Künstler errichtet durch surreale Drehungen zauberhafte 3D-Welten
Aydın Büyüktaş

Diese surrealen Fotos erlauben uns einen völlig verzerrten Blick auf die Welt

vor 4 Monaten

Die Fotografien des Künstlers Aydın Büyüktaş gehen um die Welt: Er nimmt ein alltägliches Motiv und verbiegt es, bis es mehr einem Traum als der Realität ähnelt. .

Aydın Büyüktaş fand seinen Weg zur Kunst auf einigen Umwegen. Erst nach einem abgebrochenem Tourismus-Studium und einer Ausbildung zum Grafikdesigner entschloss der Türke sich, Fotograf zu werden. Mittlerweile bezeichnet er sich als Multimedia-Künstler und kreiert in seinen Werken surreale Strukturen, die eher an den Film Inception erinnern als an klassische Fotografie. Seinen einzigartigen Blick auf die Welt verdankt der Science-Fiction-Fan der Literatur:

Als ich mich 2003 und 2004 an visuelle Effekte und Animation herantastete, kam mir nach und nach eine Idee in den Sinn – die Idee, dass ich die surrealen Orte, die ich in meinen Träumen sah und mir in meiner Kindheit ausgedacht hatte, aufleben lassen könnte. Während meiner Kindheit und Jugend las ich Science-Fiction-Bücher von Autoren wie Isaac Asimov und H.G. Wells. Diese Bücher brachten mich dazu, mir Fragen zu Dingen wie Wurmlöchern, Schwarzen Löchern, Paralleluniversen, Anziehungskraft und dem Verzerren von Raum und Zeit zu stellen. Ich war besessen von der Frage, ob es ein Schwarzes Loch gäbe, wo wir leben, und wie es den Raum, die Zeit und den Ort verbiegen würde.

Ein Werk tat es ihm besonders an: Das Buch Flatland: A Romance of Many Dimensions. Es inspirierte ihn zu seinem ersten großen Kunstprojekt. „Ich war sehr beeindruckt davon, dass das 1884 verfasste Buch beschrieb, wie schwierig es ist, die Verschränkung von Dimensionen und inter-dimensionalen Übergangs zu verstehen.“, sagte uns der Künstler.

Seit er seine Faszination für die Strukturen und die Wahrnehmung von Raum entdeckte, fließt diese Begeisterung immer wieder in seine Kunst ein. All seine Fotografien bilden auf unterschiedliche Arten immer wieder sein Hauptmotiv der Dimensionen ab.

Seine Hauptwerke tragen als Verweis auf seine Inspiration den Namen Flatland und Flatland II. Was sie zeigen, ist aber alles andere als flach. Sie spielen mit Szenerien, die in ihrer verzerrten Darstellung völlig fremd aussehen und verwirrende Formen annehmen:

© Aydın Büyüktaş

© Aydın Büyüktaş

© Aydın Büyüktaş

Um Flatland II zu erschaffen, recherchierte Büyüktaş zwei Monate lang bei Google Maps passende Motive. Dann begann er seine Reise. Sie führte ihn durch Arizona, Texas, Kalifornien und New Mexiko – vorbei an verlassenen Orten, einsamen Fabriken und lebensfrohen Städten, 10.000 Meilen weit. Seine Intuition sagte ihm, wann er aus dem Auto steigen und mit einer Drohne ein Foto machen sollte.

Anschließend verschmelzte und verfremdete Büyüktaş die Bilder in mühevoller Detailarbeit in Photoshop. Daraus entstanden seltsam verbogene Welten:

© Aydın Büyüktaş

© Aydın Büyüktaş

© Aydın Büyüktaş

© Aydın Büyüktaş

© Aydın Büyüktaş

© Aydın Büyüktaş

Aydın Büyüktaş hat viele weitere Ideen im Kopf. Die Umsetzung wird für ihn aber nicht ganz einfach, wie er uns erzählte: „Ich habe viele Foto-Projekte und Videokunstwerke geplant, aber es ist richtig schwierig, eine Drohne zu fliegen, wenn man in meinem Land niemanden mehr kennt, der in der Regierung ist.“

© Aydın Büyüktaş

Für eine etwas andere Art der Kunst begeistert sich dieser Mann: Yoshihiro Okad. Er ist Mandarinen-Künstler und stellt mir der orangefarbenen Schale allerhand verrückte Sachen an. Wir haben uns die faszinierende Performance live angesehen:

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