Äußere Hebriden

Äußere Hebriden: Die geheimnisvollen, schottischen Inseln

Warum stehen auf den Äußeren Hebriden so viele verlassene Häuser? Wir verraten es dir. Außerdem: Was Urlauber auf den schottischen Inseln nicht verpassen sollten - und weshalb Harris-Tweed so begehrt ist.
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Das Wichtigste zum Thema Äußere Hebriden

  • Die rund 200 Kilometer lange Inselkette im Atlantik liegt etwa 60 Kilometer westlich von Schottland. Sie besteht aus über 100 einzelnen Inseln, viele davon sind unbewohnt.

  • Die größte Insel ist Lewis and Harris mit einer Fläche von 2.178 Quadratkilometern und circa 20.000 Einwohnern. Sie besteht aus dem nördlichen Teil Lewis (Isle of Lewis) und dem südwestlichen Abschnitt Harris (Isle of Harris) - der Hauptort ist Stornoway.

  • Auffällig sind die zahlreichen verlassenen und verfallenen Steinhäuser auf den Western Isles, in denen mitunter der gesamte Hausrat zurückgelassen wurde.

  • Hat eine Katastrophe die ehemaligen Bewohner zum Aufbruch gezwungen? Nein, der Grund für die "Landflucht" ist die seit jeher hohe Arbeitslosen-Quote.

  • Neben dem Tourismus leben die Einheimischen hauptsächlich von Fischfang und Schafzucht. Und weil das Job-Angebot begrenzt ist, versuchen bis heute viele ihre Glück in den Städten auf dem Festland.

Hier liegen die äußeren Hebriden

Die äußeren Hebriden sind hier rot markiert.

Äußere Hebriden: 7 Dinge, die Urlauber hier tun sollten

Der Export-Schlager: Harris-Tweed

Auf den Inseln westlich von Schottland sind Schafe so etwas wie "Goldesel": Sie liefern das Material für den berühmten Harris-Tweed. Diese Bezeichnung darf nur Textilgewebe tragen, das aus reiner Schurwolle besteht, die von Hand auf den Äußeren Hebriden gefärbt und gewebt wurde. So legt es der Harris Tweed Act von 1993 fest.

Der hochwertige, wind- und wasserabweisende Stoff ist weltweit begehrt. Von den Western Isles aus wird er in über 50 Länder exportiert. Hergestellt werden daraus Kleidungsstücke, aber auch Decken oder Taschen - mit typischen Mustern wie Checks & Tartans (Karo) und Herringbone (Fischgrät).

Sakkos, Blazer, Mäntel oder Mützen aus Harris-Tweed gelten nach wie vor als Fashion-Statement, auch unter den Promis. David Beckham, Brad Pitt, Prinz William und Herzogin Kate etwa tragen gern HT. James Bond jagte bereits 1964 in einem Harris-Tweed-Jacket den millionenschweren Betrüger "Goldfinger".

Harris-Tweed


Echtheits-Zertifikat: Das Markenzeichen des Harris-Tweed ist der Orb - ein Reichsapfel in Form einer Weltkugel mit aufgesetztem Kreuz.
© imago images / Danita Delimont

Typisch schottisch!

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    Der "Black Pudding" ist kein Dessert, sondern kommt auf den Frühstücks-Teller. Es handelt sich um eine Fleisch-Speise aus gebackenem Schweine-Blut, die mit Hafermehl oder -grütze schnittfest gemacht wird.

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    Nirgendwo auf der Welt leben mehr Rothaarige als in Schottland: Hier haben 13 von 100 Menschen eine rote Mähne.

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    Die Highland Games reichen bis in die Zeit der keltischen Könige zurück. Ausgetragen wurden sie, um die stärksten und schnellsten Männer des Landes zu finden. Heute werden in Schottland alljährlich bis zu 100 Spiele ausgetragen - inklusive Stein-Stoßen und Baumstamm-Werfen.

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    Slàinte mhath! Cheers! Scotch Whisky gilt als Nationalgetränk. Infos zu schottischen Destillerien und hochprozentigen Festivals gibt‘s auf maltwhiskytrail.com und visitscotland.com.

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    Seit Jahrhunderten hört man immer wieder von Sichtungen eines Ungeheuers im Loch Ness, einem Süßwassersee im schottischen Hochland. Zentrum des "Nessie"-Tourismus ist das Dorf Drumnadrochit am Westufer.

Veröffentlicht: 29.11.2020 / Autor: Heike Predikant