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Steigende Corona-Zahlen, neue Risikogebiete und kostenlose Test-Stationen

In vielen Regionen steigt die Zahl der Corona-Infektionen wieder massiv an. Was bedeutet das für die Ein- und Ausreise nach Deutschland? Und welche Länder zählen als Risikogebiete?

Das Wichtigste zum Thema Risikogebiete

  • Anfang August wurde die allgemeine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten eingeführt. Die Befürchtung damals: Manche Urlaubs-Rückkehrer haben nicht nur Souvenirs mit im Gepäck, sondern auch das Corona-Virus.

  • Besonders heikel: Am Ende des Sommers sollten die Infektionszahlen möglichst niedrig sein. So steigt die Chance, dass wir ohne Corona-Impfstoff gut durch Herbst und Winter kommen.

  • Seit 30. Juli gibt es an 3 bayerischen Grenzübergängen sowie an großen Bahnhöfen und Flughäfen Test-Stationen. Einreisende aus Risikogebieten können sich hier kostenlos testen lassen.

  • Wichtig bleibt verantwortungsvolles Handeln - unabhängig davon, wo du hinreist. Heißt konkret: Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen, Hände regelmäßig waschen oder desinfizieren. Und bei Symptomen ab zum Testen!

  • In den letzten Wochen landeten einige neue Regionen auf der Liste der Risikogebiete: Wien in Österreich, Budapest in Ungarn sowie einige Regionen in Frankreich, der Schweiz, Kroatien, Rumänien, Tschechien und in den Niederlanden.

Wer bestimmt überhaupt, was ein Risikogebiet ist?

Das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat entscheiden zusammen, welche Länder als Risikogebiete eingestuft werden.

Sie orientieren sich an 2 Entscheidungskriterien: Den Infektionszahlen und der Lage vor Ort. Gab es in einem Land in den letzten 7 Tagen über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, gibt es als Risikogebiet.

Aber auch, wenn die Zahl unterschritten ist, kann ein Land auf der Liste stehen. Die Verantwortlichen entscheiden das anhand der aktuellen Situation in der Region. Welche Maßnahmen wurden getroffen? Wie viele Test-Kapazitäten gibt es? Sind die Daten verlässlich? Sind Ausbrüche lokal begrenzt oder flächendeckend?

Das Robert Koch-Institut (RKI) führt eine Liste der Risikogebiete. Alle aktuellen Risikogebiete findest du am Ende dieser Seite (Stand: 17.09.2020).

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Sommerurlaub trotz Corona

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Die Grenzen zu Spanien, Italien und Österreich - unseren liebsten Urlaubsländern - sind wieder offen. Aber: Wie viel Erholung bekomme ich mit den neuen Hygiene-Regeln?

Verpflichtende Corona-Tests - geht das überhaupt?

Seit 8. August gilt die allgemeine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten.

Im Gespräch ist auch, ob der Test nach 5 bis 7 Tagen wiederholt werden sollte. Denn manchmal können die Corona-Viren erst nach einer Inkubationszeit von ein paar Tagen nachgewiesen werden. In Einzelfällen kann deshalb vom Öffentlichen Gesundheitsdienst ein Wiederholungstest angeordnet werden.

Einreisende, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, haben 10 Tage nach Einreise Anspruch auf eine kostenlose Testung.

Was passiert, wenn du aus einem Urlaub zurückkommst?

Reist du aus einem Nicht-Risikogebiet ein, musst du aktuell weder in Quarantäne noch einen Corona-Test machen. Du kannst dich aber in Bayern freiwillig - und kostenlos - testen lassen, zum Beispiel, wenn du mit dem Auto die Grenze überquerst.

Kommst du aus einem Risikogebiet, musst du 14 Tage in Quarantäne oder einen negativen Corona-Test vorlegen.

Kostenlose Test-Stationen speziell für Urlaubs-Rückkehrer gibt es in Bayern aktuell hier:

  • Autobahn A93 an der Rastanlage Inntal-Ost
  • Autobahn A8 an der Rastanlage Hochfelln-Nord
  • Autobahn A3 an der Raststätte Donautal-Ost
  • Flughafen Nürnberg, Memmingen und München
  • Hauptbahnhof Nürnberg und München

Auch in anderen Bundesländern sind Stationen für Urlaubs-Rückkehrer in Betrieb, zum Beispiel in Schleswig-Holstein.

Generell gilt: Achte während und nach einem Auslands-Aufenthalt verstärkt darauf, ob du Symptome hast. Wenn ja, dann ab zur nächsten Teststelle oder zum Hausarzt. 

So planst du deine Reise in Europa

  • 🇪🇺

    Infos zu Reisen ins europäische Ausland findest du auf der Seite der EU.

  • 📲

    Außerdem informiert das Auswärtige Amt - auch per App. Wer die Push-Nachrichten aktiviert, wird informiert, wenn sich im (geplanten) Reiseland die Lage ändert.

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    Du hast schon konkrete Urlaubspläne? Hier kannst du das Land eingeben, in das du reisen möchtest und bekommst vom Auswärtigen Amt die Reise- und Sicherheitshinweise.

Diese Länder gelten laut RKI aktuell als Risikogebiete (Stand: 17.09.)

Das Robert Koch-Institut aktualisiert laufend die Liste. Den aktuellsten Stand findest du hier.

 

  • Afghanistan (seit 15. Juni)
  • Ägypten (seit 15. Juni)
  • Albanien (seit 15. Juni)
  • Algerien (seit 15. Juni)
  • Andorra - das Fürstentum Andorra (seit 26. August)
  • Angola (seit 15. Juni)
  • Antigua und Barbuda (seit 17. Juni)
  • Äquatorialguinea (seit 15. Juni)
  • Argentinien (seit 15. Juni)
  • Armenien (seit 15. Juni)
  • Aserbaidschan (seit 15. Juni)
  • Äthiopien (seit 15. Juni)
  • Bahamas (seit 15. Juni)
  • Bahrain (seit 15. Juni)
  • Bangladesch (seit 15. Juni)
  • Barbados (seit 15. Juni)
  • Belarus (seit 15. Juni)
  • Belgien –derzeit gelten als Risikogebiete:
    • Region Brüssel (seit 21. August)
  • Belize (seit 15. Juni)
  • Benin (seit 15. Juni)
  • Bhutan (seit 15. Juni)
  • Bolivien (seit 15. Juni)
  • Bosnia und Herzegowina (seit 15. Juni)
  • Brasilien (seit 15. Juni)
  • Bulgarien – die folgenden Verwaltungsbezirke („Oblaste") gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Blagoevgrad (seit 7. August):
  • Burkina Faso (seit 15. Juni)
  • Burundi (seit 15. Juni)
  • Cabo Verde (seit 3. Juli)
  • Chile (seit 15. Juni)
  • Costa Rica (seit 15. Juni)
  • Côte d'Ivoire (seit 15. Juni)
  • Dominica (seit 17. Juni)
  • Dominikanische Republik (seit 15. Juni)
  • Dschibuti (seit 15. Juni)
  • Ecuador (seit 15. Juni)
  • El Salvador (seit 15. Juni)
  • Eritrea (seit 15. Juni)
  • Eswatini (seit 15. Juni)
  • Frankreich – folgende Überseegebiete/Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Île-de-France (seit 24. August)
    • Provence-Alpes-Côte d'Azur (seit 24. August)
    • Occitanie (seit 9. September)
    • Nouvelle-Aquitaine (seit 9. September)
    • Auvergne-Rhone-Alpes (seit 9. September)
    • Korsika (seit 9. September)
    • Hauts-de-France (seit 16. September)
    • Überseegebiet: Französisch-Guyana (seit 21. August)
    • Überseegebiet: Guadeloupe (seit 26. August)
    • Überseegebiet: St. Martin (seit 26. August)
    • Überseegebiet: La Réunion (seit 16. September)
  • Gabun (seit 15. Juni)
  • Gambia (seit 15. Juni)
  • Ghana (seit 15. Juni)
  • Grenada (seit 17. Juni)
  • Guatemala (seit 15. Juni)
  • Guinea (seit 15. Juni)
  • Guinea Bissau (seit 15. Juni)
  • Guyana (seit 15. Juni)
  • Haiti (seit 15. Juni)
  • Honduras (seit 15. Juni)
  • Indien (seit 15. Juni)
  • Indonesien (seit 15. Juni)
  • Irak (seit 15. Juni)
  • Iran (seit 15. Juni)
  • Israel (seit 3. Juli)
  • Jamaika (seit 15. Juni)
  • Jemen (seit 15. Juni)
  • Kamerun (seit 15. Juni)
  • Kasachstan (seit 15. Juni)
  • Katar (seit 15. Juni)
  • Kenia (seit 15. Juni)
  • Kirgisistan (seit 15. Juni)
  • Kolumbien (seit 15. Juni)
  • Komoren (seit 15. Juni)
  • Kongo DR (seit 15. Juni)
  • Kongo Rep (seit 15. Juni)
  • Korea (Volksrepublik) (seit 15. Juni)
  • Kosovo (seit 15. Juni)
  • Kroatien - die folgenden Gespanschaften gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Šibenik-Knin (seit 20. August)
    • Split-Dalmatien (seit 20. August)
    • Zadar (seit 2. September)
    • Dubrovnik-Neretva (seit 9. September)
    • Požega-Slawonien (seit 9. September)
    • Brod-Posavina (seit 16. September)
    • Virovitica-Podravina (seit 16. September)
  • Kuba (seit 15. Juni)
  • Kuwait (seit 15. Juni)
  • Lesotho (seit 15. Juni)
  • Libanon (seit 15. Juni)
  • Liberia (seit 15. Juni)
  • Libyen (seit 15. Juni)
  • Madagaskar (seit 15. Juni)
  • Malawi (seit 15. Juni)
  • Malediven (seit 17. Juli)
  • Mali (seit 15. Juni)
  • Marokko (seit 15. Juni)
  • Mauretanien (seit 15. Juni)
  • Mexiko (seit 15. Juni)
  • Mongolei (seit 15. Juni)
  • Montenegro (15. – 19. Juni und seit 17. Juli)
  • Mosambik (seit 15. Juni)
  • Namibia (seit 15. Juni)
  • Nepal (seit 15. Juni)
  • Nicaragua (seit 15. Juni)
  • Niederlande - die folgenden Provinzen, bzw. autonomen Länder gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Nordholland (Noord-Holland) (seit 16. September)
    • Südholland (Zuid-Holland) (seit 16. September)
    • Aruba (seit 26. August)
    • St. Maarten (seit 26. August)
  • Niger (seit 15. Juni)
  • Nigeria (seit 15. Juni)
  • Nordmazedonien (seit 15. Juni)
  • Oman (seit 15. Juni)
  • Österreich - Bundesland Wien gilt als Risikogebiet (seit 16. September)
  • Pakistan (seit 15. Juni)
  • Palästinensische Gebiete (seit 3. Juli)
  • Panama (seit 15. Juni)
  • Papua-Neuguinea (seit 17. Juni)
  • Paraguay (seit 15. Juni)
  • Peru (seit 15. Juni)
  • Philippinen (seit 15. Juni)
  • Republik Moldau (seit 15. Juni)
  • Rumänien – die folgenden Gebiete („Kreise") gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Bacău (seit 12. August)
    • Bihor (seit 7. August)
    • Brăila (seit 12. August)
    • Brașov (seit 12. August)
    • București (seit 12. August)
    • Caras Severin (seit 16. September)
    • Iasi (seit 9. September)
    • Ilfov (seit 12. August)
    • Neamt (seit 16. September)
    • Prahova (seit 12. August)
    • Vâlcea (seit 20. August)
    • Vaslui (seit 12. August)
  • Russische Föderation (seit 15. Juni)
  • Sankt Kitts und Nevis (seit 16. Juni)
  • Saint Lucia (seit 15. Juni)
  • Saint Vincent und die Grenadinen(seit 16. Juni)
  • Sambia (seit 15. Juni)
  • São Tomé und Príncipe (seit 16. Juni)
  • Saudi Arabien (seit 15. Juni)
  • Schweiz – folgenden Kantone gelten als Risikogebiete:
    • Genf (seit 9. September)
    • Waadt (Vaud) (seit 9. September)
    • Freiburg (Fribourg) (seit 16. September)
  • Senegal (seit 15. Juni)
  • Serbien (seit 15. Juni)
  • Seychellen (seit 17. Juli)
  • Sierra Leone (seit 15. Juni)
  • Simbabwe (seit 15. Juni)
  • Somalia (seit 15. Juni)
  • Spanien - ganz Spanien, einschl. Kanarische Inseln (seit 2. September)
  • Sri Lanka (seit 15. Juni)
  • Südafrika (seit 15. Juni)
  • Sudan (seit 15. Juni)
  • Südsudan (seit 15. Juni)
  • Surinam (seit 15. Juni)
  • Syrische Arabische Republik (seit 15. Juni)
  • Tadschikistan (seit 15. Juni)
  • Tansania (seit 15. Juni)
  • Tschechien – folgende Regionen gelten als Risikogebiete:
    • Prag (seit 9. September)
    • Středočeský (Mittelböhmen) (seit 16. September)
  • Timor Leste (Osttimor) (seit 17. Juni)
  • Togo (seit 15. Juni)
  • Trinidad Tobago (seit 15. Juni)
  • Tschad (seit 15. Juni)
  • Türkei (seit 15. Juni)
  • Turkmenistan (seit 17. Juni)
  • Ukraine (seit 15. Juni)
  • Ungarn: die Hauptstadt Budapest gilt als Risikogebiet (seit 16. September)
  • USA (seit 3. Juli gesamte USA)
  • Usbekistan (seit 15. Juni)
  • Venezuela (seit 15. Juni)
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland – das folgende britische Überseegebiet gilt derzeit als Risikogebiet:
    • Gibraltar (seit 26. August)
  • Zentralafrikanische Republik (seit 15. Juni)
Veröffentlicht: 17.09.2020 / Autor: Franziska Schosser