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So werden Fake-News auf deiner Facebook-Timeline bald gekennzeichnet

vor 3 Monaten

Facebook hat nun damit begonnen, Fake-News auf der Timeline mit einer Markierung zu kennzeichnen. Momentan dauert der Prozess allerdings noch recht lange und funktioniert noch nicht einwandfrei.

Wir sehen es immer wieder bei Facebook – auch bei unseren Freunden – wie achtlos Artikel geteilt werden, ohne auch nur darüber nachzudenken, dass sie gar nicht der Realität entsprechen könnten.

Kürzlich haben wir über die Polizei Rosenheim berichtet, die auf eigene Jagd nach Fake-News geht und diese auf Facebook kennzeichnet. Schon lange wird so etwas von Facebook selbst gefordert. Ein erster Schritt ist jetzt getan, denn unter einigen Nachrichten taucht das englische Wort „disputed“ (deutsch: umstritten) auf. Am Freitag ist diese Markierung für die USA freigeschaltet worden. In Deutschland funktioniert das aktuell noch nicht. Es ist aber kein Label dafür, hier definitiv eine Falschmeldung zu sehen, sondern eher dafür, dass der Inhalt des Artikels nicht ganz klar ist.

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In Deutschland werden Falschmeldungen noch nicht markiert.
© Facebook

In einem Fall geht es um Donald Trumps Smartphone, das die Quelle von Leaks vertraulicher Informationen sei. Teilt man den Beitrag, erscheint ein rotes Ausrufezeichen mit dem Hinweis „disputed“. Aber wie funktioniert das? Dahinter steckt kein Algorithmus, sondern eine eigenständige Redaktion. Artikel werden von Usern oder Seiten als falsch bei Facebook gemeldet und Faktenchecker überprüfen dann diese Information. Das dauert. Für den obigen Fall ganze fünf Tage.

Das Problem: Gerade der Trump-Fall bringt auch seine Zweifel mit sich. Denn die geflaggte Seite ist bekannt für Satiremeldungen. Gerade von einem unabhängigen Gremium sollte man erwarten können, „echte „Fake-News von Satire unterscheiden zu können. Die Funktion scheint also noch nicht ausgereift.

Für Deutschland kündigte Facebook im Januar an, das Recherchebüro Correctiv mit dem Aufspüren von Falschmeldungen zu beauftragen. Wir sollen dann den Hinweis „Von Dritten als unglaubwürdig eingestuft“ oder „Von Faktenprüfern außerhalb von Facebook angezweifelt“ angezeigt bekommen.

Wir haben tatsächlich jemanden in den USA getroffen, der mit dem Schreiben von Fake-News sein Geld verdient. Ohne Witz! Warum er das macht, hat er uns erzählt:

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