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Diese Karte zeigt, wo deine persönlichen Internet-Daten landen

vor 3 Wochen

Private Daten geben wir nicht gern preis. Leider ist Datenklau heutzutage alltäglich. Die interaktive Karte IXmaps sagt jetzt dem Datenmissbrauch den Kampf an. Das Tool zeigt, wo die eigenen Infos vom Geheimdienst abgehört werden können.

Wenn uns die Snowden-Enthüllungen eines gelehrt hat, dann dass die NSA uns besser kennt als wir denken. Sie hat weltweit Abhörposten eingerichtet, über die sie problemlos auf sämtliche Daten zugreifen kann. Das Problem: Datenströme kennen keine Grenzen. Wir wissen oder merken gar nicht, welchen Weg die Daten gehen. Diese neue Karte zeigt, welche Routen unsere Infos zurücklegen. Denn persönliche Informationen gehen häufig nicht den direkten Weg vom Sender zum Empfänger, sondern kommen über Umwege an. Studien zeigen, dass die meisten Umwege über ein Land laufen: Die USA! Sprich das Land, mit den meisten Abhörstationen der NSA. Aktuell zählt das Kartensystem hier 18 dieser Punkte.

NSA Knotenpunkte in den USA
18 bekannte NSA Abhörpunkte in den USA
© Screenshot IXmaps

Datenklau? Nein Danke!

Allerhöchste Zeit, dass wir etwas gegen den Datenmissbrauch tun. Und da hilft das neue interaktive Mapping-Tool „Internet Exchange Mapping“. Die Karte soll geheime, gefährliche und oft illegale Überwachungsmethoden enthüllen.
Das Tool wurde von Professor Andrew Clement und einem Team aus kanadischen Forschern mit der Unterstützung von OpenMedia, der kanadischen Internet-Registrierungsstelle (CIRA) und dem kanadischen Datenschutzbeauftragten erstellt. Seit 2008 sitzen die Forscher an der Karte. Das ursprüngliche Ziel: Der Kampf für die digitale Selbstständigkeit Kanadas. Da alle kanadischen Daten erst über die USA laufen, bevor sie ankommen. Doch die Forscher fanden heraus, dass sich mit dem Tool weltweite Datenprobleme lösen lassen.

Deutsche Daten landen in Amerika

Noch konzentrieren sich die Verläufe überwiegend auf Nordamerika. Aber auch deutsche Nutzer können den Web-Traffic mit der Karte nachvollziehen. Über den Menüpunkt „Quick Search“ lassen sich gespeicherte Routen, die von der eigenen Stadt ausgehen oder über den eigenen Internetanbieter laufen verfolgen. Faszinierend: Obwohl die Gesetzte zum Datenschutz in Deutschland sehr streng sind, landen unsere Daten in den USA.

Karte Datenfluss
Deutsche Daten laufen in Amerika ein
© IXmaps

Der Grund: Große Unternehmen wie Google und Amazon haben ihre Rechenzentren in Amerika. Künftig soll sich das aber mit neuen Zentren in Europa verbessern. Wir sind gespannt.

Zum Thema Internetsicherheit gibt es noch viel mehr zu erzählen. Denn nicht nur die NSA überwacht uns. Auch Facebook kann ganz einfach Daten abgreifen. Glaubt ihr nicht? Dann einmal genau hinschauen:

 

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