Diese 5 Tiere nehmen Drogen
Screenshot via YouTube, BBC

Diese 5 Tiere nehmen Drogen

vor 5 Monaten

Tiere in freie Wildbahn nehmen nur dann Alkohol zu sich, wenn er sich in ihrer natürlich Nahrung gebildet hat. Vögel, die sich von Beeren ernähren, nehmen zum Beispiel Alkohol von vergorenen Früchten zu sich. Es ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen, ob die Tiere sich bewusst mit Alkohol berauschen wollen.

Bei psychoaktiven Substanzen sieht es da schon anders aus. Es gibt einige Tierarten, die sich Substanzen mit drogenähnlicher Wirkung einflößen, die nicht auf ihrem üblichen Ernährungsplan stehen.

Wir haben mal ein paar Beispiele aus dem Tierreich herausgesucht, die lustig, aber auch etwas erschreckend sind:

Katzen fressen Katzenminze

Katzenminze ist für uns Menschen vollkommen harmlos. Aber kommt eure Katze mal an die Pflanze ran, dann werdet ihr sehen: Sie reagiert ziemlich komisch darauf. Katzen reiben sich mit dem ätherischen Öl der Pflanze ein, das im Hypothalamus den rauschartigen Zustand hervorruft. Das Öl enthält Nepetalacton, eine chemische Verbindung, die wie ein Opioid wirken kann. Die Folgen: Schaum vor dem Mund, lautes Miauen und ungewöhnliche Verhaltensmuster.

Wasserbüffel rupfen Mohn

Mit einer Schulterhöhe von fast 1,80 Metern und einem Kampfgewicht von über einer Tonne ist der Wasserbüffel ein ziemliches imposantes Tier. Da ist es nicht gerade eine beruhigende Vorstellung, dass die Muskelpakete auch mal auf Drogen orientierungslos durch die Gegend rennen. Genau das passiert, wenn sich die Büffel an Schlafmohn bedienen. In Kambodscha zum Beispiel rupften durch Krieg traumatisierte Tiere die bitteren Mohnkapseln von der Pflanze. Danach sind die Tiere aufgrund der im Mohn enthaltenen Alkaloide völlig desorientiert.

Mohrenmaki reiben sich an Tausendfüsslern

Eine etwas lustigere Geschichte haben da die Mohrenmakis parat: Um sich vor Insekten zu schützen, bedienen sich die schwarzen Makis bei Tausendfüsslern. Fühlen diese sich bedroht, geben sie ein Sekret ab. Und das stinkt nicht nur, sondern enthält auch ein Alkaloid (Glomerin). Das macht die kleinen Affen ziemlich high. Sie wirken zugedröhnt, abwesend und reiben sich ständig.

Jaguare fressen Ayahuasca-Blätter

Genauso wie ihre zahmen Verwandten, die Hauskatzen, erleben auch Jaguare in den Urwäldern Südamerikas hin und wieder eine psychedelische Erfahrung. Grundsätzlich essen die Tiere Pflanzen, um ihr Verdauungssystem anzuregen. Manchmal geraten sie dabei jedoch an die Ayahuasca-Pflanze (Banisteriopsis caapi). Und die enthält Alkaloide, die nicht nur bei den Tieren zu rauschartigen Zuständen führen. Denn auch wir Menschen, genauer die Angehörigen von Amazonas-Stämmen, benutzen die Wirkung der Pflanze für rituelle Praktiken.

Seidenschwänze trinken Alkohol

Zum Schluss kommen wir dann doch noch zur Volksdroge Nummer eins: Alkohol. Seidenschwänze gelten als die „Trinker“ unter den Vögeln. Denn sie bedienen sich gerne mal an vergorenen Beeren, die Alkohol enthalten. Sie segeln dann etwas schief durch die Luft. Manchmal werden die Tiere sogar von Tierschützern eingesammelt, damit sie ohne Gefahr ausnüchtern können. Denn die Tiere gefährden sich durch ihren exzessiven Alkoholkonsum selbst.

Bei Laborversuchen haben Forscher herausgefunden, dass Tiere – genau wie wir Menschen – süchtig werden können. Das Ganze funktioniert ähnlich wie bei uns. Im Gehirn wird das Belohnungssystem aktiviert. Das heißt, es werden Botenstoffe ausgeschüttet, die bewirken, dass die Tiere sich wohlfühlen. Man fand heraus, dass sich Mäuse bei der Wahl zwischen Wasser und einer Heroin- oder Kokainlösung lieber die Drogen-Flüssigkeit aussuchen.

Ein Kater weckt ihn jeden Morgen. Dieser 34-Jährige leidet am sogenannten Eigenbrauer-Syndrom. Normale Lebensmittel wie Brot werden in seinem Körper zu Alkohol. Mehr dazu seht ihr im Video:

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