Eine Studie belegt: Diese Website macht tierisch glücklich
via flickr, Tambako The Jaguar, CC BY-ND 2.0

Eine Studie belegt: Diese Website macht tierisch glücklich

vor 8 Monaten

Das „Real Happiness Project“ macht glücklich. Und das Beste daran: Es ist überall und jederzeit zugänglich. Als Waffe gegen negative Gefühle werden Naturvideos eingesetzt. Die werden von einem „Happybot“ verschickt und machen laut einer neuen Studie nachweislich glücklicher. 

Die Website „Real Happiness Project“ will ihre Nutzer glücklich machen. Kurze Videos über die Natur sollen die Laune heben. Ob das wirklich funktioniert? Wir haben es getestet.

Damit die eigene Vorliebe besonders gut getroffen wird, kann man zunächst in einen Chat eintreten. Ein Klick – dann öffnet sich auch schon der Facebook Messenger und du schreibst mit Happybot.

Weil dieses Programm dich besonders effektiv glücklich machen möchte, stellt er erst einmal einige Fragen. Happybot will zum Beispiel wissen, wie du zu Tieren mit vielen Beinen stehst. Oder ob du gerne Abenteuer erlebst. Ein paar weitere Klicks und schon sucht dein Chatpartner in seiner „Real Happiness Library“ nach einem individuellen Video. Mit einem Herzchen versehen kommt es bei an und wartet darauf, dich sehr glücklich zu machen. Das sieht dann ungefähr so aus:

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Mal ehrlich, wer könnte niedlichen Baby-Schildkröten, spielenden Äffchen und süßen Bärenkindern denn schon widerstehen? Wir jedenfalls nicht. Und wenn du nach einem Versuch noch nicht unfassbar glücklich bist, kannst du es gleich nochmal ausprobieren. Und dann am besten noch ein drittes Mal, vor allem wenn gerade Montag ist.

Wie entstand die tierisch süße Website?

Der Startschuss für die glückbringende Website war eine Studie der University of California. Dabei arbeitete das Team rund um den Psychologen Dacher Keltner eng mit BBC Earth zusammen. Mit der Studie wollten die Forscher herausfinden, welche Emotionen Naturfilme in ihren Zuschauern auslösen.

Über 7.500 Teilnehmern aus aller Welt machten bei der Studie mit. Zunächst beschrieben sie ihre momentane Stimmung. Dann sahen sie Videos aus der BBC-Serie „Planet Earth II“ an. Zu Vergleichszwecken wurden weitere Ausschnitte gezeigt, unter anderem aus einer TV-Soap.

Währenddessen wurden ihre Reaktionen aufgezeichnet. Ein Programm zur Gesichtserkennung speicherte jede Veränderungen ihrer Mimik. Nach den Clips beantworteten sie weitere Fragen. Das sollte zeigen, wie stark sie von den Szenen bewegt wurden. Die Ergebnisse wurden von BBC Earth in folgendem Video zusammengefasst:

Die Forscher verglichen ihre Daten mit über 150 früheren Studien. Es war eindeutig: Selbst ganz kurzer Kontakt mit den Natur-Videos erhöht die positiven Gefühle der Zuschauer. Nervosität, Angst, Stress, Überforderung und Müdigkeit nehmen stark ab. Zurück bleiben glückliche Emotionen: Staunen, Begeisterung, Zufriedenheit und Belustigung. Man fühlt sich sofort entspannter und neugieriger. Gleichzeitig wird man ausgeglichener. Deshalb hat man auch mehr Energie zur Verfügung und kann sich besser konzentrieren.

Das nimmt auch Einfluss darauf, wie man mit anderen umgeht: „Wir wissen, dass Verwunderung und Zufriedenheit die Grundlagen menschlichen Glücks ist. Wenn die Menschen Gefühle des Staunens erleben, zeigen sie eher empathisches und gemeinnütziges Verhalten und kommen besser mit Stress klar“, weiß Dacher Keltner.

Natur ist also gut für Körper und Seele. Und wer den Glücksspeicher nicht schon komplett mit Happybot aufgeladen hat, der kann es ja mit Hunde- und Katzenvideos versuchen. Diese sollen laut einer britischen Airline übrigens das perfekte Mittel gegen Flugangst sein. Mehr zu der kuriosen Heilung durch Tiervideos gibt es hier:

 

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