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Spekulatius

Ur-Spekulatius - wir zeigen dir das Original-Rezept

Spekulatius - woher stammt die Weihnachtsleckerei? Belgien und die Niederlande sehen sich beide als Erfinder. Aber Moment mal: Das Gebäck ist älter als deren Landesgrenzen! Wir zeigen dir das "Ur-Rezept" zum Nachbacken. Im Clip: 3 süße und gesunde Weihnachtsrezepte.
Ur-Spekulatius - wir zeigen dir das Original-Rezept
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Spekulatius gab es schon im Mittelalter

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    Spekulatius zählt zum beliebtesten Gebäck weltweit. Fun Fact: In vielen fernen Ländern wie etwa Indonesien ist er ganzjährig eine gefragte Süßigkeit. Das liegt daran, dass Indonesien einst eine niederländische Kolonie war.

  • Woher kommt das Gebäck? Gleich 2 Länder streiten darum: Belgien und die Niederlande. Dabei gab es die Spezialität schon im Mittelalter - lange, bevor es ab 1830 überhaupt die Landesgrenzen gab.

  • 😋

    Wir zeigen dir weiter unten das Original-Rezept aus Belgien und Inspirationen zum Verfeinern aus den Niederlanden.

  • 📅

    Auch in Deutschland essen 35 Prozent der 18- bis 24-Jährigen Spekulatius außerhalb der Weihnachtszeit laut einer YouGov-Umfrage. Übrigens: Der 2. Dezember ist bei uns seit 2019 der offizielle "Tag des Spekulatius".

Weihnachtsgebäck aus aller Welt

Weihnachtsgebäck aus aller Welt

Weihnachten duftet und schmeckt hierzulande nach Zimt, Vanille und Nelke. Aber wie riecht und schmeckt es eigentlich in anderen Nationen rund um die Adventszeit?

Spekulatius: Das Ur-Rezept aus Belgien

Butter, Mehl, Zimt, Nelken und brauner Zucker - die Belgier:innen mögen ihren Spekulatius klassisch, ohne Spielereien. Der braune Zucker ist wichtig für die Farbe und einen aromatischen Geschmack. Das Rezept stammt aus der Traditionsbäckerei "Maison Dandoy" in Brüssel. Seit 1829 backt man hier nach altem Familien-Rezept belgische "Speculoos".

Na dann mal los:

Zutaten

  • 1 kg Mehl
  • 300 g Butter
  • 600 g brauner Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Nelke
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  • 🧈

    In einer Schüssel den braunen Zucker, die Butter, das Salz und die Gewürze vermischen und verquirlen, bis eine cremige Konsistenz entsteht.

  • 🥄

    Langsam das Wasser hinzugeben und mit verrühren.

  • ⏲️

    Gegen Klumpenbildung das Mehl und das Natron erst sieben - und dann langsam unter die Masse rühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Ist die Konsistenz schön klebrig, ab damit für circa 1 Stunde in den Kühlschrank.

  • 👨🏽‍🍳

    Danach den Teig in Stücke schneiden und mit dem Nudelholz ein wenig bearbeiten.

  • 👐

    Die Keks-Form für den Spekulatius bemehlen und den Teig mit den Händen hineindrücken. Den Überschuss mit einem Draht abschneiden. Die Form auf den Tisch schlagen, die Kekse vorsichtig ablösen und auf ein gefettetes Backblech legen.

  • 🔪

    Wenn du keine Form für Spekulatius hast, rolle mit dem Nudelholz über die Stücke - bis sie 2 bis 5 mm dünn sind. Schneide dann die einzelnen Kekse mit einem Messer zurecht.

  • 😋

    Das Backblech in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen schieben. Backe die Spekulatius 10 Minuten oder etwas länger - je nach Dicke der Kekse.

Spekulatius-Inspirationen aus den Niederlanden

In den Niederlanden genießt man "Speculaas" mit etwas mehr Spielereien. Die Grund-Zutaten sind ebenfalls Butter, Mehl und Natron - allerdings:

  • 🍋 Nimmt man hier eine Mischung 3 Zucker-Arten: braunen Zucker, weißen Zucker und Zitronen-Zucker (je zu gleichen Anteilen). Zitronen-Zucker ist Zucker, der zuvor mit Zitronensaft mariniert wurde.
  • 😋Außerdem kommen hier viele Gewürze in den Teig: Nelken, Zimt, Kardamom, Ingwer und Muskatnuss.
  • 🥛Die Niederländer:innen setzen auf einen Schuss Buttermilch statt einen Schuss Wasser.
  • 👩‍🍳Wer es "crunchy" mag, kann den Spekulatius noch mit Mandeln verzieren.

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Veröffentlicht: 25.11.2021 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau