Ich habe einen Tag im Darknet verbracht, damit ihr es nicht machen müsst

Ich habe einen Tag im Darknet verbracht, damit ihr es nicht machen müsst

Netzwelt, VIDEOS – vor 7 Monaten
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Würde ich versuchen, einem Menschen, der noch nie etwas vom Internet gehört hat, einfach zu erklären, was das ist, würde ich es so versuchen: Das Internet kann man sich in etwa wie ein interaktives Telefonbuch vorstellen. Jeder der möchte, bekommt eine eigene Seite, auf der man Informationen zur Verfügung stellen und über die man Kontakt miteinander aufnehmen kann.

Würde ich versuchen, derselben Person das Darknet zu erklären, würde ich sagen: Das Darknet ist ein als Telefonbuch getarntes Geheimfach, in dem man Dinge versteckt, die nur ganz bestimmte Personen finden sollen. Dinge, die einen entweder in Gefahren bringen oder einem dabei helfen, wenn man sich in Gefahr befindet. In der Regel aber eher Ersteres.

Den Ursprung des Darknets findet man beim United States Naval Research Laboratory. Hier handelt es sich um ein gemeinsames Forschungslabor der United States Navy und des United States Marine Corps. Dort wurde Tor entwickelt – ein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten.

Am 20. September 2002 wurde die Alpha-Version von Tor veröffentlicht. Bis 2006 wurde Tor mit der Unterstützung des Office of Naval Research (ONR) und der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) weiterentwickelt.

Im März 2011 wurde Tor schließlich von der Free Software Foundation mit dem Preis für gesellschaftlichen Nutzen ausgezeichnet. Der Grund: Das Netzwerk ermöglichte weltweit rund 36 Millionen Menschen unzensierten Zugang zum Internet – privat und anonym.

Und genau aus diesem Grund wird das Netzwerk mittlerweile auch für kriminelle Zweck eingesetzt. Im Darknet, das über das Tor-Netzwerk läuft, werden Falschgeld, Drogen, Waffen und Co. angeboten. Und das ist möglich, da es dank des Aufbaus des Tor-Netzwerkes ziemlich schwierig ist, herauszufinden, wer von wo aus illegale Waren oder Dienstleistungen anbietet.

Das Netz besteht aus mehreren Schichten, wie eine Zwiebel – darum wird Tor auch als „Onion Router Project“ bezeichnet. Klinkt man sich über den Tor-Client ins Netzwerk ein, dann passiert das verschlüsselt über einen Eingangsknoten. Von dort aus wird der Datenverkehr dann zum nächsten Tor-Server weitergeleitet. Dieser hat dann wiederum nur Zugriff auf die IP-Adresse des vorherigen Servers. Von dort aus geht es dann zum nächsten Server, zum sogenannten „Exit Node“. Von dort aus werden die Daten dann über das Internet angefragt, ohne dass die Quell-IP übermittelt wird.

Einfach ausgedrückt: Man surft auf eine Darknet-Seite, das Tor-Netzwerk verschlüsselt den Datenverkehr und niemand weiß wer von wo aus die jeweilige Seite aufgerufen hat.

Um mir selbst ein Bild davon zu machen, wie es im Darknet aussieht, habe ich mir den Tor-Browser und ein paar Darknet-Adressen besorgt. Und auf was ich dort so alles gestoßen bin, das könnt ihr euch im Video über diesen Zeilen ansehen.

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