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Brot backen - Probier's doch selbst mal

Die Deutschen gelten als Brotweltmeister, und seit der Corona-Krise backen sie es liebend gern zu Hause. Wir zeigen dir, wie es geht - auch ohne extra Hefe.
Brot backen kannst du auch selbst - sogar ohne extra Hefe.

Das Wichtigste zum Thema Brotbacken

  • In der Corona-Isolation haben die Deutschen ihre Liebe zum Brotbacken neu entdeckt. Immer wieder war Hefe ausverkauft.

  • Sauerteig-Brot klappt auch ohne Hefe. Dazu stellst du mit Hilfe von Roggenmehl und Wasser eigenes "Anstellgut" her. Die Anleitung findest du unten.

  • Das Deutsche Brot-Institut registriert rund 3.200 Brotsorten. Deshalb gelten die Deutschen auch als Brotweltmeister.

10 kuriose Fakten über Brot

10 kuriose Fakten über Brot

10 kuriose Fakten über Brot

Die Deutschen sind nicht nur Weltmeister im Brotbacken - sondern auch im Brotessen. Und wusstest du, dass es eine Sorte gibt, die sogar 60 Jahre nach dem Backen noch genießbar ist. Diese und noch mehr wissenswerte Fakten über Brot gibt's im Clip.

So setzt du das "Anstellgut" für den Sauerteig an

Sauerteig basiert auf Michsäurebakterien und Hefen. Diese sind im Mehl, das du verarbeitest, aber schon drin. Du brauchst im Supermarkt also keine extra Hefe kaufen. Für den "Starter" brauchst du 5 Tage.

Vermische 20 Gramm Roggenmehl mit 40 Milliliter lauwarmem Wasser. Bei 25 bis 30 Grad Raumtemperatur lässt du den Brei in einem Gefäß 24 Stunden gären. Wichtig: Nicht verschließen! Es muss Luft dran kommen. Am nächsten Tag gibst du nochmal 20 Gramm Roggenmehl und 40 Milliliter Wasser hinzu. So machst du's auch an Tag 3 und Tag 4 und gibst dann am 5. Tag nochmal 10 Gramm Mehl dazu.

Der Teig riecht immer wieder säuerlich oder wirft Bläschen. Verfärbt er sich allerdings oder bildet gar Schimmel oder stinkt am 5. Tag, musst du ihn leider wegwerfen.

Bereitest du mit diesem "Anstellgut" Teig zu, nimm etwas vom Sauerteig weg und bewahre ihn in einem sauberen, gut verschlossenen Einmachglas im Kühlschrank auf. Er dient dir dann als neues Anstellgut für den nächsten Sauerteig und hält sich eine Woche. Im Brot-Rezept steht, wie viel du davon brauchst. So entwickelt sich ein Kreislauf - und du hast immer brauchbares Anstellgut im Kühlschrank.

Deutsche Inungsbäcker/ Michael Isensee, Deutsches Brotinstitut

Und nun wird gebacken

Für dein Brot nimmst du nun 60 Gramm Anstellgut, eine Prise Salz, 300 Milliliter warmes Wasser und 270 Gramm Roggenmehl. Verrühre alles und lass den Sauerteig einen halben Tag gehen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.

Dann gießt du 150 Milliliter heißes Wasser in eine Schüssel, gibst nochmal eine Prise Salz dazu und stäubst 300 Gramm Roggenmehl hinein. Darauf gibst du den Sauerteig und mischst alles, bis eine homogene Masse entsteht. Lass ihn eine halbe Stunde gehen.

Dann formst du ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Laib. Den packst du in ein Gärkörbchen und lässt ihn ungefähr 1 Stunde gehen, bis er nochmals um die Hälfte größer geworden ist.

In der Zwischenzeit hast du den Backofen auf 230 Grad vorgeheizt.

Leg den Laib auf ein Blech mit Backpapier und schieb es auf der untersten Schiene in den Ofen. Dort backst du das Brot 1 Stunde. Lass es auf einem Gitter abkühlen.

Das legen die Deutschen am liebsten in den Brotkorb

Und was landet in anderen Ländern auf dem Tisch? Kennst du die Brote aus aller Welt?

7 Fakten über unsere Laib-Speise

  • 🧮

    Konsum: 2019 kauften die Deutschen 1.610.926 Tonnen Brot. Das entspricht ungefähr dem Gewicht von 7 Kreuzfahrtschiffen. Die Einkaufsmenge je Haushalt lag bei fast 40 Kilo.

  • 🚜

    Anbau: Ein Bauer muss für 500 Gramm Weizenbrot 5.500 Weizenkörner ernten. Bei einem Durchschnittsertrag von 16.000 Weizenkörnern pro Quadratmeter kann er darauf Getreide für 1.500 Gramm Brot anbauen.

  • 🗓

    Gedenktag: Der "Tag des Deutschen Brotes" variiert. Dieses Jahr wird er am 5. Mai gefeiert. Der "Internationale Tag des Brotes" ist immer der 16.Oktober.

  • 🏛

    Kultur: Das "Museum für Brot und Kunst" steht in Ulm: www.museumbrotundkunst.de. 2014 ernannte die UNESCO die deutsche Brotkultur zum immateriellen nationalen Kulturerbe - wie den Tango in Argentinien.

  • 🥇

    Brot des Jahres 2020 ist das Roggen-Vollkornbrot. Was die Jury überzeugte: seine Vielfältigkeit von Pumpernickel bis Schwarzbrot und die guten Nährwerte.

  • 🍞

    Älteste Bäckerei: 1591 wird die erste Bäckerei namentlich in einer deutschen Kirchenchronik erwähnt. In 14. Generation betreibt Familie Breithaupt sie heute in Darmstadt.

  • Geschichte: Seit mindestens 30.000 Jahren ernähren sich Menschen von Getreidebrei. Seit rund 22.000 Jahren backen sie ihn auch.

Deutsches Brotinstitut/ Deutsche Innungsbäcker

Dieses Brot schmeckt rund um die Welt

Auf das richtige Lagern kommt es an

Jedes Brot bringt seinen Schutzmantel gleich mit: die Kruste. Je nach Rezept sind einige Sorten haltbarer als andere. Besonders gut kannst du Sauerteig-, Roggen-, oder Vollkornbrot lagern. Die halten sich gut 7 Tage. Reines Weißbrot bleibt 2 Tage frisch.

Am besten bewahrst du es in einem geschlossenen Topf aus Ton oder Steingut auf. Er nimmt einen Teil der Feuchtigkeit des Brots auf. So bildet sich kein Schimmel. Auch ein Brotkasten aus Holz ist okay. Achte darauf, dass er nicht dicht verschlossen ist, damit die Luft zirkulieren kann. Für die nötige Hygiene sorgst du, indem du einmal pro Woche die Krümel entfernst und ihn mit Essigwasser auswischst.

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Veröffentlicht: 16.08.2020 / Autor: Sven Hasselberg