Die unglaubliche Flucht dreier Verbrecher aus Alcatraz
wikipedia.org / Jonas Tesch / CC BY-SA 3.0

Die unglaubliche Flucht dreier Verbrecher aus Alcatraz

vor 3 Monaten

Alcatraz fungierte von 1934 bis 1963 als Hochsicherheitsgefängniss. Es galt als sicherster Knast der Welt, eine Flucht von hier war eigentlich unmöglich. Drei Verbrechern gelang vor 55 Jahren dennoch die Flucht. Das FBI erklärte sie später für tot. Ihre Leichen wurden aber nie gefunden.

Die ehemalige Gefängnisinsel vor San Francisco ist über zwei Kilometer vom Festland entfernt. Wer versuchte auszubrechen, was an sich schon ein nahezu unmögliches Unterfangen war, musste noch einen Weg finden, der starken Strömung zu entkommen. Und offiziell hat es nie ein Insasse lebend aus Alcatraz geschafft. Offiziell.

Clarence Anglin
Clarence Anglin hat es geschafft, mit seinem Bruder aus Alcatraz auszubrechen.
© wikipedia.org

Der Fall der drei verurteilten Verbrecher Frank Morris, Clarence Anglin und John Anglin ist jedoch bis heute ungeklärt. Am 11. Juni 1962 konnten die Häftlinge in einer filmreifen Flucht entkommen. Die Gefangenen wurden an diesem Abend wie üblich in ihren Zellen eingeschlossen. Als die Wärter später ihre Runde machten, sahen sie die Köpfe der drei in ihren Betten. Dachten sie zumindest. Am nächsten Morgen waren die drei Verbrecher geflüchtet.

John Anglin
Hier ein FBI-Fahndungsfoto von John Anglin.
© wikipedia.org

In den Betten lagen Kopf-Attrappen, die das Trio aus Seife, Klopapier und Haaren angefertigt hatten. Morris und die Anglin-Brüder hatten mit Löffeln und einem improvisierten Bohrer ein Loch durch die Zellenwand gegraben. Dadurch gelangten sie über Belüftungsschächte in einen Korridor und schließlich ins Freie.

Frank Morris
Frank Morris ist zusammen mit den Anglin-Brüdern aus Alcatraz ausgebrochen.
© wikipedia.org

Unter freiem Himmel bauten sie sich aus Gummiregenmänteln ein Floß und verschwanden von der Insel. Die Justizbehörden gingen davon aus, dass die drei Männer nicht gegen die gefährliche Strömung angekommen sind und ertranken. Der Grund: Man hatte drei Kilometer von Alcatraz entfernt Überreste des Floßes und eine Tüte mit persönlichen Sachen der Anglin-Brüder gefunden.

Zellentrakt in Alcatraz
Auf diesem Bild sieht man einen Zellentrakt im ehemaligen Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz.
© wikipedia.org / Mikano / CC BY-SA 3.0

Es wird nach wie vor spekuliert, ob das Trio die Flucht überlebt haben könnte. Wäre das der Fall, dann wären die Männer jetzt in ihren Achtzigern. Es gibt auch ein Bild, das 1975 in Brasilien entstanden sein soll. Angeblich zeigt es John und Clarence Anglin. Wie die „New York Post“ berichtet, wurde das Foto von einem Freund der Brüder gemacht, der es 1992 ihrer Familie übergab. Neffen der Brüder leiteten es darauf Art Roderick, dem ehemaligen Chefermittler in dem Fall, weiter. Forensische Untersuchungen ergaben, dass es „sehr wahrscheinlich“ sei, dass es sich bei den Männern auf dem Bild um die Anglin-Brüder handele. Somit geht das Rätselraten um einen der spektakulärsten Gefängnisausbrüche der Geschichte weiter.

1963 wurde Alcatraz übrigens auf Grund zu hoher Betriebskosten geschlossen.

Würdet ihr gerne Urlaub auf einer verlassenen Gefängnisinsel machen? Wahrscheinlich nicht, oder? Für einige Lost-Places-Jäger ist aber genau das ein Traum. Warum? Das erfahrt ihr hier:

Facebook WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen: