Chile hat gerade ein Milliarden-Dollar-Bohr-Projekt gestoppt, um Pinguine zu retten
Pixabay / webandi

Chile hat gerade ein Milliarden-Dollar-Bohr-Projekt gestoppt, um Pinguine zu retten

vor 3 Monaten

Klimawandel, Umweltverschmutzung und mangelnder Tierschutz – wir Menschen sind nicht gerade eine Wohltat für unseren Planeten. Doch ab und zu blitzt die Hoffnung durch: Die chilenische Regierung hat jetzt ein Herz für Pinguine gezeigt – mit einer selbstlosen Entscheidung, die den vom Aussterben bedrohten Seevögeln das Leben retten könnte. 

Man findet sie nur an der Küste Perus und im Nordteil von Chile: Wildlebende Humboldtpinguine. Um diese vom Aussterben bedrohte Seevogelart zu retten, hat die chilenische Regierung jetzt ein milliardenschweres Bergbauprojekt im nördlichen Coquimbo auf Eis gelegt. Dabei gehen dem Baukonzern Andes Iron ganze 2,5 Milliarden US Dollar durch die Lappen – das haben BBC NEWS und Reuters Report bekanntgegeben.

Geplant war der Bau einer Eisen- und Kupfermine namens Dominga. Die hätte bis zu 12 Millionen Tonnen Eisenkonzentrat und 150.000 Tonnen Kupferkonzentrat pro Jahr liefern sollen – denn Chile sitzt auf einer Kupfermine. Laut einem Bericht des United States Geological Survey aus dem Jahr 2013 gilt das Land sogar als weltweit führender Kupferlieferant.

Doch die eingereichten Baupläne haben den Umweltschutz nicht ausreichend bedacht: Die Region, in der nach dem rötlichen Metall gebohrt werden sollte, befindet sich in unmittelbarer Nähe der Inseln, auf denen 80 Prozent aller Humboldtpinguine leben. Dieses Naturschutzgebiet ist eine der wichtigsten Brutstätten für die schwarz-weißen Seevögel. Und nicht nur Pinguine fühlen sich dort wohl – auch Meeresschildkröten, Buckelwale, Seelöwen und Tümmler.

Darüber hinaus hätte das Projekt außerdem noch den Bau eines neuen Industriehafens mit sich gebracht, was den Lebensraum der Wildtiere zusätzlich beeinträchtigt hätte.

Hier seht ihr den Plan für den Minenbau:


Plan für den Bau der Dominga-Mine
© conocedominga.cl

Die Umweltschutzorganisation Oceana Chile hatte lange gegen das Bergbauprojekt gekämpft und ist nun mehr als glücklich über dessen Scheitern. Sie bezeichnen diesen Schritt als „Sieg für die Menschheit“.

Wildlebende Pinguine haben es schwer. Nicht zuletzt wegen der Eingriffe von uns Menschen in ihr natürliches Umfeld. Zum Beispiel durch Öl im Meer. Das verklebt ihr Gefieder und kann schlimme Folgen haben. Eine Lösung für dieses Problem sind selbstgestrickte Pullover für Pinguine. Ja, richtig gelesen. Was dahinter steckt, erfahrt ihr hier:

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