiste Zeit eh nicht.

  • Galileo: Also ein Traumjob?

  • 👃

    Es nervt, wenn du Schnupfen hast. Dann entzünden sich meine Schleimhäute, werden wund und schwellen an. Das macht keinen Spaß.

  • Galileo: Also machst du dann blau?

  • 👃

    Quatsch. Ich bin tagelang beschäftigt, deine Krankheitserreger und Bakterien wieder loszubekommen. Anders ausgedrückt: Du rotzt ohne Ende.

  • Galileo: Wie oft hast du Schnupfen?

  • 👃

    Ach, es erwischt mich so zwei- bis viermal im Jahr. Also dich dann natürlich auch. Das ist okay. Schlimmer ist es nur, wenn du auch noch Allergiker:in bist. Dann mach ich Überstunden.

Wieso ist eigentlich immer nur ein Nasenloch verstopft?

So eine Nase ist "schlauer" als gedacht, denn bei den meisten Menschen teilen sich die beiden Nasenflügel die Arbeit. Hintergrund: Der ständige Luftzug beim Atmen, immerhin neun Liter Luft pro Minute, stresst die Schleimhäute enorm.

Bevor sie austrocknen und die als Schmutzfilter gewachsenen Härchen absterben, wechselt der Körper unbewusst alle zwei bis drei Stunden von einem Nasenloch zum anderen. Eine Nasenschleimhaut schwillt an und ruht, die andere schwillt ab und übernimmt die Atemarbeit. Du atmest dann vorrangig durch das abgeschwollene Nasenloch.

Frau atmet abwechseln durch ihre Nasenlöcher


Deine Nase teilt sich die Arbeit clever auf. Deshalb verstopft auch immer nur ein Nasenloch.
© Getty Images

Das steuert das vegetative Nervensystem, kurz VNS. Darauf hast du keinen direkten Einfluss. Das VNS regelt auch deinen Herzschlag, deine Verdauung oder deinen Stoffwechsel.

Normalerweise fällt dir nicht auf, durch welches Nasenloch du gerade hauptsächlich atmest. Bist du erkältet, sind meist beide verstopft. Aber dadurch, dass sich die Nasenflügel mit ausruhen abwechseln, kommt es dir so vor, als wäre deine Nase noch dichter als sonst. Wenn du dieses Phänomen an deiner gesunden Nase testest und abwechselnd das eine und dann das andere Nasenloch zuhältst, kannst du diesen Effekt ebenfalls spüren.

Wenn es dich erwischt: Diese Hausmittel helfen

  • 🌡

    Warm bleiben, ob im Bett, in der Badewanne oder mit Wärmflasche. Auch sanfte Sauna-Gänge können guttun, wenn es dich noch nicht völlig erwischt hat.

  • 🍵

    Abwarten und Tee trinken. So befeuchtest du die Schleimhäute und wehrst Bakterien ab. Wenn du Zitrone oder Ingwer hinzugeben willst: Bitte erst bei unter 40 Grad Celsius, sonst killt die Hitze die Vitamine.

  • 🍯

    Honig stärkt das Immunsystem und beruhigt den gereizten Hals. Die Powerstoffe stecken aber nur im echten Honig vom Imker, nicht in Kunsthonig.

  • 🌊

    Gurgeln oder Nasenspülung mit Salzwasser. Die optimale Mischung ist laut Frau Dr. Hamann: 1/2 Teelöffel normales Salz auf ein Glas Wasser (200 bis 250 Milliliter).

  • 🐓

    Selbstgemachte Hühnersuppe liefert jede Menge Mineralien und wärmt von innen. Dass sie gesundheitsfördernd wirkt, haben Forschende der Universität von Nebraska sogar mit Studien belegt.

  • 💧

    Ätherische Öle können bei verstopfter Nase helfen. Vor allem Eukalyptus und Minze lösen den Schleim und befreien deine Atemwege.

  • 🍋

    Vitamine tanken, etwa mit diesem Immun-Booster: Eine Zitrone und eine Orange auspressen, 100 Gramm Ingwer schälen, einen Apfel entkernen und alles zusammen im Mixer pürieren.

Vorsicht, ansteckend! Wo lauern Erkältungs-Viren?

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Welche Arten von Schnupfen gibt es sonst noch?

  • 🤧

    Erkältung: Der häufigste Grund für eine Schnupfennase, aber nicht der einzige.

  • 🤒

    Grippe: Die Symptome wie Halsweh, Kopfschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Husten und die laufende Nase sind bei einer Virusgrippe einer Erkältung sehr ähnlich, aber deutlich schlimmer.

  • 🌳

    Allergien: Pollen, Blütenstaub und Gräser vermiesen einem den Frühling. Wer hingegen auf Hausstaub-Milben, Tierhaare und -schuppen, Schimmelpilze oder bestimmte Lebensmittel allergisch ist, hat womöglich das ganze Jahr über eine Triefnase.

  • 😤

    Übersensibilität: Manche reagieren empfindlich auf Umwelteinflüsse. Dazu zählen Luftverschmutzung, Ozon, Feinstaub, Abgase, aber auch Tabak-Rauch oder Putzmitteln. In extremeren Fällen lassen schon scharfe Gerüche oder pikante Speisen die Nase laufen. Sogar Temperatur-Wechsel, kalte Luft, Stress oder seelische Sorgen bringen dich ab und an zum Schniefen.

  • 👩‍⚕️

    Chronischer Schnupfen: Verändert sich die Nase oder wachsen in ihr Sporne oder Polypen (Gewebeverhärtung oder Geschwulst), wird der Schnupfen zum ständigen Begleiter. Hier hilft meist nur noch eine OP.

  • 💦

    Nasensprays: Übermäßiger Gebrauch von Nasensprays lässt die Nase schnell zur Dauerläuferin mutieren. Die Entwöhnung des "Suchtmittels Nasenspray" gelingt meist nur mit ärztlicher Hilfe.

  • 💊

    Medikamente: Auch Arzneimittel lassen gerne mal die Schleimhäute anschwellen und vertrocknen. Dazu zählen etwa die Antibaby-Pille sowie einige Mittel gegen Bluthochdruck wie Betablocker, ACE-Hemmer und Antisympathotonika.

Veröffentlicht: 06.10.2022 / Autor: Andreas Ilmberger