Darum hätten die USA fast eine Atombombe auf den Mond geschossen
via pixabay / CC0 Public Domain

Darum hätten die USA fast eine Atombombe auf den Mond geschossen

vor 4 Monaten

Über Jahrzehnte geheim gehaltene Dokumente beweisen: Die USA planten in den 50er Jahren, eine Atombombe auf den Mond zu schießen. Die Explosion sollte bis zur Erde sichtbar. Was es mit dem verrückten Plan auf sich hatte, erklären wir euch hier. 

Glücklicherweise wurde diese verrückte Idee niemals umgesetzt. Allerdings hätte auch alles ganz anders kommen können. Die USA hatten nämlich bereits ihre besten Wissenschaftler zusammengerufen, darunter auch der Physiker Leonard Reiffel. Er erklärte der britischen Zeitung Observer, dass er 1958 von der US Air Force angeheuert wurde. Seine Aufgabe: Das Geheimprojekt mit dem Codenamen „A119“ zum Ziel führen.

Dieses sah vor, eine Atombombe auf den Mond zu schicken. Laut Reiffel war es der amerikanischen Luftwaffe besonders wichtig, dass alle Welt dabei hätte zusehen können. Je größer die Explosion, desto besser. Und die Wissenschaftler hatten zu dieser Zeit bereits das technische Know-How, um das Projekt in die Tat umzusetzen.

Es stand sogar schon fest, dass die Bombe eine Sprengkraft von 1,7 Kilotonnen haben sollte. Das ist zwar vergleichsweise wenig, hat es aber dennoch in sich. Zum Vergleich: In diesem Video sieht man, was die sowjetische Atombombe RDS-37 mit einer Sprengkraft von 1,6 Kilotonnen mit ihrer Umgebung anrichtet.

Laut der 190-seitigen Akte hatte das Vorhaben wissenschaftliche, militärische und politische Gründe. Beispielsweise sollte es zeigen, welche Folgen nukleare Waffen im Weltraum hätten. Das bezweifelt Reiffel aber. Laut ihm ging es vor allem um die Zurschaustellung technischer Überlegenheit.

Damit sollte der Ruf der USA aufpoliert werden. Die waren zu der Zeit nämlich drauf und dran, den Wettlauf zum Mond zu verlieren. Und das auch noch gegen ihren Erzfeind im Kalten Krieg: die UdSSR. Der gelang es 1957 nämlich, den ersten Satelliten in die Erdumlaufbahn zu schicken. Ein ähnlicher Versuch der USA scheiterte. Darunter litt das Image der Supermacht.

Es musste also ein weltweites Zeichen der Überlegenheit her. Daraus entstand die Schnapsidee, eine Atombombe auf den Mond zu schicken. Warum dieser Plan nie in die Tat umgesetzt wurde, weiß nicht einmal Leonard Reiffel. Womöglich hat man beschlossen, dass eine andere Aktion besser bei der Weltbevölkerung ankäme – die erste Mondlandung zum Beispiel.

Eine der beliebtesten Verschwörungstheorien ist, dass die Mondlandung gar nicht passierte. Wir sind dem Ganzen in 100 Sekunden auf den Grund gegangen:

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