Darum liegen in den USA Eier im Supermarkt im Kühlregal - und bei uns nicht
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Darum liegen in den USA Eier im Supermarkt im Kühlregal – und bei uns nicht

vor 4 Monaten

Wenn wir im Supermarkt die Eier ansteuern, ist das manchmal gar nicht so leicht. Denn sie liegen irgendwo mittendrin – manchmal neben der H-Milch, manchmal neben Säften. In den USA findet man sie einfach im Kühlregal. Aber warum werden unsere nicht gekühlt?

Vielleicht einfach, weil das schon immer so war? Falsch. Tatsächlich hat es einen agrarwirtschaftlichen Hintergrund. Übrigens werden Eier überall in Europa nicht gekühlt. In den USA liegen sie im Kühlregal zwischen Milchprodukten wie Butter, Käse und Milch.

Das liegt an unterschiedlichen Anbau- und Verarbeitungsprozessen. Die US-Amerikaner wollen ganz sicher gehen, dass in ihren Eiern keine Salmonellen sind. Also werden die Eier erst gewaschen und dann mit einer Chemikalie zum Desinfizieren eingesprüht. Dadurch sind die Eier allerdings nicht so lange haltbar. Und deshalb findet man sie im Kühlregal. Im Idealfall bei 4,5 Grad Celsius.

In Europa dagegen werden die Eier vor dem Verkauf nicht gewaschen. Man hat Angst, die äußerste Schicht der Schale zu beschädigen. Und diese Schäden wiederum könnten dafür sorgen, dass sich Bakterien breitmachen. Deshalb achten die Europäer darauf, ihre Eier so natürlich und unbeschadet wie möglich zu lassen. Das ist auch ein Grund, warum wir manchmal noch Federn an ihnen finden.

Seit 1997 werden die Hühner hier geimpft, weshalb Salmonellen kaum noch auftreten. Die Eier werden also ohne Kühlung gelagert – bei 16 bis 23 Grad Celsius.

Dass ihr sie jetzt zuhause im Kühlschrank aufbewahrt, ist trotzdem okay. Denn dadurch bleiben sie zuhause noch länger haltbar. Darauf machen wir uns jetzt erstmal ein schönes Spiegelei. Guten Appetit.

Wollt ihr noch weitere Gründe haben, warum Eier total toll sind? Fünf davon bekommt ihr hier:

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