Zerstört: Eltern ließen Kind auf 800 Jahre altem Sarg spielen um ein Foto zu machen
via Facebook / Suzanne Enoch

Zerstört: Eltern ließen Kind auf 800 Jahre altem Sarg spielen, um ein Foto zu machen

vor 4 Wochen

Die Mitarbeiter des Prittlewell-Priory-Museums in Großbritannien sind schockiert: Ein 800 Jahre alter Sarg wurde beschädigt, weil ein Kind darauf herumkletterte. Scheinbar hatten die Eltern es auf den Sarg gesetzt, um ein hübsches Foto zu machen. 

Es ist nicht das erste Mal, dass unvorsichtige Besucher wertvolle Artefakte oder Kunstwerke versehentlich zerstörten. Als in Taiwan vor zwei Jahren ein Zwölfjähriger stolperte, hielt er sich an einem 350 Jahre alten Gemälde fest. Die Folge: ein riesiges Loch in der Leinwand.

Auch die 91-jährige Besucherin des Nürnberger Neuen Museums führte nichts Böses im Schilde, als sie ein Kreuzworträtsel ausfüllte. Blöderweise entpuppte es sich Sekunden später als teures Kunstwerk und die Rentnerin wurde verklagt. Zwei norwegischen Teenagern erging es ähnlich. Die wollten 5.000 Jahre alte Felsenbilder aufhübschen und zeichneten sie nach. Doch damit zerstörten sie die Einkerbungen.

Jetzt ist es wieder so weit: Erneut wurde ein geschichtliches Artefakt von unbezahlbarem Wert beschädigt. Diesmal in einem Museum im Süden Großbritanniens. Dort entdeckten Mitarbeiter, dass von einem 800 Jahre alten Sarg plötzlich ein Stück abgebrochen war. Der Sarg war 1921 entdeckt worden und vermutlich die letzte Ruhestätte eines Mönchs, von dem zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Skelett übrig war.

Ein Blick auf das Tape der Überwachungskamera überführte die zerstörerischen Übeltäter: eine Familie. Das Video zeigte, wie ein Paar ein Kind über die schützende Abgrenzung hob und auf den Sarg setzte. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, kletterte das Kind auch noch auf dem Ausstellungsobjekt herum. Und wieso das Ganze? Weil die Eltern ein Foto davon machen wollten. Dabei wurde der Sarg beschädigt und die Familie machte sich klammheimlich davon. Jetzt hat der Sarg ein großes Loch am Rand:

Nun muss das geschichtsträchtige Objekt restauriert werden. Die Wiederherstellung des Sargs wird von Claire Reed beaufsichtigt. „Er ist ein sehr wichtiges Artefakt und historisch einzigartig für uns“, erklärt die Restauratorin. Ob er nach der Reparatur wieder ausgestellt wird, ist daher fraglich. „Man kann alle Sicherheitsvorkehrungen treffen, aber man erwartet wirklich nicht, dass Menschen versuchen, auf die Artefakte zu steigen“, so Reed. Hinter verschlossenen Türen wäre der Sarg sicherer aufgehoben.

Eine ganz andere Art Sarg steht in Thailand – und dort legen sich Menschen auch noch freiwillig rein. Warum die Buddhisten das machen, erfährst du hier:

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