Möchtegern-Forscher behaupten, eine "Alien-Mumie" gefunden zu haben
YouTube / Gaia

Möchtegern-Forscher behaupten, eine „Alien-Mumie“ gefunden zu haben

vor 6 Tagen

Ab Montag, 04. Dezember gibt es eine neue Galileo-Rubrik: Galileo What The Fakt. Dort nehmen wir krasse WTF-Momente und erklären euch die Fakten dahinter. Immer 20 Uhr geht’s auf ProSieben los und den ganzen Tag gibt’s spannende Fakten und skurrile Geschichten auf unserer Facebook-Seite.strong>

In dieser Woche macht der angebliche Fund einer „Alien-Mumie“ die Runde im Netz. Das Video, das den Fund zeigt, ist auf den ersten Blick ziemlich beeindruckend, aber wir nehmen es gleich vorweg: Hier handelt es sich um einen Hoax und zwar um einen ziemlich miesen.

Angeblich wurde das mumifizierte Alien in der Nähe der Nazca-Linien gefunden. Hier handelt es sich um riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru.

"Alien-Mumie"
Forscher behaupten, diese „Alien-Mumie“ in der Nähe der Nazca-Linien gefunden zu haben.
© YouTube / Gaia

Das Material zeigt ein mumifiziertes Wesen, das von weißem Puder bedeckt ist. Das „Geschöpf“ hat sechs Finger und sechs Zehen. Der Schädel ist gestreckt und insgesamt erinnert die Mumie an Aliens, wie wir sie schon so oft in Filmen gesehen haben.

Maria das Alien

Die Entdeckung wurde von der Seite Gaia.com verkündet, die behauptet, ein skeptisches Portal gegen „konventionelle Weisheiten“ zu sein. Mit anderen Worten: Beweise und logik scheinen keine große Rolle zu spielen. Im besagten Video wird es so dargestellt, als würde das mysteriöse Wesen nicht von der Erde stammen.

„Aus der DNA-Probe konnten wir feststellen, dass dies eine Frau ist, die heute als Maria bekannt ist, da das Y-Chromosom fehlt“, sagte Michael Aseev, Leiter der Abteilung für genetische Analysen der Russischen Akademie der Wissenschaften im Video.

Laut iflscience.com sind drei der Mitglieder der „Expedition“ bekannt für Hoaxes, mit denen sie Geld verdienen. So haben Jamie Maussan und Jesus Zalce Benitez bereits 2015 behauptet, eine „Alien-Mumie“ gefunden zu haben. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der Mumie um ein menschliches Kind. Diese Mumie wurde im Rahmen eines Bezahl-Events namens „Be Witness“ präsentiert.

Verschwörungs-Flatrate

Als wäre das noch nicht genug, behauptet der dritte im Bunde, Dr. Konstantin Kototkow, er hätte eine Kamera entwickelt, mit der man die Aura des Menschen fotografieren könne. Diese ist zu einem Preis von rund 850 Dollar erhältlich.

Und was die Mumie selbst betrifft: Echten Mumien, die bisher entdeckt wurden, sind meist beschaffen wie Leder – schließlich ist die Haut von Mumien ausgetrocknet. Die neue „Alien-Mumie“ sieht hingegen aus, als würde sie aus Gips bestehen.

Ach ja, es ist auch noch erwähnenswert, dass ein unbegrenzter Video-Zugang auf Gaia.com 95,40 Dollar pro Jahr kostet.

Alles in allem halten wir es für totalen Quatsch, dass diese Mumie ein Beweis für die Existenz für Aliens sein soll. Aber nun wissen wir wenigstens, wie man mit Fake-Alien-Mumien Geld macht. Und hey, das ist besser als nichts.

Sollten wir jemals wirklich auf Aliens stoßen, dann wahrscheinlich, weil das SETI-Institut gute Arbeit leistet. Wie man dort nach Aliens sucht, erfahrt ihr hier:

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