Studie ergibt: Kaffeetrinker leben länger
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Studie ergibt: Kaffeetrinker leben länger

vor 1 Woche

Ha, und mal wieder haben wir den Beweis: Kaffee ist gut für uns. Nein, so leicht ist es leider nicht, aber eine aktuelle Studie legt zumindest nahe, dass Kaffee nicht so schlecht ist wie sein Ruf.

Statistiker des Imperial College London haben eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass Kaffeetrinker länger leben. Was wir aber gleich vorweg nehmen müssen: Das eine muss das andere nicht bedingen. Das heißt, nur weil ihr gerne und viel Kaffee trinkt, lebt ihr nicht automatisch länger. Das kann tausende andere Gründe haben.

Die Zahlen stammen von der europäischen Langzeitstudie EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition). Dafür werden regelmäßig die Daten von über 500.000 Menschen aus zehn europäischen Ländern erhoben – und das seit mittlerweile 16 Jahren. Die Angaben können nach verschiedensten Gesichtspunkten untersucht werden.

Auch, welche Beziehung zwischen zwei Faktoren besteht. In diesem Fall nahmen sich die Statistiker den Kaffeetrinkern und der Sterblichkeitsrate an. Das Ergebnis: Menschen, die mehr Kaffee trinken, haben ein geringeres Risiko bei allen Todesursachen (besonders, was Kreislauferkrankungen und solche des Verdauungstrakts betrifft). Beispiel: Bei Männern mit sehr hohem Kaffeekonsum (mehr als ein halber Liter täglich) war das Sterberisiko um zwölf Prozent geringer während des Beobachtungszeitraums im Gegensatz zu den Nicht-Kaffeetrinkern. Bei Frauen waren es sieben Prozent.

Das Problem: Die Korrelation, also die Überschneidung, sagt nichts über Ursache und Wirkung aus. In welcher Beziehung die beiden Faktoren zueinander stehen, kann also nicht einfach so interpretiert werden (das wird häufiger mal missverstanden).

Was aber durchaus interpretiert werden kann, ist, dass Kaffee sich zumindest nicht schlecht auf uns auszuwirken scheint – und diesen Ruf hatte er ja viele, viele Jahre lang. Fakt ist, dass Kaffee also nicht die Ursache für ein längeres Leben sein muss. Es könnte auch nur daran liegen, dass beispielsweise „Risikomenschen“ mit schon bekannten Kreislauferkrankungen generell keinen oder weniger Kaffee trinken. Oder es liegt nicht am Kaffee selbst, sondern an einigen bestimmten Inhaltsstoffen, wie beispielsweise Flavonoide, denen eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird.

Fazit: Kaffee ist nicht ungesund. Ob er gesund ist, muss noch herausgefunden werden.

Jetzt gehen wir mit den Studien noch einen Schritt weiter. Wie trinken Psychopathen ihren Kaffee am liebsten? (Auch da gilt übrigens, wenn du deinen Kaffee genauso trinkst, heißt das nicht im Umkehrschluss, dass du ein Psychopath bist):

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