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Die wissenschaftliche Anleitung, wie du zum besten Gamer wirst

vor 3 Monaten

Wissenschaft hat leider oft nur wenig mit unserem Alltag zu tun. Nicht so in diesem Fall: Forscher haben herausgefunden, welche Techniken am effektivsten sind, um euch zu Profi-Gamern zu machen. Und wer will sich das schon entgehen lassen?

Ein Forscherteam um den Computerwissenschaftler Jeff Huang von der Brown University hat untersucht, wie man sich ingame am schnellsten verbessert. Dazu widmeten sich die Wissenschaftler den Online-Games Halo: Reach und StarCraft 2. Halo ist ein Shooter. Bei StarCraft geht es eher um Strategie.

Als erstes nahm das Team die Halo-Spieler genauer unter die Lupe. In Halo geht es – schnell erklärt – darum, in einem Match vom gegnerischen Team möglichst viele Spieler auszuschalten. Die Spieler werden nach ihrem Können und bisherigen Erfolgen bewertet. Und das machten sich Huang und seine Kollegen zu Nutze. Über einen Zeitraum von sieben Monaten analysierten sie das Spielverhalten, die Spielhäufigkeit und -weise der Gamer unter Berücksichtigung ihres Ratings.

Dabei kam heraus: Bezogen auf die ersten 200 Matches verbesserten sich diejenigen Spieler am schnellsten, die vier bis acht Matches in der Woche bestritten. Huang sagt dazu: „Wenn du dich am effektivsten verbessern willst, dann geht es nicht darum, die meisten Matches in der Woche zu spielen. Man sollte sein Spielverhalten ein bisschen reduzieren und nicht so intensiv üben.“

Zu lange Pausen wirken sich negativ aus

Wichtig ist dabei, dass die Spielpausen aber nicht zu groß sein sollten. Denn sonst brauch man danach zu viel Zeit, um sich wieder einzuspielen. Nach einer 30-tägigen Pause benötigen Halo-Spieler durchschnittlich wieder zehn Matches, um auf das alte Niveau zu kommen.

Als zweites nahmen sich die Forscher StarCraft 2 vor. Und da zeigte sich, dass die besseren Spieler viel effektiver mit „Hotkeys“ umgehen als ihre schwächeren Kontrahenten. Sie legen sich personalisierte Kurzbefehle zu, die es ihnen vereinfachen, komplexe strategische Befehle auszuführen. Diese Hotkey-Folge waren so individuell, dass die Forscher aus ihnen schließen konnten, wer gerade spielt.

Huang und seine Kollegen hoffen, mit ihrer Studie nicht nur Gamern weiterzuhelfen. Ihnen geht es auch darum, komplexe Vorgänge im echten Leben zu verbessern.

Mittlerweile füllen eSport-Profis Arenen und sie spielen um Millionen-Preisgelder. Und während in Amerika und Asien Pro-Gamer bereits als Stars gefeiert werden, müssen sich die Spieler in Deutschland noch behaupten. Der 23-jährige Benedikt „Salz0r“ Salzer aus Gernsheim beispielsweise. Er ist einer der besten FIFA-Spieler Deutschlands und kickt für den Bundesligisten VfL Wolfsburg.

Christoph von „SK Gaming“ hat sich gegen ein Studium entschieden. Stattdessen spielt er professionell Computer. Seine Eltern waren nicht begeistert. Doch Zocken und damit Geld verdienen, ist für Christoph tatsächlich mehr als ein Traum.

Kaum wird ein neues Game angekündigt, sind viele gehyped – und bestellen sich den Titel sofort vor. Wir zeigen im Video, warum es besser ist, mit dem Kauf eines Spiels erstmal noch zu warten.

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