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  2. Bundestagswahl
Der leere Plenarsaal im deutschen Bundestag.

Wer wird bei der Bundestagswahl 2021 gewählt?

Bei der Bundestagswahl wird eine neue Bundeskanzlerin oder ein neuer Bundeskanzler nicht direkt gewählt. Auf dem Stimmzettel findest du keine Kandidatin oder keinen Kandidaten für das Amt. Worüber stimmen wir dann also ab? Im Clip: Darum solltest du wählen gehen!
Wer wird bei der Bundestagswahl 2021 gewählt?
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Worüber stimmen wir bei der Bundestagswahl ab?

  • Bei der Bundestagswahl werden die Abgeordneten des Bundestages gewählt - nicht die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler selbst. Die neu gewählten Abgeordneten wählen dann die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler.

  • Zum 1. Mal in der Geschichte der Bundesrepublik bewerben sich 3 Personen um das Amt der Kanzlerin oder des Kanzlers: Grünen-Politikerin Annalena Baerbock, Sozialdemokrat Olaf Scholz und der christdemokratische Kanzlerkandidat Armin Laschet.

  • Über 2 Wege können Politiker:innen in den Bundestag gewählt werden: die Erst- und die Zweitstimme.

  • Über die Erststimme kannst du direkt eine Kandidatin oder einen Kandidaten aus deinem Wahlkreis wählen. Wer die meisten Stimmen in einem Wahlkreis bekommt, zieht als Wahlkreisabgeordneter in den Bundestag ein.

  • Mit der Zweitstimme stimmst du für eine Partei. Diese Partei hat vorher eine Liste mit ihren Kandidat:innen für dein Bundesland erstellt. Bekommt eine Partei also genügend Zweitstimmen, ziehen Kandidat:innen von der jeweiligen Landesliste in den Bundestag ein.

  • Die Zweitstimme ist von größerer Bedeutung: Über sie entscheidet sich, wie viele Abgeordneten eine Partei im Bundestag stellt und damit, wie die Mehrheitsverhältnisse bis zur nächsten Wahl sind.

  • Bekommt also eine Partei 25 Prozent der Zweitstimmen, stellt sie auch mindestens 25 Prozent der Sitze im Bundestag.

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So funktioniert unsere repräsentative Demokratie

In Deutschland leben wir in einer repräsentativen Demokratie. Dabei bedeutet Demokratie, dass die Macht beim Volk liegt. Repräsentativ heißt: Die Macht liegt nicht direkt beim Volk, sondern bei einer Volksvertretung - im Falle von Deutschland beim Bundestag.

Die Bürgerinnen und Bürger wählen also Vertreter:innen, die dann für einen bestimmten Zeitraum politische Entscheidungen für sie treffen.

Wie unterscheidet sich das Verhältniswahlrecht vom Mehrheitswahlrecht?

  • 🗳

    Bei den Wahlsystemen in Demokratien gibt es 2 Grundtypen: Verhältniswahlrecht und Mehrheitswahlrecht.

  • 📊

    Beim Verhältniswahlrecht (wie in Deutschland) setzen sich die Parlamente nach dem Verhältnis zusammen, nachdem die einzelnen Parteien Stimmen bekommen haben.

  • 🤝

    Es hat zur Folge, dass nur wenige Wählerstimmen verloren gehen und ein großer Bereich des Wählerwillens im Parlament abgebildet wird. Ein Nachteil: Parteien müssen Koalitionen bilden, um politisch zusammenzuarbeiten.

  • 💯

    Ein Beispiel für das Mehrheitswahlrecht sind die USA. Jeder Stimmkreis hat eine gewisse Anzahl an Wahlleuten - abhängig von der Größe der Wählerschaft. Die Kandidatin oder der Kandidat mit den meisten Wählerstimmen in diesem Wahlkreis bekommt alle Wahlmänner dieses Wahlkreises ("The winner takes it all").

  • 🔇

    Damit ist zwar die Regierung stabil - es muss keine Koalition gebildet werden. Allerdings gehen viele Wählerstimmen verloren. Das bedeutet, ihre Interessen werden dann nicht vertreten.

Bundestagswahl 2021: Wer wird die nächste Kanzlerin oder der nächste Kanzler?

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat eine Umfrage zur Direktwahl der Kanzlerkandidaten gemacht.

  • Die Kanzlerin oder der Kanzler wird in Deutschland nicht direkt gewählt, die Beliebtheit der Kandidaten kann aber das Wahlergebnis beeinflussen.

Das wäre das aktuelle Ergebnis bei einer Direktwahl der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers

Veröffentlicht: 25.08.2021 / Autor: Johannes Huyer