Wenn du Angst vor Löchern hast, solltest du dir dieses Gemüse nicht ansehen
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Wenn du Angst vor Löchern hast, solltest du dir dieses Gemüse nicht ansehen

vor 7 Monaten

Zugegeben, so richtig runde Löcher ergeben die Schnitzungen in diesem Obst zwar nicht, aber sie lösen eine Menge Unbehagen bei vielen Internet-Nutzern aus. Denn sie basieren auf der gleichen Angst, wie der vor Löchern: Trypophobie.

An Trypophobie leiden Menschen, denen es nicht gut geht, wenn sie eine Ansammlung von scheinbar harmlosen Objekten sehen – meistens Löchern. Im schlimmsten Fall sind diese noch mit etwas gefüllt. Die Symptome reichen vom Jucken, Kratzen bis hin zu Übelkeit, Schwindel und allgemeinem Unwohlsein. Die Angst wurde tatsächlich das erste Mal Online beschrieben – und ist noch heute nicht als Krankheit anerkannt.

Der japanische Künstler Gaku beherrscht die Kunst des „mukimono“, eine japanische Tradition, bei der kunstvolle Designs in Obst und Gemüse geschnitzt werden. Wir finden das toll, aber viele Internet-User finden das eher gruselig.

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Denn es erinnert an Löcher, die dort nicht hingehören. Das Besondere bei Trypophobie: Im Gegensatz zu anderen Phobien entspringt sie nicht einer tatsächlichen Bedrohung. Menschen haben Angst vor Hunden, weil sie vielleicht mal von einem gebissen worden sind. Andere fürchten sich vor Spinnen oder Schlangen, weil sie wissen, dass sie verletzen oder töten können. Aber es ist kein Fall von einem Angriff von Löchern bekannt. Die Bilder, die die Angstzustände auslösen, haben meist nicht das geringste miteinander zu tun, außer ihrer Struktur – ob natürlich oder nicht, ob klein, ob groß. Spinnen sind irgendwie trotzdem immer gleich. Löcher nicht.

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Also muss genau diese Struktur dafür verantwortlich sein. Ein bestimmtes Raster, ein Muster. Auch Menschen, die nicht an Trypophobie leiden, finden obige Bilder beunruhigend, wenn auch nicht ansatzweise so wie die „Patienten“. Der Grund: Die Fotos enthalten geometrische Formen. Solche „mathematischen“ Bilder können vom Gehirn nicht so einfach verarbeitet werden und verlangen eine höhere Sauerstoffanreicherung. Das Unwohlsein rührt dann daher, weil Menschen unbewusst versuchen, dieser verlangten Sauerstoffanreicherung zu entkommen – denn die würde zu viel Energie kosten. Und unser Körper versucht, den Energieverbrauch auf einem Minimum zu halten. Das wollen die Psychologen Arnold J. Wilkons und An Trong Dinh Le der University of Essex belegen.

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Jetzt versuchen sie herausfinden, warum manchen Menschen Löcher mehr zu schaffen machen als anderen. Ein Ansatz: Sie vergleichen die Bilder mit solchen von Schimmel und Hautwunden, die bei vielen Menschen Ekel hervorrufen. Sie würden ähnliche geometrische Formen aufweisen. Noch ist allerdings nicht klar, ob sie ebenfalls mehr Hirnaktivität verlangen. Jedoch könnte Unbehagen ein Schutzmechanismus unseres Körpers sein, um erhöhte Sauerstoffzufuhr zum Gehirn zu vermeiden – und damit auch eine zusätzliche Belastung. Bei Menschen mit Trypophobie könnte dieser Reflex einfach zu stark arbeiten.

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Wir unsererseits finden die Kunst von Gaku echt toll.

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Was meint ihr?

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Wenn du richtig schlimme Löcher sehen willst – vielleicht, um herauszufinden, ob du an Trypophobie leidest – solltest du dir diesen Beitrag durchlesen.

Wir geben zu, dass wir ja eher Angst vor Geistern haben. Zum Glück gibt es da ja die Geisterjäger. Aber was genau machen die eigentlich? Wir haben eine Geisterexpertin getroffen und sie bei der Arbeit begleitet:

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