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Lokal-Besuch trotz Corona: Mit diesen Apps wird's einfacher

Überall, wo du gerade hingehst, musst du wegen Corona deine Kontaktdaten aufschreiben. Es gibt aber auch schon Apps, die das Verfahren vereinfachen und verhindern, dass andere Gäste deine Daten einsehen. Wir geben dir einen Überblick.
Apps für den Restaurant-Besuch

Das Wichtigste zum Thema Lokal-Besuch trotz Corona

  • Für Gastronomen und Ladenbesitzer gilt aktuell: Die Erfassung von Kontaktdaten aller Gäste ist Pflicht!

  • Sollte es trotz Masken und Einhaltung des Mindestabstands zur Corona-Infektion einer Person kommen, die zuvor mit anderen Gästen im Restaurant gesessen hat, müssen die Betreiber eine Liste mit Namen und Kontaktdaten der zu diesem Zeitpunkt dort befindlichen Gäste an die Gesundheitsämter übermitteln.

  • Die sollen so Infektionswege möglichst lückenlos zurückverfolgen und vor allem die betroffenen Personen informieren können.

  • Das heißt, du trägst bei jedem Besuch Namen, Adresse und Telefonnummer in ein Formular ein. Mittlerweile gibt es allerdings auch Apps, die diesen Vorgang erleichtern. Ein paar stellen wir dir hier vor.

App statt Zettel: Das sind die Vorteile

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    Deine persönlichen Kontaktdaten sind nicht für andere sichtbar, sondern landen verschlüsselt auf einem Server oder auf dem Gerät, mit dem sie gespeichert wurden.

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    Apps sind hygienischer, da du weder Stift noch Papier anfassen musst, die schon durch viele Hände gingen.

  • 📴

    Funktioniert überall. Du brauchst keine Internet-Verbindung.

  • Die Apps sparen Zeit. Kein lästiges Zettel ausfüllen mehr, der QR-Code ist schnell gescannt. Auch Betriebe sparen sich Zeit, wenn sie die Stifte nicht mehr desinfizieren und die Zettel nicht mehr aufwändig ablegen und später vernichten müssen.

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    Für dich als Gast ist die Nutzung kostenlos.

#1 Bin Da!

So funktioniert's

Die "Bin Da!"-App findest du im Apple Store oder Google Play Store kostenlos zum Download. Nun legst du ein Profil an, gibst dafür deinen Namen, Telefonnummer und Adresse an. Die App verschlüsselt die Daten daraufhin in einem QR-Code.

Übrigens: Du kannst auch mehrere Profile erstellen - zum Beispiel von Freunden oder deiner Familie. So muss nicht jeder sein Smartphone mit ins Restaurant nehmen.

Den QR-Code zeigst du im Restaurant - oder Friseursalon, Schwimmbad, etc. - vor. Der Betreiber scannt den Code - und schon sind alle wichtigen Infos hinterlegt.

Diese Daten müssen Nutzer der Bin Da!-App angeben. Dem Betreiber werden sie nur anonymisiert angezeigt.


Diese Daten müssen Nutzer der Bin Da!-App angeben. Dem Betreiber werden sie nur anonymisiert angezeigt.
© Screenshot: Bin Da!

Wo landen deine Daten?

Sie werden verschlüsselt und auf einem sicheren Server in Deutschland gespeichert, so die App-Betreiber. Nach Ablauf der Vorhaltefrist von 3 bis 6 Wochen (je nach Bundesland) werden sie automatisch datenschutzkonform vernichtet.

Die Betreiber selbst können deine Daten während der Speicherfrist nicht einsehen. Einzig das Gesundheitsamt kann sie im Ernstfall anfordern.

Wer steckt dahinter?

Hinter der Idee steckt ein Flensburger Start-Up. Innerhalb von 6 Wochen haben Simon Hansen und Christian Feddersen die Software entwickelt, die von Norddeutschland über Berlin in immer mehr Bundesländern inzwischen schon hilft, Infektionsketten zu durchbrechen.

#2 Herein!

So funktioniert's

Das Prinzip von "Herein!" ähnelt dem von "Bin Da!". Du kannst die App gratis bei Google und Apple herunterladen. Die App speichert deine Kontaktdaten als QR-Code, den du dann am Zielort abscannen lässt. Neben Namen und Adresse speichert die App auch den Zeitpunkt der Ankunft und des Verlassens sowie deine Tischnummer.

Wer ein iPhone hat, kann den QR-Code auch in die Wallet übernehmen und so schnell auf ihn zugreifen.

Wo landen deine Daten?

Hier werden sie nicht zentral auf einem Server, sondern ausschließlich lokal auf dem als Scanner verwendeten Gerät gespeichert, so der Anbieter ProjectWizards. Von da aus lassen sie sich als Excel-Datei exportieren, sodass auch Daten von unterschiedlichen Geräten zusammengeführt werden können. Nach einer vorgegebenen Zeitspanne kann die App die gespeicherten Daten automatisch löschen.

Wer steckt dahinter?

Das 2002 gegründete Software-Unternehmen ProjectWizards. Mit über 100.000 verkauften Software-Lizenzen an Kunden in 150 Ländern weltweit gehört es mittlerweile zu den Marktführern für Projektmanagement-Software auf macOS und iOS.

#3 e-guest

So funktioniert's

Auch e-guest kannst du dir kostenlos für Android- oder Apple-Geräte herunterladen. Du hinterlegst Kontakdaten verschlüsselt in der App - allerdings scannt nicht der Betreiber den QR-Code, sondern du. Restaurants, die mitmachen, legen QR-Codes auf ihren Tischen aus. Der Gast scannt die und ist dann mit Uhrzeit, Name und Adresse beim Wirt registriert. In der App kannst du nach allen Betreibern in deiner Nähe suchen, die e-guest nutzen.

Unter den zweiten Reiter von links kannst du nach Restaurants und Co. in deiner Nähe suchen.

Unter dem 2. Reiter von links kannst du nach Restaurants und Co. in deiner Nähe suchen. Bonus: Nach dem QR-Code-Scan können Gäste direkt in der App weitere Services nutzen, zum Beispiel die Speisekarten einsehen. Bald sollen weitere digitale Funktionen folgen, zum Beispiel Service-Mitarbeiter über die App zu rufen oder direkt über die App kontaktlos zu bezahlen. Auch die Option einer Reservierung in den registrierten Restaurants soll es in Zukunft geben.

Wo landen deine Daten?

Sie werden verschlüsselt auf einem sicheren Server in Deutschland gespeichert, wie bei "Bin Da!". Im Infektionsfall kann lediglich die zuständige Behörde die Daten anfordern. Die erfassten Daten werden nach der gesetzlichen Frist von 3 bis 6 Wochen (je nach Bundesland) gelöscht.

Wer steckt dahinter?

e-guest ist ein Portal des in Mönchengladbach sitzenden Start-Ups Logital. Logital befasst sich mit der Entwicklung digitaler Produkte und wurde erst letztes Jahr gegründet.

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Veröffentlicht: 09.09.2020 / Autor: Viviane Osswald