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Total irre: Das taten Menschen im Mittelalter aus Angst vor Zombies

vor 4 Wochen

Wusstest du schon, dass man bereits im Mittelalter Angst vor Zombies hatte? Das belegt der grausige Fund einiger Forscher der University of Southhampton: Knochenfunde zeigen, mit welchen bizarren Methoden man sich vor den Untoten schützen wollte.

Den entscheidenden Beweis für die Angst vor Zombies lieferten menschliche Überbleibsel. In England wurden über hundert Knochen mit merkwürdigen Verformungen gefunden. Sie alle stammen aus dem Mittelalter und lagen in den Ruinen einer verlassenen Siedlung namens Wharram Percy begraben. Das Dorf sieht man hier:

Wharram Percy
Diese verlassene Siedlung war der Schauplatz bizarrer Verstümmelungen, die vor Zombies schützen sollten.
© Copyright: Historic England

Ein Team von Historic England und der University of Southampton untersuchte die ungewöhnlichen Überreste aufs Genaueste. Schnell fanden die Forscher heraus, woher die Spuren an den Knochen stammen.

Die Knochen zeigen eindeutig, dass die Körper von mindestens zehn Menschen bis aufs Äußerste verstümmelt wurde. Und das erst nach dem Tod, ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht der Verstorbenen. Selbst Kinder waren darunter.

Die Liste der Verletzungen ist lang: Die Leichen wurden mit Klingen zerteilt und der Kopf wurde abgehackt. Manche Körperteile wurden verbrannt. Nach alledem brach man zudem die Knochen der Toten und ritzte Formen in diese ein. Das sieht man hier besonders gut:

Knochen
Die menschlichen Überreste zeigen gezielt eingeritzte Linien.
© Copyright: Historic England

Immerhin gibt es keine Spuren auf Kannibalismus. Bisher galt das oft als Grund für Messerspuren auf Knochen. Aber die Verteilung der Schnitte auf den Überresten deutet eher auf rituelle Handlungen hin.

Doch aus welchem Grund sollte man Menschen nach ihrem Tode so verstümmeln? Die Forscher wissen darauf nur eine Antwort: Die noch Lebenden hatten Angst davor, dass die Gestorbenen sich wieder aus ihren Gräbern erheben. Um einer Zombie-Apokalypse zu entkommen, nahmen sie selbst die Leichen von Familienmitgliedern auseinander.

Das klingt erstmal weit hergeholt, entspringt aber einem uralten Aberglauben. Im Mittelalter hielten es viele für möglich, dass Tote wiederauferstehen. Und das vor allem, wenn die Verstorbenen im Leben etwas Böses getan hatten. Es hieß, dass sie dann aus dem Grab zurückkommen, um Krankheiten zu verbreiten und Menschen anzugreifen. Also zerschnitt, zertrümmerte und verbrannte man die Leichen vorsorglich.

Wenn du Angst vor Zombies hast, solltest du dir folgendes Video ansehen. Damit bist du für eine Zombie-Apokalypse gewappnet:

 

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