So gehen Flusskrebse auf Alkohol ab - Und das verrät es dir über deine nächste Party
via flickr.com / Russell James Smith / Pam Corey

So gehen Flusskrebse auf Alkohol ab – Und das verrät es dir über deine nächste Party

vor 5 Monaten

Verrückt, aber wahr: Forscher haben jetzt untersucht, wie sich Alkohol auf das Verhalten von Flusskrebsen auswirkt. Und noch erstaunlicher: Sie haben herausgefunden, dass Flusskrebse schneller betrunken sind, wenn sie in Gesellschaft „trinken“. Den gleichen Effekt vermuten die Forscher jetzt auch bei uns Menschen.

Für eine Studie hat Wissenschaftler Jens Herberholz von der University of Maryland zusammen mit seinen zwei Studenten Matthew Swierzbinski und Andrew Lazarchik betrunkene Flusskrebse untersucht. Dafür wurde dem Wasser der Aquarien eine geringe Menge Alkohol beigemischt. Ergebnis: Die Flusskrebse, die sich alleine in einem Aquarium befanden, zeigten erst nach längerer Zeit Anzeichen von Betrunkenheit. Die Flusskrebse, die zusammen mit anderen in einem Aquarium lebten, waren dagegen bei gleicher Menge Alkohol viel schneller betrunken.

Aber welche speziellen Verhaltensweisen konnten die Forscher als Indiz für einen betrunkenen Flusskrebs beobachten? Zunächst standen die noch nüchternen Flusskrebse aufrecht auf ihren komplett ausgestreckten Beinen in einer aggressiven Position. Dann fingen sie an, die sogenannten „Tail Flips“ zu schlagen – also Rückwärtssaltos über ihren Schwanz hinweg. Und schließlich lagen sie auf ihrem Rücken – unfähig, sich wieder aufzurichten.

Nachdem die Wissenschaftler diese verschiedenen Stadien der Trunkenheit beobachtet hatten, implantierten sie kleine Elektroden in spezielle Nervenzellen der Flusskrebse. Diese Nervenzellen waren für das Ausführen der Saltos verantwortlich. Dabei fand Herberholz heraus, dass unter Alkoholeinfluss bereits ein schwächerer elektrischer Impuls für die Nervenzellen ausreichte, um einen Salto zu bewirken. Bei den Flusskrebsen, die sich in Gesellschaft befanden, konnte dieser Impuls noch geringer sein als bei den isoliert lebenden Krebsen.

Dies lässt vermuten, dass das soziale Umfeld Einfluss auf die Rezeptoren der einzelnen Nervenzellen hat. Welche Rezeptoren sich aber genau unter Alkoholeinfluss verändern, müssen weitere Nachforschungen zeigen. Herberholz glaubt, dass ein ähnlicher Mechanismus auch bei uns Menschen greift.

Angesichts der Wirkung von Alkohol auf die Flusskrebse könnte man ja fast meinen, es handele sich um uns Menschen… Das lässt vermuten, dass uns die Flusskrebse zumindest in Bezug auf Alkohol sehr ähnlich sind. Na dann, Prost!

Statt Saltos zu machen, passiert bei einigen Menschen unter Alkoholeinwirkung etwas, das sie selber gar nicht beeinflussen können: Sie werden rot. Warum das passiert, erklären wir dir hier:

 

 

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